Kunst als Ware – das Geschäft von Auktionshäusern

Wenn Kunstwerke geschaffen werden, geschieht das meist für einen Auftraggeber. Wer also ein Bild malt oder eine Skulptur herstellt, muss immer auch im Blick haben, wer dieses Werk später kaufen wird. Kunst war, auch für Klaus Euler, immer schon ein Prestigeobjekt, mit dem man einerseits zeigen wollte, dass man dem Geschmack der jeweiligen Epoche folgt, aber auch, dass man sich große Kunst leisten kann. Heute ist das nicht anders. Große Auktionshäuser wie etwa Christie´s und Sotheby´s verkaufen Kunstwerke, die zum Teil mehrere Millionen einbringen.

Ablauf einer Kunstauktion

Während sich in früheren Zeiten potentielle Käufer immer persönlich am Auktionsort einfinden mussten, ermöglicht heute die moderne Technologie, dass auch per Telefon oder Internet mitgeboten werden kann. Dies führt dazu, das ein größerer Kreis von Bietern an der Auktion teilnehmen kann.
Vor der Auktion werden die Kunstwerke vom Verkäufer an das Auktionshaus gegeben. Sie können aus einem Nachlass oder einer privaten Kunstsammlung stammen. Die Werke werden anschließend von Fachleuten gesichtet und auf ihren Zustand hin überprüft. So kann ein erster Schätzpreis für das Werk festgelegt werden. Jedes Kunstwerk bekommt daraufhin ein Los, besonders wertvollen Stücken wird noch eine Expertise beigelegt. Dann wird das jeweilige Kunstwerk den potentiellen Käufern präsentiert. Der Auktionator setzt einen bestimmten Preis fest, der nun von allen Bietern überboten werden kann. Wer das höchste Gebot abgibt, bekommt den Zuschlag und schließt einen Kaufvertrag über das ersteigerte Werk mit dem Auktionshaus ab.

Künstlerischer Wert und Marktwert eines Kunstwerkes

Wer sich wie Klaus Euler näher mit dem Thema Kunst als Ware beschäftigt, dem fällt auf, dass der Marktwert und der künstlerische Wert von Kunst oft weit auseinandergehen. Ob ein Bild viel oder wenig wert ist, hängt also nicht zwangsläufig von der künsterlischen Qualität oder der inhaltlichen Aussage ab. Da heute auf Kunst auch spekuliert wird, ist es schwer herauszufinden, aus welchem Grund ein Bild nun genau diesen Marktwert besitzt. In den meisten Fällen sind es Museen, Galerien oder private Sammler, die in etwa vorgeben, was Kunst ist und was nicht. Wenn Bild oder eine Skulptur in einem Museum oder einer Galerie ausgestellt ist, kann es also einen hohen Preis erzielen. Der künstlerische Wert eines Bildes kann aber auch höher oder niedriger eingeschätzt werden als dessen Marktwert, da dieser Wert immer im Auge des Betrachters liegt und keinen wirtschaftlichen Interessen unterworfen ist. Kunst ist also eine andere Art von Ware wie etwa Getreide, da es neben dem Marktwert auch einen vom Preis unabhängigen ideellen und kulturellen Wert besitzt.

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Do-It-Yourself-Malerei für Zuhause – Wände selber gestalten

Mit meinen 38 Jahren habe ich schon einige Erfahrungen als Malermeister machen können und möchte nun mein Wissen an möglichst viele von euch weitergeben. Ich selber habe von diy noch nicht viel gehört, bin jedoch sehr angetan von dem Thema. Denn ob nur neue Farbe oder der Einsatz einer alten Waldmaltechnik: Beim Gestalten der Wände sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Schon allein ein Anstrich in einer anderen Farbe kann einen Raum vollkommen verändern und eine völlig neue Stimmung schaffen. Je nach Farbton, Farbverlauf oder Technik, mit der die Wände bearbeitet werden, kann das Zimmer anschließend sogar größer, höher oder heller wirken.

