Malerei im Gebirge. Hindernisse und Tipps

Gebirge stellen in der Landschaftsmalerei ein bedeutendes Genre dar – und dies zu Recht. Der Reiz dieser besonderen Landschaftsform inspiriert viele Menschen. Es ist jedoch nicht leicht, die Größe und Atmosphäre einer imposanten Gebirgskette oder einer stimmungsvollen Kombination aus Felsen und Vegetation in die passenden Farben zu kleiden. Im Folgenden erhaltet ihr von Klaus Euler nützliche Tipps – und auch Hinweise auf Hindernisse beim Malen im Gebirge.

Das Wetter
Es ist euch gewiss bewusst, wie schnell sich das Wetter im Gebirge ändern kann. Falls ihr also bislang eure Landschaftsmalerei gern unmittelbar in der Landschaft durchgeführt habt, die ihr auf die Leinwand bringen möchtet, so könnt ihr in den Bergen eine Überraschung erleben. Gerade habt ihr euch den perfekten Ort für ein Panoramagemälde ausgesucht und eure Ausrüstung aufgebaut – da schlägt das bisher gute Wetter um und ein Regenguss kommt vom Himmel.
Um dieses Risiko so weit wie möglich auszuschalten, haltet euch an Wetterhinweise von Einheimischen. Sie kennen ihre Heimat und sind häufig in der Lage, einen Wettersturz vorherzusagen. Außerdem empfiehlt es sich, die Ausrüstung wetter- und wasserfest zu verpacken. Sollte dies nicht möglich sein: Überlegt, ob ihr zunächst nur Skizzen oder Fotos anfertigt und euer Bild anhand dieser Vorlage im Trockenen malt.

Die klassische Methode: von hinten nach vorn
Bei Gebirgslandschaften gilt dasselbe Prinzip wie bei anderen Landschaften auch: Beginnt euer Bild von hinten nach vorn, also vom Hintergrund zum Vordergrund. Eine sachte Skizze mit Bleistift gibt euch eine Orientierung und ihr gewinnt bereits eine Vorstellung von eurem späteren Werk.
Die letzten blassen Berge und der Himmel darüber sind also die ersten Dinge, die ihr auf eure Leinwand bringt. Davor staffelt ihr schrittweise die näher gelegenen Berge – bis zu jenem Punkt, an dem der Vordergrund beginnt und konkret wird.

Dunst, Nebel und Wolken
Diese Aspekte gehören zu beinahe jedem Gebirgsgemälde und helfen euch außerdem, sanfte Übergänge von hinten nach vorn zu kreieren. Zwei hintereinander liegende Bergketten lassen sich durch einen fernen, zarten Dunstschleier in Weißgrau gut voneinander trennen und geben dem Bild Tiefe. Auch Nebel und Wolken, die scheinbar um die Berghänge tanzen, beleben euer Bild und vermitteln Atmosphäre.

Der Vordergrund
Fragt euch zunächst: Was soll den Vordergrund ausmachen – eine farbenfrohe Blumenwiese, einige Felsen im Gras, Tiere oder Hütten? Diese Elemente bilden den scharf gezeichneten Vordergrund und bilden einen stimmungsvollen Kontrast zum bergigen Hintergrund. Euer Gemälde erhält wiederum Tiefe und Lebendigkeit. Beschränkt euch aber auf eine Sache, denn weniger ist mehr.

Ölmalerei – die traditionelle Malerei

Der amerikanische Maler Casey Baugh, der als Shootingstar der Szene gilt und dessen Ölportraits mittlerweile für fünfstellige Beträge verkauft werden, sagte einmal in einem Interview, bei der Malerei ginge es nicht um technische Perfektion, und es ginge auch nicht darum, ein Foto haarklein zu reproduzieren, vielmehr sei es die Aufgabe eines Malers, den Betrachter eines Gemäldes zum Denken anzuregen, er solle ein Bild angucken und dabei etwas fühlen, was das Leben verändern würde – dies und nichts anderes sei Sinn und Zweck der Malerei.