Lasieren schafft Gemütlichkeit

Um bei der Wandgestaltung interessante Effekte zu erzielen, gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Eine beliebte Technik ist beispielsweise das Lasieren. Dabei werden die Farben absichtlich so bearbeitet, dass es aussieht, als wäre die Wand bereits Jahrhunderte alt und der Anstrich dementsprechend verblasst. Durch unterschiedliche Schattierungen kann vor allem bei warmen Farben ein gemütliches mediterranes Flair entstehen.

Um Wände zu lasieren, sollten sie zunächst mit einer weißen Wandfarbe grundiert werden. Wenn diese Farbe getrocknet ist, wird Acrylfarbe im gewünschten Farbton mit wasserlöslicher farbloser Lasur gemischt und gut umgerührt. Je nach Effekt, der erreicht werden soll, kann die Mischung nun mit einem Pinsel oder mit Naturschwämmen aufgetragen werden.

Da die Farbmischung sehr dünnflüssig ist, sollte am unteren Rand der Wand begonnen werden, damit die Farbe nicht herunterlaufen und unschöne Spuren hinterlassen kann. Der Pinsel oder der Schwamm darf dabei außerdem nicht zu nass sein. Dennoch sollte die Farbe absichtlich unregelmäßig aufgetragen werden, sogar Streifen sorgen hier für einen tollen Effekt.
Während der Arbeit solltet ihr ab und zu ein paar Schritte zurücktreten und überprüfen, ob die Wand bereits so aussieht, wie gewünscht. Falls es nötig ist, kann nun noch mal korrigiert und der Anstrich verändert werden.

Marmorieren wertet den ganzen Raum auf

Eine andere Technik, die die Wände edel und hochwertig aussehen lässt, ist das Marmorieren. Dabei schimmern die Wandfarben, als wären sie Kalkablagerungen im Marmor, wodurch der gesamten Raum besonders wertvoll wirkt.

Auch hier ist der erste Schritt, eine weiße Farbe aufzutragen und diese gut trocknen zu lassen. Danach wird die erste der drei vorab ausgewählten Farben mithilfe eines Schwamms leicht aufgetupft. Um schöne Schattierungen zu erzielen, sollten dabei immer wieder Stellen freigelassen werden.
Anschließend wiederholt ihr diesen Schritt mit der zweiten Farbe. Die Farbtupfer dürfen sich dabei ruhig überlappen, einige Stellen sollten jedoch frei bleiben.

Als Letztes malt ihr die Adern auf. Dafür reißt ihr ein Stück Backpapier ab, legt es an die Wand und betupft den Rand mit einem in Farbe getauchten Schwamm. Dieser Schritt rundet die Marmoriertechnik ab und vervollständigt den herrlich plastischen Effekt.

Maltechniken: Expressionismus vs. Impressionismus

Wenn es um Maltechniken geht, kann der Laie die Kunstrichtungen Expressionismus und Impressionismus nicht so leicht auseinanderhalten. Deshalb stelle ich, Klaus Euler, hier die zwei Kunstrichtungen und ihre wesentlichen Merkmale in kürze vor. Beide sind Stilrichtungen der modernen Malerei, haben ihren Ursprung Ende des 19./Anfang des 20. Jh. Aus beiden Epochen gibt es viele berühmte Bilder. Wie kann der Laie die beiden Richtungen unterscheiden?

Impressionismus

Die Stilrichtung „Impressionismus“ kam ca. 1872 auf durch ein Bild des Malers Claude Monet mit dem Namen „Impression, soleil levant“. Kunstkritiker gebrauchten zu dieser Zeit erstmals den Begriff „Impressionismus“, obwohl Maler schon seit Jahrzehnte impressionistische Bilder malten. Aber erst Monets Bild prägte den Begriff Impressionismus, wenn auch zuerst negativ, weil sich die Malerei bis dahin durch Detailtreue auszeichnete. Später wurde der Impressionismus wichtiger Wegbereiter für die moderne Malerei.