Die Faszination des Öls
Bereits seit dem 13. Jahrhundert gilt die Ölmalerei für viele, wie auch für Klaus Euler, als Königsdisziplin, doch während man heutzutage einfach in ein Künstlerfachgeschäft gehen kann, wo man zwischen unzähligen Hersteller seine Auswahl treffen darf, mussten sich die Maler noch vor gut 200 Jahren ihre Farben selber anmischen. Sie verwendeten dazu die unterschiedlichsten Pigmente, die in teils mühevoller Arbeit aus der Natur gewonnen und sorgsam mit dem damals teuren Bindemittel Öl vermengt wurden. Die Vorteile von Ölfarben gegenüber Acrylfarbe sind vielfältig, denn neben einer längeren Trocknungszeit, die natürlichere Farbverläufe ermöglicht, behält die getrocknete Ölfarbe eine gewisse Struktur, was dem Gemälde mehr Spannung verleiht, und zudem besitzen Ölfarben einen höheren, natürlicheren Glanz als Acrylfarben. Wo Vorteile sind, finden sich natürlich auch Nachteile, denn aufgrund der längeren Trocknungszeit muss der Maler möglicherweise mehrere Tage oder gar Wochen warten, bis er eine neue Farbschicht auf das Gemälde auftragen kann, und zudem muss bei der Verarbeitung der Ölfarben darauf geachtet werden, dass die oberen Farbschichten einen geringeren Ölanteil haben als die unteren, um Rissbildungen zu vermeiden. Des Weiteren ist es nötig, bei der traditionellen Ölmalerei die Pinsel nach dem Gebrauch mit Terpentin zu reinigen, da die Farbereste sich ansonsten nicht aus den Borsten lösen lassen – für viele Menschen stellt dies ein Problem dar, da das Lösungsmittel einen unangenehmen Geruch besitzt, der oftmals zu Kopfschmerzen führt.

Was braucht man für den Anfang?
Wer mit der Ölmalerei beginnen will, benötigt keine breite Palette unterschiedlicher Farben, vielmehr reichen die Grundfarben vollkommen aus, die um Schwarz und um Weiß ergänzt werden müssen. Neben den Ölfarben wird ein Malmittel wie beispielsweise Terpentin benötigt, damit die Farben bei Bedarf verdünnt und die Pinsel nach Gebrauch gereinigt werden können. Wem der Geruch von Terpentin Probleme bereitet, der kann versuchen, ob geruchsneutrales Terpentin möglicherweise als Alternative genutzt werden kann – des Weiteren lassen sich im Handel mittlerweile Ölfarben finden, welche wasserlöslich sind, weswegen die Pinsel nach dem Malen einfach mit Wasser ausgewaschen werden können. Nachteil dieser speziellen Ölfarben ist, dass sie nach dem Trocknen nicht ganz die Wirkung traditioneller Ölfarben besitzen, weswegen sie nur selten genutzt werden. Um die Farben auftragen zu können, bieten sich bei der Ölmalerei Borstenpinsel an, da mit ihnen die pastosen Farben ideal verteilt werden können. Breitere Pinsel werden genutzt, um große Flächen zu gestalten, während dünne Pinsel für die Detailarbeiten verwendet werden. Als Malunterlage sollten Anfänger auf grundierte Leinwände zurückgreifen, die in unterschiedlichen Größen und Qualitäten im Fachgeschäft erhältlich sind, jedoch kann für den Anfang auch Pappe oder dickes Papier zum Probieren verwendet werden.

Do-It-Yourself-Malerei für Zuhause – Wände selber gestalten

Mit meinen 38 Jahren habe ich schon einige Erfahrungen als Malermeister machen können und möchte nun mein Wissen an möglichst viele von euch weitergeben. Ich selber habe von diy noch nicht viel gehört, bin jedoch sehr angetan von dem Thema. Denn ob nur neue Farbe oder der Einsatz einer alten Waldmaltechnik: Beim Gestalten der Wände sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Schon allein ein Anstrich in einer anderen Farbe kann einen Raum vollkommen verändern und eine völlig neue Stimmung schaffen. Je nach Farbton, Farbverlauf oder Technik, mit der die Wände bearbeitet werden, kann das Zimmer anschließend sogar größer, höher oder heller wirken.

Lasieren schafft Gemütlichkeit

Um bei der Wandgestaltung interessante Effekte zu erzielen, gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Eine beliebte Technik ist beispielsweise das Lasieren. Dabei werden die Farben absichtlich so bearbeitet, dass es aussieht, als wäre die Wand bereits Jahrhunderte alt und der Anstrich dementsprechend verblasst. Durch unterschiedliche Schattierungen kann vor allem bei warmen Farben ein gemütliches mediterranes Flair entstehen.

Um Wände zu lasieren, sollten sie zunächst mit einer weißen Wandfarbe grundiert werden. Wenn diese Farbe getrocknet ist, wird Acrylfarbe im gewünschten Farbton mit wasserlöslicher farbloser Lasur gemischt und gut umgerührt. Je nach Effekt, der erreicht werden soll, kann die Mischung nun mit einem Pinsel oder mit Naturschwämmen aufgetragen werden.

Da die Farbmischung sehr dünnflüssig ist, sollte am unteren Rand der Wand begonnen werden, damit die Farbe nicht herunterlaufen und unschöne Spuren hinterlassen kann. Der Pinsel oder der Schwamm darf dabei außerdem nicht zu nass sein. Dennoch sollte die Farbe absichtlich unregelmäßig aufgetragen werden, sogar Streifen sorgen hier für einen tollen Effekt.
Während der Arbeit solltet ihr ab und zu ein paar Schritte zurücktreten und überprüfen, ob die Wand bereits so aussieht, wie gewünscht. Falls es nötig ist, kann nun noch mal korrigiert und der Anstrich verändert werden.

Marmorieren wertet den ganzen Raum auf

Eine andere Technik, die die Wände edel und hochwertig aussehen lässt, ist das Marmorieren. Dabei schimmern die Wandfarben, als wären sie Kalkablagerungen im Marmor, wodurch der gesamten Raum besonders wertvoll wirkt.

Auch hier ist der erste Schritt, eine weiße Farbe aufzutragen und diese gut trocknen zu lassen. Danach wird die erste der drei vorab ausgewählten Farben mithilfe eines Schwamms leicht aufgetupft. Um schöne Schattierungen zu erzielen, sollten dabei immer wieder Stellen freigelassen werden.
Anschließend wiederholt ihr diesen Schritt mit der zweiten Farbe. Die Farbtupfer dürfen sich dabei ruhig überlappen, einige Stellen sollten jedoch frei bleiben.

Als Letztes malt ihr die Adern auf. Dafür reißt ihr ein Stück Backpapier ab, legt es an die Wand und betupft den Rand mit einem in Farbe getauchten Schwamm. Dieser Schritt rundet die Marmoriertechnik ab und vervollständigt den herrlich plastischen Effekt.

Maltechniken: Expressionismus vs. Impressionismus

Wenn es um Maltechniken geht, kann der Laie die Kunstrichtungen Expressionismus und Impressionismus nicht so leicht auseinanderhalten. Deshalb stelle ich, Klaus Euler, hier die zwei Kunstrichtungen und ihre wesentlichen Merkmale in kürze vor. Beide sind Stilrichtungen der modernen Malerei, haben ihren Ursprung Ende des 19./Anfang des 20. Jh. Aus beiden Epochen gibt es viele berühmte Bilder. Wie kann der Laie die beiden Richtungen unterscheiden?

Impressionismus

Die Stilrichtung „Impressionismus“ kam ca. 1872 auf durch ein Bild des Malers Claude Monet mit dem Namen „Impression, soleil levant“. Kunstkritiker gebrauchten zu dieser Zeit erstmals den Begriff „Impressionismus“, obwohl Maler schon seit Jahrzehnte impressionistische Bilder malten. Aber erst Monets Bild prägte den Begriff Impressionismus, wenn auch zuerst negativ, weil sich die Malerei bis dahin durch Detailtreue auszeichnete. Später wurde der Impressionismus wichtiger Wegbereiter für die moderne Malerei.

Eines der wichtigsten Merkmale ist das künstlerische Anliegen, Impressionen (optische Eindrücke) so naturgetreu wie möglich darzustellen. Die Maler gingen hinaus ins Freie und bildeten das ab, was sie sahen. Dabei kam es ihnen aber nicht darauf an, die Motive detailgetreu abzubilden, sondern es zählte mehr die Gesamtszenerie, das Spiel mit Farbe und Licht, leicht verwischt dargestellt mit kurzen Pinselstrichen. Die impressionistischen Maler bevorzugten das Malen in der freien Natur und wählten deshalb auch eher landschaftliche Motive oder Straßenszenen, meistens mit Menschen. Mit ihrer Malerei fingen sie Eindrücke aus der Natur unmittelbar in ihren Bildern ein. Neben Monet gehören Paul Gauguin und Camille Pissarro zu den bedeutendsten Impressionisten. Auch van Gogh wird oft zu den impressionistischen Malern gezählt, aber seine Bilder können wegen der Gefühlsintensität eher als Wegbereiter für den Expressionismus angesehen werden.