Eines der wichtigsten Merkmale ist das künstlerische Anliegen, Impressionen (optische Eindrücke) so naturgetreu wie möglich darzustellen. Die Maler gingen hinaus ins Freie und bildeten das ab, was sie sahen. Dabei kam es ihnen aber nicht darauf an, die Motive detailgetreu abzubilden, sondern es zählte mehr die Gesamtszenerie, das Spiel mit Farbe und Licht, leicht verwischt dargestellt mit kurzen Pinselstrichen. Die impressionistischen Maler bevorzugten das Malen in der freien Natur und wählten deshalb auch eher landschaftliche Motive oder Straßenszenen, meistens mit Menschen. Mit ihrer Malerei fingen sie Eindrücke aus der Natur unmittelbar in ihren Bildern ein. Neben Monet gehören Paul Gauguin und Camille Pissarro zu den bedeutendsten Impressionisten. Auch van Gogh wird oft zu den impressionistischen Malern gezählt, aber seine Bilder können wegen der Gefühlsintensität eher als Wegbereiter für den Expressionismus angesehen werden.

Expressionismus

Der Expressionismus hatte seine Blütezeit Anfang des 20. Jh., etwa in der Zeit von 1905 bis 1925. Besonders deutsche Maler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, August Macke und Franz Marc haben diese Stilrichtung stark geprägt, aber auch Henri Matisse und Edvard Munch. Eines der bekanntesten expressionistischen Bilder ist das Blaue Pferd von Franz Marc. Es zeigt die typischen Merkmale der Stilrichtung, das Spielen mit der Symbolik und die freie Gestaltung von Farben, Formen und Perspektiven. Die originalgetreue Abbildung ist dabei weniger wichtig als der intensive Ausdruck der Gefühle. Die Motive des Expressionismus sind eher abstrakt, die Wirkung entsteht durch die Symbolik und die Farbintensität, die noch dadurch verstärkt wird, dass die Farben meistens unverdünnt und ungemischt aufgetragen wurden. Die expressionistischen Maler machten sich völlig frei von den Gesetzen der Malerei und konzentrieren sich auf die Ausdruckskraft der Gefühle.

Viele Millionen für Portraits – verspäteter Geldsegen für Picasso und Co

Sie hängen in den berühmtesten Museen von Paris, Rom, Madrid oder Wien. Bei Auktionen in London oder New York brechen sie regelmäßig Verkaufsrekorde und Sammler in Moskau und Tokio sind bereit Millionen von Dollar für sie zu bezahlen. Die Rede ist von den Gemälden von Rubens, Rembrandt, Monet, Picasso oder Klimt. Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass nicht alle Werke weltbekannter Künstler schon ihren Besitzer gefunden haben. Doch in fast regelmäßigen Abständen werden wertvolle Kunstwerke am Speicher, im Keller oder in Lagerhallen entdeckt. Die Ursache für deren lange Verschollenheit ist vielfältig. Viele Bilder wurden im Lauf der Zeit ihren rechtmäßigen Besitzern gestohlen. Einer der spektakulärsten Fälle ereignete sich im Herbst 2013 als in München über 1000 Meisterwerke in einer Wohnung gefunden wurden. Bis die Rechtslage in diesem Fall geklärt ist, wird einige Zeit vergehen und die jeweiligen Eigentümer müssen auf einen erhofften Geldsegen wohl noch länger warten.

Trotz der oft schwierig feststellbaren Eigentumsverhältnisse erweist sich der unerhoffte Fund von Picasso und Co für viele als echter Glücksfall. Neben versteckten Diebesgut und vergessenen Exemplaren kann es noch einen Grund dafür geben, dass man seinen alten Meister noch nicht zu Geld gemacht hat. Es hat bis dato einfach noch niemand festgestellt, welcher Schöpfer für das Stillleben, für die Landschaftsszene oder das Porträt verantwortlich ist. Dies kann besonders bei den flämischen Malern der Fall sein. Bruegel und seine Kollegen arbeiteten nämlich oft mit zahlreichen anderen Künstler zusammen, deren Art zu malen sich sehr ähnlich war. Daher sind sich auch Experten oft nicht einig, welchen Wert ein Gemälde tatsächlich hat. Berühmtestes Beispiel wie sich die Kunstwelt irren kann, ist der „Mann mit dem Goldhelm“. Lange wurde das Bild Rembrandt zugeschrieben. Heute geht man davon aus, dass jemand anderer den Pinsel geschwungen hat.

Für den Privaten ist natürlich ein anderer Fall interessanter. Das von der Oma vererbte Ölgemälde oder die vom Onkel geschenkte Radierung ist nicht von einem unbekannten Künstler, sondern von einem der ganz Großen erschaffen worden. Dann kommt es oft zu einem unverhofften Millionensegen. 2013 entdeckte etwa ein Familienvater in Österreich auf seinem Dachboden eine Mappe mit bisher unbekannten Schiele Gemälden. Bei einem Verkauf werden die Bilder wohl ein kleines Vermögen einbringen.

Von der Idee zur Skizze bis zum Gemälde – ein Ablaufplan

Malen ist nicht nur für Klaus Euler eine der schönsten Formen, Ideen anschaulich auszudrücken, sondern auch für viele Kreative und Künstler. Dabei hilft es oft, trotz Schaffensdrang den Weg zum Gemälde in groben Zügen zu planen. Im Folgenden hab ich einen kleinen Ablaufsplan skizziert, der dabei helfen kann.

Vorbereitung

Gerade ist da diese Idee in eurem Kopf entstanden und nun will sie auch schon hinaus und auf Papier oder Leinwand gebannt werden. Haltet sie vor eurem geistigen Auge noch einen Moment gedanklich fest, um zu entscheiden, womit ihr sie malen wollt. Habt ihr einen geeigneten Maluntergrund und Farbmaterial gewählt, skizziert ihr zunächst eure Idee. Bedenkt dabei auch, ob und wie die Skizze später sichtbar sein wird. Sucht danach euren Skizzierstift aus. Legt zunächst das Bildformat fest und darauf dann die Größe und Position eurer Idee.

Skizze

Umreißt mögliche markante Punkte Freihand und teilt vorgesehene Bereiche ein. Zieht nach Bedarf Linien, messt gegebenenfalls Fluchtpunkte aus oder bedient euch wenn nötig auch der Hilfe von Schablonen. Ob ihr zarte feine Striche setzt oder euer Blatt unkonventionell durch Knicken in Bereiche teilt, ist ganz euch überlassen. Perspektiven, Proportionen und geometrische Körper sind meistens aufwendiger zu skizzieren. Je nach Idee und angestrebtem Ausdruck (beispielsweise abstrakt, impressionistisch oder detailgetreu) wird eure Skizze eher grob oder detailreich ausfallen. Wenn ihr meint, ihr haben alles erfasst, betrachtet sie aus der Entfernung. Prüft, ob ihr eure Idee in Grundzügen in der Skizze wiederfindet. Ist dies der Fall, habt ihr den ersten Schritt schon geschafft.

Das Malen

Nun geht es an das eigentliche Malen. Mit euren Farben verfeinert und füllt ihr die Skizze in weiteren Schritten so lange, bis eure Idee als Gemälde fertig vor euch liegt. Je nach gewähltem Material und bevorzugter Technik sind dabei die Eigenheiten der jeweiligen Malerei zu beachten.

Schritte festlegen

Es kann je nach Material beispielsweise sinnvoll sein, sich während des Malprozesses zunächst einem Objekt im Detail zu widmen und später dem Hintergrund. Einige Ideen nehmen besser Gestalt an, wenn ihr mit den hellen Farbpartien beginnt und euch durch die verschiedenen Nuancen zu den dunklen Farben vorarbeitet. Auch Trocknungsprozesse und die Möglichkeit des Ausblendens durch Verschmieren und Verwischen von Farben solltet ihr in eurer Planung zum weiteren Vorgehen bedenken. Wenn ihr perspektivisch oder räumlich malt, ergeben sich einzelne Malschritte durch das Vorhandensein von Objekten, Lichteinfall und deren Schatten.

Der letzte Schliff

Betrachtet euer Werk zwischendurch aus einiger Entfernung, um die Gesamtwirkung und die Tonwerte besser einschätzen zu können. Ihr könnt euch auch einen weiteren Betrachter hinzuholen und euch beraten. Manchmal empfiehlt es sich nach einer ausführlichen Bildbesprechung, hier oder dort noch Akzente zu setzen, bevor ihr euer Gemälde für vollendet erklären möchtet.