Expressionismus

Der Expressionismus hatte seine Blütezeit Anfang des 20. Jh., etwa in der Zeit von 1905 bis 1925. Besonders deutsche Maler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, August Macke und Franz Marc haben diese Stilrichtung stark geprägt, aber auch Henri Matisse und Edvard Munch. Eines der bekanntesten expressionistischen Bilder ist das Blaue Pferd von Franz Marc. Es zeigt die typischen Merkmale der Stilrichtung, das Spielen mit der Symbolik und die freie Gestaltung von Farben, Formen und Perspektiven. Die originalgetreue Abbildung ist dabei weniger wichtig als der intensive Ausdruck der Gefühle. Die Motive des Expressionismus sind eher abstrakt, die Wirkung entsteht durch die Symbolik und die Farbintensität, die noch dadurch verstärkt wird, dass die Farben meistens unverdünnt und ungemischt aufgetragen wurden. Die expressionistischen Maler machten sich völlig frei von den Gesetzen der Malerei und konzentrieren sich auf die Ausdruckskraft der Gefühle.

Von der Idee zur Skizze bis zum Gemälde – ein Ablaufplan

Malen ist nicht nur für Klaus Euler eine der schönsten Formen, Ideen anschaulich auszudrücken, sondern auch für viele Kreative und Künstler. Dabei hilft es oft, trotz Schaffensdrang den Weg zum Gemälde in groben Zügen zu planen. Im Folgenden hab ich einen kleinen Ablaufsplan skizziert, der dabei helfen kann.

Vorbereitung

Gerade ist da diese Idee in eurem Kopf entstanden und nun will sie auch schon hinaus und auf Papier oder Leinwand gebannt werden. Haltet sie vor eurem geistigen Auge noch einen Moment gedanklich fest, um zu entscheiden, womit ihr sie malen wollt. Habt ihr einen geeigneten Maluntergrund und Farbmaterial gewählt, skizziert ihr zunächst eure Idee. Bedenkt dabei auch, ob und wie die Skizze später sichtbar sein wird. Sucht danach euren Skizzierstift aus. Legt zunächst das Bildformat fest und darauf dann die Größe und Position eurer Idee.

Skizze

Umreißt mögliche markante Punkte Freihand und teilt vorgesehene Bereiche ein. Zieht nach Bedarf Linien, messt gegebenenfalls Fluchtpunkte aus oder bedient euch wenn nötig auch der Hilfe von Schablonen. Ob ihr zarte feine Striche setzt oder euer Blatt unkonventionell durch Knicken in Bereiche teilt, ist ganz euch überlassen. Perspektiven, Proportionen und geometrische Körper sind meistens aufwendiger zu skizzieren. Je nach Idee und angestrebtem Ausdruck (beispielsweise abstrakt, impressionistisch oder detailgetreu) wird eure Skizze eher grob oder detailreich ausfallen. Wenn ihr meint, ihr haben alles erfasst, betrachtet sie aus der Entfernung. Prüft, ob ihr eure Idee in Grundzügen in der Skizze wiederfindet. Ist dies der Fall, habt ihr den ersten Schritt schon geschafft.

Das Malen

Nun geht es an das eigentliche Malen. Mit euren Farben verfeinert und füllt ihr die Skizze in weiteren Schritten so lange, bis eure Idee als Gemälde fertig vor euch liegt. Je nach gewähltem Material und bevorzugter Technik sind dabei die Eigenheiten der jeweiligen Malerei zu beachten.

Schritte festlegen

Es kann je nach Material beispielsweise sinnvoll sein, sich während des Malprozesses zunächst einem Objekt im Detail zu widmen und später dem Hintergrund. Einige Ideen nehmen besser Gestalt an, wenn ihr mit den hellen Farbpartien beginnt und euch durch die verschiedenen Nuancen zu den dunklen Farben vorarbeitet. Auch Trocknungsprozesse und die Möglichkeit des Ausblendens durch Verschmieren und Verwischen von Farben solltet ihr in eurer Planung zum weiteren Vorgehen bedenken. Wenn ihr perspektivisch oder räumlich malt, ergeben sich einzelne Malschritte durch das Vorhandensein von Objekten, Lichteinfall und deren Schatten.

Der letzte Schliff

Betrachtet euer Werk zwischendurch aus einiger Entfernung, um die Gesamtwirkung und die Tonwerte besser einschätzen zu können. Ihr könnt euch auch einen weiteren Betrachter hinzuholen und euch beraten. Manchmal empfiehlt es sich nach einer ausführlichen Bildbesprechung, hier oder dort noch Akzente zu setzen, bevor ihr euer Gemälde für vollendet erklären möchtet.

Die Wachablösung bei der Schach WM – was man von Magnus Carlsen lernen kann

Nach langer Zeit komme ich nun endlich dazu, einen Artikel über eines meiner weiteren Hobbys, neben der Malerei, zu schreiben. Auch wenn die Schach WM jetzt schon etwas her ist, hat der Sieg von Magnus Carlsen die Schachwelt dennoch verändert.

Die Ende November zu Ende gegangene Schach-Weltmeisterschaft in Chennai (Indien) zwischen dem norwegischen Herausforderer Magnus Carlsen (22) und dem indischen Titelverteidiger Viswanathan Anand (43) sorgte für ein weltweites Medieninteresse. Nachdem der junge Norweger in den letzten Jahren auf Turnieren rund um den Erdball von Sieg zu Sieg eilte, stand ihm nun sein bedeutendster Wettkampf bevor. Und diesen meisterte er mit Bravour: Er besiegte Anand mit 3 Gewinnpartien und blieb dazu noch ungeschlagen. Zuvor fragte sich die Schachwelt, wie Carlsen nervlich mit der für ihn neuen Situation fertig werden würde. Der Herausforderer gab eine deutliche Antwort auf den 64 Feldern.
Die Medien lieben den neuen Weltmeister und die Experten sprechen von einer Wachablösung im Schach. Hunderte Millionen Zuschauer verfolgten die spannenden Partien von Chennai live im Internet. Die Schachwelt ist sich einig: Magnus Carlsen ist ein würdiger Weltmeister und er ist gut für das Image des königlichen Spiels. Das junge Schachgenie Magnus Carlsen, das auch schon mit Modelaufnahmen an der Seite von Liv Taylor für Aufsehen sorgte, hat so gar nichts gemein mit den „verstaubten“ Meistern der Schachgeschichte. Der gut aussehende und stets lässige Carlsen zeigte der ganzen Welt: Man muss kein Nerd sein, um erfolgreiches Schach zu spielen.

Carlsen revolutioniert das Schachspiel
Magnus Carlsen bringt die Kunst des Schachspiels auf eine neue Ebene, nicht nur weil er fast jedes Turnier gewinnt, an dem er teilnimmt oder deutlich die Weltrangliste anführt. Nachdem in den letzten zwanzig Jahren ausgefeilte Eröffnungs- und Computervorbereitungen der Großmeister das Spitzenschach bestimmten, widmet sich der junge Norweger vor allem dem Endspiel. Dies ist die Phase, in der sich die Wirkungskraft der Figuren in Reinkultur entfalten kann. Der neue Weltmeister zwingt wie einst der legendäre Amerikane

r Bobby Fischer seine Gegner, die Stellungen auf den 64 Feldern bis zum Ende auszuspielen und ist nicht an den üblichen schnellen und kräftesparenden Unentschieden interessiert. Dabei kommen ihm sicherlich auch seine Jugend und Physis zugute – nach Garry Kasparov (Russland) ist er der zweitjüngste Weltmeister aller Zeiten. Magnus Carlsen liebt das Endspiel, die von so vielen Spielern vernachlässigte letzte Phase des Schachspiels, und bezeichnenderweise in dieser Phase hat er kürzlich auch den scheidenden Weltmeister Anand aus Indien bezwungen. In dieser Hinsicht hat er schon jetzt bei vielen Anhängern des königlichen Spiels für Denkanstöße und Neuorientierungen gesorgt.

Der Evangelist Lukas – Schutzpatron der Kunstmaler

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und doch gibt es bereits einen neuen Blogartikel von Klaus Euler. Dieses Mal befasse ich mich mit der Verbindung von Kunst und Kirche, denn nicht nur Seefahrer und Feuerwehrmänner haben Schutzpatrone, sondern auch Künstler.

Der Evangelist Lukas hat nicht nur das Lukas-Evangelium verfasst, sondern war gleichfalls Arzt und – so die Legende – ein begnadeter Maler. Mehr als 7000 Bildnisse der Muttergottes und des Christuskindes werden ihm zugeschrieben. Seit dem 14. Jahrhundert gilt Lukas als Schutzpatron der Malergilden, die sich daher auch als Lukas-Gilden oder Lukas-Bruderschaften bezeichnen.