Malen mit weihnachtlichen Motiven

Wer wie Klaus Euler das kurzweilige und kreative Hobby Malen ausübt, sucht ständig nach neuen und passenden Motiven. Im Winter sind es die speziellen Ideen für die kalte Jahreszeit, die besonders weihnachtlich sein sollten. Mit ein wenig Fantasie fällt dem Künstler immer mehr zu diesem Thema ein. Oft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die ein lohnenswertes Motiv darstellen. Ich habe euch heute im Stile von Klaus Euler ein paar Ideen für schöne Weihnachtsbilder zusammengefasst.

Ideen für ein schönes Bild

Schon ein einziges erleuchtetes Fenster, eine entzündete Kerze, ein hübscher Tannenzweig oder ein neckischer Schneemann können mit dem perfekten Einsatz von Licht und Schatten zu einem Kunstwerk gestaltet werden. Ebenso gerne werden als Themen für die Weihnachtszeit verwendet:

Der goldene Engel
Ein Engel mit prächtigen weißen Federn als Flügel und einem Heiligenschein auf dem Kopf sowie mit einer Laute, wobei einige Noten aus dem Mund den Gesang andeuten.

Bezaubernde Schneelandschaft
Im Vordergrund eine weiß verschneite Wiese, im Hintergrund der Wald mit schneebedeckten Tannenbäumen.

Traditioneller Tannenbaum
Ein prachtvoll geschmückter Weihnachtsbaum mit glänzenden Kugeln und strahlenden Lichtern.

Dekorative Baumkugeln
Zwei glänzende Christbaumkugeln, in denen sich Lichter spiegeln, wobei der Spiegel auch andere Dinge zeigen kann, wie zum Beispiel einen kleinen Engel oder ein Rentier im Schnee.

Festliche Glocken
Läutende Kirchenglocken im Kirchturm. Einige Noten deuten den Glockenklang an.

Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann ist immer ein nettes weihnachtliches Motiv. Je dicker, desto besser und traditionell mit einem roten Kapuzenmantel, der mit weißem Fell abgesetzt ist, dabei huckepack mit einem Sack voller Geschenke.

Rentier-Schlitten
Der Schlitten wird von Rentieren aus den Wolken auf die weihnachtliche Erde gezogen. Gerne können der Weihnachtsmann und die Geschenke sich darauf befinden.

Krippe im Stall
Ein offener Stall im Dunkeln mit den einfach gekleideten Maria und Josef sowie dem Kind in der Krippe sind schon ausreichend. Es darf aber noch der leuchtende Stern über den Stall gesetzt werden, und Schäfer mit seinen Tieren sowie ein Esel können ebenso hinzukommen. Auch können schon die Heiligen drei Könige mit ihren Gaben vor den Stall platziert werden.

Ein Weihnachtsmarkt
Auch er ist ein beliebtes Motiv mit zahlreichen interessanten Details, wobei gerne der nostalgische Marktstand mit traditioneller Kerzenbeleuchtung und mit alten Gewändern der Marktleute gewählt wird.

Dadaismus – die Anti-Kunst-Bewegung

Was ist Dada? Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn Dada ist nicht, wie der Impressionismus, der Expressionismus oder dergleichen ein Stil, in dem Künstler und Künstlerinnen arbeiten. Dada ist mehr eine Art von Lebenseinstellung, die auf die Kunst übergriff und sich zum Ziel setzte, alle Arten der Kunst ad absurdum zu führen.

Synthese von Musik, Theater, Literatur und Bildender Kunst

Normalerweise lassen sich die Künste halbwegs klar separieren: Musik ist für die Ohren, Malerei und Skulptur für das Auge, Theater für Auge und Ohr zusammen, Literatur für das Gemüt. Was ist Dada? Dada ist alles. Die Künstler des Dada inszenierten in den 1910er Jahren Events und Happenings, die allesamt ein Gesamtkunstwerk waren. Räume wurden mithilfe von Licht, Farbe, Möbelstücken und Requisiten hergerichtet, Literatur wurde rezitiert, Kunstwerke wurden präsentiert. Alles war Performance, alles stand unter dem Gedanken von Dada. Auch die Musik, die die Inszenierung untermalte. Die Grenzen zwischen den einzelnen Kunstformen verschwammen, und der Grundstein des heutigen Kunst-Events war gelegt.