Lukas als Maler: Historische Überlieferungen
Der Mythos, dass Lukas Maria und Christus gemalt hat, kam im 6. Jahrhundert auf. Was den Tatsachen entspricht, weiß man nicht. So ist nicht eindeutig nachweisbar, dass Lukas zum engsten Kreis der Apostel gehörte. Doch wenn die Vermutung stimmt, konnte er den Lebensweg Christi begleiten und aus nächster Nähe dokumentieren.
Die ältesten Schriftquellen, die Lukas als Maler hervorheben, sind aus dem 8. Jahrhundert aus Byzanz überliefert. Im westeuropäischen Raum setzte sich die Legende erst im Mittelalter durch. Um 1180 berichtete Nicolaus Maniacoria von Lukas’ Malerei, im 13. Jahrhundert fügte der Chronist Jacobus de Voragine die Malerlegende in die Biografie des Evangelisten ein. Seit damals haben sich Szenen, die Lukas beim Zeichnen oder Malen der Gottesmutter und des Christuskindes zeigen, zu Standardmotiven der Kunstgeschichte entwickelt. Maler verliehen ihrer Verehrung Ausdruck, wiesen damit selbstbewusst auf ihren Berufsstand hin und setzten immer auch ihre gesellschaftliche Identität in Szene.

Lukas als Patron der Maler: Kunsthistorische Zeugnisse
Die Liste der Künstler, die Lukas an der Staffelei abbildeten, ist lang. Rogier van der Weyden stellte 1440 das wohl berühmteste Werk mit dem Titel „Der Heilige Lukas porträtiert die Madonna“ fertig. Hier sind nicht allein Lukas und sein Motiv, sondern gleichfalls Maria und Christus zu sehen. Sie symbolisieren die Religion, erweitern also den durch Lukas gegebenen allegorischen Hinweis auf die Malerei. Auch auf den Renaissance-Gemälden von Colijn de Coter (um 1490/93), Jan Gossaert (um 1520) und Bartholomäus Spranger (1582) oder auf den barocken Bildnissen Luca Giordanos (um 1650/55) und Pierre Mignards (1695) kommen sowohl Lukas als auch die beiden wichtigsten Figuren des Christentums zur Geltung.
Dagegen stellte Andrea Mantegna zu Beginn des 16. Jahrhunderts in seinen Fresken in der Basilika Sant’ Andrea in Mantua allein den malenden Evangelisten dar. Schon bei Mantegna rückt Lukas’ Bedeutung für die Malerzunft ins Zentrum, und im 19. Jahrhundert hoben Friedrich Overbeck und Franz Pforr mit der Gründung ihres „Lukasbundes“ Vergleichbares hervor. Ihre 1809 ins Leben gerufene Gruppe ist auch unter dem Namen „Nazarener“ bekannt: Mit dem Mittelalter und der Renaissance idealisierten die beteiligten Künstler die Blütezeit der Lukas-Verehrung.

Malen mit weihnachtlichen Motiven

Wer wie Klaus Euler das kurzweilige und kreative Hobby Malen ausübt, sucht ständig nach neuen und passenden Motiven. Im Winter sind es die speziellen Ideen für die kalte Jahreszeit, die besonders weihnachtlich sein sollten. Mit ein wenig Fantasie fällt dem Künstler immer mehr zu diesem Thema ein. Oft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die ein lohnenswertes Motiv darstellen. Ich habe euch heute im Stile von Klaus Euler ein paar Ideen für schöne Weihnachtsbilder zusammengefasst.

Ideen für ein schönes Bild

Schon ein einziges erleuchtetes Fenster, eine entzündete Kerze, ein hübscher Tannenzweig oder ein neckischer Schneemann können mit dem perfekten Einsatz von Licht und Schatten zu einem Kunstwerk gestaltet werden. Ebenso gerne werden als Themen für die Weihnachtszeit verwendet:

Der goldene Engel
Ein Engel mit prächtigen weißen Federn als Flügel und einem Heiligenschein auf dem Kopf sowie mit einer Laute, wobei einige Noten aus dem Mund den Gesang andeuten.

Bezaubernde Schneelandschaft
Im Vordergrund eine weiß verschneite Wiese, im Hintergrund der Wald mit schneebedeckten Tannenbäumen.

Traditioneller Tannenbaum
Ein prachtvoll geschmückter Weihnachtsbaum mit glänzenden Kugeln und strahlenden Lichtern.

Dekorative Baumkugeln
Zwei glänzende Christbaumkugeln, in denen sich Lichter spiegeln, wobei der Spiegel auch andere Dinge zeigen kann, wie zum Beispiel einen kleinen Engel oder ein Rentier im Schnee.

Festliche Glocken
Läutende Kirchenglocken im Kirchturm. Einige Noten deuten den Glockenklang an.

Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann ist immer ein nettes weihnachtliches Motiv. Je dicker, desto besser und traditionell mit einem roten Kapuzenmantel, der mit weißem Fell abgesetzt ist, dabei huckepack mit einem Sack voller Geschenke.

Rentier-Schlitten
Der Schlitten wird von Rentieren aus den Wolken auf die weihnachtliche Erde gezogen. Gerne können der Weihnachtsmann und die Geschenke sich darauf befinden.

Krippe im Stall
Ein offener Stall im Dunkeln mit den einfach gekleideten Maria und Josef sowie dem Kind in der Krippe sind schon ausreichend. Es darf aber noch der leuchtende Stern über den Stall gesetzt werden, und Schäfer mit seinen Tieren sowie ein Esel können ebenso hinzukommen. Auch können schon die Heiligen drei Könige mit ihren Gaben vor den Stall platziert werden.

Ein Weihnachtsmarkt
Auch er ist ein beliebtes Motiv mit zahlreichen interessanten Details, wobei gerne der nostalgische Marktstand mit traditioneller Kerzenbeleuchtung und mit alten Gewändern der Marktleute gewählt wird.

Landschaftsfotografie

Das Ablichten von Landschaften ist für Klaus Euler der Bereich der Fotografie, in dem Ihr Eure fotografischen Kenntnisse besonders gut erweitern könnt. Hier könnt Ihr experimentieren, verwerfen und immer nach neuen Motiven suchen. Ihr lernt die Besonderheiten Eurer Kamera kennen und seid unabhängig vom menschlichen Motiv. Gerade jetzt wenn die letzten Blätter fallen, lassen sich besonders schöne Momente einfangen!

Die Technik

Wenn Ihr Landschaften fotografiert, genügt für alltägliche Aufnahmen bereits Eure einfache Digicam. Einschränkungen bestehen erst, wenn Ihr für weit entfernte Objekte den Kamerazoom benutzen müsst. Diese Bilder werden meist unscharf. Bei hohen Bäumen etc. fehlt Euch ein Weitwinkelobjektiv und die Größenverhältnisse wirken etwas verzerrt.
Legt Ihr jedoch später zwei Bilder mit dem gleichen Motiv nebeneinander, die mit einer Digicam bzw. einer digitalen Spiegelreflexkamera aufgenommen wurden, werdet Ihr den qualitativen Unterschied in der Tiefenschärfe etc. erkennen. Die Technik ist deshalb lediglich eine Frage des qualitativen Anspruchs und der finanziellen Möglichkeiten.

Arbeitet nie gegen das Sonnenlicht

Die wichtigste Grundregel der Landschaftsfotografie besteht darin, nie gegen die Sonne zu fotografieren. Diese Bilder sind immer grell, überbelichtet und wirken oft dunstig. Die Entscheidung zu einer gelungenen Aufnahme führt sogar soweit, dass Ihr dieses Motiv zu einer anderen Tageszeit nochmals aufsuchen müsst, wenn Ihr das Sonnenlicht im Rücken habt. Entscheidet Ihr Euch für Licht von der Seite, werden Eure Fotos von störenden Schatten und schwarze Flecken beeinträchtigt.

Motiv und innere Stimmung

Ihr steht auf einer Bergkuppe und Euer Blick wandert im Flirren der Sommerhitze über den ausgedehnten Talkessel mit seinem dichten Baumbestand. Grillen zirpen zu Euren Füßen und der Duft des blühenden Oleanders steigt in Eurer Nase auf – ein Bild für die Ewigkeit!
Übrig von diesem atemberaubenden Flair bleibt auf dem Foto eine langweilig wirkende, grüne Fläche. Ihr habt Euch von Eurer Stimmung verleiten lassen. Eure Kamera indessen kann nur das Objekt erkennen. Findet bei Eurer Motivsuche wenigstens den knorrigen Baum mit seiner kahlen Krone, der das Bild belebt.