Warum?

Auf diese Frage antwortet Dada selbst: Warum nicht? Die Bewegung entstand in einer sehr schwierigen Zeit. Wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Errungenschaften überschlugen sich, der Fortschritt nahm ein nie gekanntes Tempo und Ausmaß an. Und plötzlich stand der Mensch im Mittelpunkt: Er war das Objekt medizinischer Untersuchungen, psychologischer Erkenntnisse, anthropologischer Vermessungen und kultureller Forschung. Die Künstler und Künstlerinnen des Dada waren weltoffen, sie reisten, bildeten sich beständig fort, waren politisch aktiv und in den klassischen Wissenschaften bewandert. Sie verfolgten das Tagesgeschehen. Und inmitten dieses immensen Fortschritts und Wissens fand ihr Kunstschaffen statt, das all die Einflüsse aufnahm und verarbeitete. So, wie andere Kunstrichtungen immer im Rahmen des Zeitgeschehens gesehen werden müssen, ist auch Dada Ausdruck einer Epoche. Allerdings war dies eine recht schnelllebige Epoche, denn der Weltkrieg war bei Aufflammen der Bewegung 1916 voll im Gang, der zweite folgte bald. Dazwischen wurde die Bewegung von Zürich aus nach Berlin, Paris, New York, Hannover und Köln getragen. Sie sollte die Antithese zur Kunst sein, sollte Kunst absurd erscheinen lassen in einer Welt, in der Menschen nicht mehr die Kunst zum Staunen brauchten, die dank der Wissenschaft alle Notwendigkeit von Glauben und individuellem Können verloren hatte.

Diesen Sommer tragen die Elefanten Hüte

… mit diesem Satz machten die Künstler in Paris die Absurdität des Kunstbetriebs offensichtlich. Dada wurde selbst zur Kunstrichtung und lebt bis heute fort. Denn obwohl Dada offiziell für tot erklärt wurde, lassen sich Spuren davon noch in der zeitgenössischen Kunst finden, sind in allen Formen künstlerischen Schaffens zwischen 1916 und heute vorhanden. Denn Dada befreite die Kunst von ihrem Anspruch auf Ernsthaftigkeit.

Ideenlosigkeit – Wege zu neuer Kreativität

Das Malen als kreatives Hobby ist nicht nur für Klaus Euler sehr anregend für Seele und Geist. Ideen, Gedanken oder auch äußere Eindrücke mit Farben und verschiedenen Techniken festzuhalten ist eine besondere Gabe, die ihr pflegen solltet. Jedoch kann es auch sehr fantasievollen und kreativen Künstlern passieren, dass sie in eine Phase der Ideenlosigkeit geraten. Wenn dies auftritt: Keine Panik, denn das ist normal und trifft auch große Künstler aus allen Metiers. Und es gibt mehrere Möglichkeiten für euch Wege zu neuer Kreativität zu finden.
An erster Stelle steht, dass diese Phase durchaus einmal zum kurzen Pausieren genutzt werden sollte. Es tut eurer Fantasie und der Seele nicht gut, wenn sie ständig neue Ideen entwickeln soll. Aus diesem Innehalten heraus entsteht dann der nächste Schritt: bewusst die Umwelt wahrnehmen. Ein Landschaftsmaler geht einfach in die Natur und lässt sie auf sich wirken, gegebenenfalls in Landschaftsformen, die bislang nicht zum Repertoire gehörten. So kann zum Beispiel ein Maler, der bisher hauptsächlich Gärten und Parks malte, einmal ans Meer oder in die Berge fahren und diese Landschaften bezüglich ihrer „Tauglichkeit“ für Motive betrachten.
Andersherum kann jemand, der bislang eher großformatige Landschaftspanoramen malte, sich nun an Detailansichten versuchen: einzelne Pflanzen oder Steine einer Gartenmauer, die mit Pflanzen berankt sind.
Diese Tipps zum Wechsel der Perspektive und der Ansichten gilt entsprechend für Künstler, die beispielsweise menschliche Portraits, Stillleben mit Obst und Blumen oder Gebäude gemalt haben: Schaut einfach, ob ein Wechsel der Kreativität euch zu neuen Impulsen verhilft.
Ebenfalls anregend wirkt eventuell eine andere Maltechnik. Statt Öl nun Aquarell, statt Kreide nun Kohle – die Möglichkeiten sind so wunderbar unbegrenzt und erlauben alles. Auch völlig neue Kombinationen verschiedener Techniken bieten sich an, um eure Fantasie anzuregen.
Viele Maler wie Klaus Euler nutzen zusätzlich die Option sich einer Künstler- oder Ausstellungsvereinigung anzuschließen. Unter Gleichgesinnten und in einem gemeinsamen Atelier lassen sich zahllose Anregungen für neue Werke finden – und es wird dort auch viel Erfahrungsaustausch betrieben, das Thema Ideenlosigkeit eingeschlossen.
Eine andere Möglichkeit ist es sich Bildbände über Maler und Malerei anzuschauen oder entsprechende Fernsehsendungen. Ein bekanntes Beispiel ist „The joy of painting“ von Bob Ross, der sich bei seiner atmosphärischen Landschaftsmalerei über die Schulter schauen lässt und viele, viele Tipps gibt, die sich auf andere Themen als Landschaften übertragen lassen.
Es gibt also verschiedene Wege für euch, um aus einer Phase der Ideenlosigkeit zur Kreativität zu finden – sobald neue Impulse kommen, entstehen auch wieder neue Ideen.