Inszeniert Eure Landschaft

Der hohe Baum mit seiner gewaltig ausladenden Krone ist ein Foto wert! Ihr richtet Eure Kamera so ein, dass er mittig auf dem Foto erscheint. Später ist er auf Eurem Foto lediglich ein Baum. Setzt ihn in Szene. Zeigt, dass er z. B. auf einer blühenden Sommerwiese steht, und schafft damit Atmosphäre. Teilt Euer Kameradisplay gedanklich in drei nebeneinander angeordnete Sektoren ein. Achtet darauf, dass Euer Hauptmotiv niemals, platt und dominierend, im mittleren Sektor auf dem Bild steht.

Viele Fotos helfen beim Lernen

Die digitale Fotografie ermöglicht viele Fotos, bis der Chip gefüllt ist. Nutzt diesen Vorteil zum Lernen und Üben. Vergleicht anschließend Eure Fotos und lernt daraus. Dann ist die Landschaftsfotografie eine Fotoschule mit Wohlfühleffekt.

Dadaismus – die Anti-Kunst-Bewegung

Was ist Dada? Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn Dada ist nicht, wie der Impressionismus, der Expressionismus oder dergleichen ein Stil, in dem Künstler und Künstlerinnen arbeiten. Dada ist mehr eine Art von Lebenseinstellung, die auf die Kunst übergriff und sich zum Ziel setzte, alle Arten der Kunst ad absurdum zu führen.

Synthese von Musik, Theater, Literatur und Bildender Kunst

Normalerweise lassen sich die Künste halbwegs klar separieren: Musik ist für die Ohren, Malerei und Skulptur für das Auge, Theater für Auge und Ohr zusammen, Literatur für das Gemüt. Was ist Dada? Dada ist alles. Die Künstler des Dada inszenierten in den 1910er Jahren Events und Happenings, die allesamt ein Gesamtkunstwerk waren. Räume wurden mithilfe von Licht, Farbe, Möbelstücken und Requisiten hergerichtet, Literatur wurde rezitiert, Kunstwerke wurden präsentiert. Alles war Performance, alles stand unter dem Gedanken von Dada. Auch die Musik, die die Inszenierung untermalte. Die Grenzen zwischen den einzelnen Kunstformen verschwammen, und der Grundstein des heutigen Kunst-Events war gelegt.

Warum?

Auf diese Frage antwortet Dada selbst: Warum nicht? Die Bewegung entstand in einer sehr schwierigen Zeit. Wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Errungenschaften überschlugen sich, der Fortschritt nahm ein nie gekanntes Tempo und Ausmaß an. Und plötzlich stand der Mensch im Mittelpunkt: Er war das Objekt medizinischer Untersuchungen, psychologischer Erkenntnisse, anthropologischer Vermessungen und kultureller Forschung. Die Künstler und Künstlerinnen des Dada waren weltoffen, sie reisten, bildeten sich beständig fort, waren politisch aktiv und in den klassischen Wissenschaften bewandert. Sie verfolgten das Tagesgeschehen. Und inmitten dieses immensen Fortschritts und Wissens fand ihr Kunstschaffen statt, das all die Einflüsse aufnahm und verarbeitete. So, wie andere Kunstrichtungen immer im Rahmen des Zeitgeschehens gesehen werden müssen, ist auch Dada Ausdruck einer Epoche. Allerdings war dies eine recht schnelllebige Epoche, denn der Weltkrieg war bei Aufflammen der Bewegung 1916 voll im Gang, der zweite folgte bald. Dazwischen wurde die Bewegung von Zürich aus nach Berlin, Paris, New York, Hannover und Köln getragen. Sie sollte die Antithese zur Kunst sein, sollte Kunst absurd erscheinen lassen in einer Welt, in der Menschen nicht mehr die Kunst zum Staunen brauchten, die dank der Wissenschaft alle Notwendigkeit von Glauben und individuellem Können verloren hatte.

Diesen Sommer tragen die Elefanten Hüte

… mit diesem Satz machten die Künstler in Paris die Absurdität des Kunstbetriebs offensichtlich. Dada wurde selbst zur Kunstrichtung und lebt bis heute fort. Denn obwohl Dada offiziell für tot erklärt wurde, lassen sich Spuren davon noch in der zeitgenössischen Kunst finden, sind in allen Formen künstlerischen Schaffens zwischen 1916 und heute vorhanden. Denn Dada befreite die Kunst von ihrem Anspruch auf Ernsthaftigkeit.