Exkurs – Modern Art

Heute wird Klaus Euler einen kleinen Einblick in die Welt der „Modern Art“ geben.

Modern Art bezeichnet die Kunstepoche, die am Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Impressionismus ihren geradezu revolutionären Anfang nahm und im Grunde, will man sie nicht generell von der zeitgenössischen Kunst als eigenes Konzept abgrenzen, bis heute andauert.
Einerseits noch der Tradition in Form der klassischen Gesetze der Malerei verhaftet, verzichtete der Impressionismus andererseits weitgehend auf jeglichen historischen, literarischen sowie ideologischen Bildinhalt und beendete damit das bisher vorherrschende Ideal der realistischen Kunst. Ziel der neuen Bewegung war es, stattdessen einen Augenblickszustand einzufangen. Damit setzte sich die Kunstrichtung allerdings auch gleichzeitig der Gefahr aus, zur verflachten Dekorationsmalerei zu verkommen. Aus diesem Grund waren die folgenden Strömungen der Modern Art stark darauf ausgerichtet, trotz der Loslösung von Form und Inhalt, feste, aber eben nur rein künstlerische Gesetze zu schaffen.

Insbesondere Cézanne begann in der Natur selbst nach Strukturen sowie Regeln zu suchen und entwickelte letztendlich eine Darstellungsweise, bei der Farbflächen je nach optischem Eindruck als Kugel-, Kegel- oder Zylinderform aneinander gereiht wurden und auf diese Art und Weise Raum und Körper wiedergaben.
Cézanne selbst hatte in dieser Bildsprache noch keine Abwendung von der Wirklichkeitswiedergabe gesehen, erst die Künstler, die auf ihn folgten, vollzogen mit der Begründung des Kubismus schließlich den Schritt zu einer reinen Kunstsprache, die über die schlichte Wiedergabe von Wirklichkeit hinausging, sich immer stärker abstrakten Formen zuwendete und damit eigene Gesetzmäßigkeiten schuf.
Deutlich zu erkennen ist zu diesem Zeitpunkt auch bereits der Einfluss der Psychoanalyse auf die Malerei und die Gesellschaft im Allgemeinen.
Neben die inhaltlichen Neuerungen der Modern Art traten zusehends auch Änderungen im zur Darstellung verwendeten Material, die sich zum Beispiel in den „Papiers Collés“ zeigten, Collagen, bei denen Elemente nicht nachgeahmt, sondern direkt in das Bild geklebt wurden. Diese Technik führte schließlich unter anderem zu dem Konzept der „Objets trouvés“, bei dem gefundene Gegenstände unverändert integriert wurden, über den Kubismus hinaus, fand diese Methode ihren Weg auch in die Werke der Dadaisten und der Surrealisten.
Im Laufe der Zeit entwickelte die Modern Art dann einen immer höheren Grad der Abstraktion, der, in verschiedenen Ansätzen, auf die völlige Ungegenständlichkeit der Bildsprache hinauslief und im von Kasimir Malewitsch entwickelten Suprematismus und auch in Piet Mondrians Werken ihren Höhepunkt fand.
Nach dem 2. Weltkrieg schließlich suchten die Künstler Wege zu neuer Individualität und bisher unbekannten Ausdrucksmöglichkeiten, dies führte dazu, dass das Reflektieren über die Formen der Kunst und die ihr zugrunde liegenden Positionen, die Gestaltung an sich weitgehend ersetzte und der Betrachter als Mitdenkender oder sogar -gestaltender in die künstlerischen Zusammenhänge einbezogen wurde.

Sommer, Sonne, Hitze – Fluch oder Segen für Maler?

Bei Sommer und Malerei hat man leicht das etwas romantisch verklärte Bild vom einsamen Künstler mit Staffelei und Ölfarben an einer Küste vorm inneren Auge. Vielleicht denkt man auch an die Sommerwiese oder eine Berglandschaft. Auf jeden Fall ist die Natur das, was sich einem Maler wie Klaus Euler im Sommer besser als zu jeder anderen Jahreszeit erschließt. Kein Regen oder starker Wind muss berücksichtigt werden. Statt mit Klemmen gegen das Wegfliegen der Zeichenunterlage zu kämpfen oder damit konfrontiert zu sein, schnell einpacken zu müssen, falls ein Gewitter aufzieht, kann man sich einfach aufs Feld setzen und anfangen. Oder?

Der Sommer ist Zweifels ohne eine schöne Jahreszeit zum Malen und Zeichnen. Nicht nur sind viele Kontraste deutlicher als im Herbst oder Frühjahr. Man muss eben auch nicht mit feuchter Witterung rechnen, mit Wolkenbrüchen oder Böen. Das macht den Maler unabhängig. Er kann seine Sachen packen und sich draußen einen Platz suchen, an dem er nicht frieren oder unter Zeitdruck arbeiten muss. Dort bleibt es dank des langen Sonnentages viele Stunden hell und man hat die Möglichkeit, das Motiv länger bei gleichen Lichtbedingungen zu beobachten. Das alles erleichtert die Kunst.

Aber es gibt auch einiges zu beachten. So sollte man in der heißen Jahreszeit stets zügig und gezielt arbeiten, wenn man mit Wasser arbeitet. Aquarelle im Sommer sind schwierig, denn bei starker Hitze bleibt wenig Spielraum, die Farben noch verschwimmen zu lassen. Man muss jeden Pinselstrich planvoll setzen, bevor alles eingetrocknet ist, Ränder entstehen und man das Ergebnis nur noch wenig modellieren kann. Für Aquarelle eignet sich deshalb eher das Frühjahr. Gleiches gilt für Acrylfarben. Sie sind zwar flexibler mischbar, auch nach Trocknung, und notfalls kann man eine misslungene Stelle dank ihrer starken Deckkraft auch noch einmal überpinseln. Bei einem dicken Farbauftrag kann es jedoch zum Einreißen der Farbe kommen. Wenn es zu heiß ist, platzt diese dann grob oder fein auf und der Auftrag beginnt, spätestens beim Transport, zu bröckeln.

Grundsätzlich gilt: Alle wasserlöslichen Farben trocknen schnell aus. Je mehr sie verdünnt werden, desto leichter. Man sollte also Farben nutzen, die sich leicht wieder anlösen oder decken lassen. Ideal wären hierfür einfache Töpfchenfarben auf Wasserbasis oder Tempera. Sie sind auch nach Auftrag löslich, bilden keine zu dicken Farbschichten und decken dennoch ausreichend – ein guter Mittelweg für die Praxis. Wem das nicht genügt, der kann sich an Ölfarben halten. Sie trocknen weniger schnell und sind nach Auftrag noch etwas modellierbar oder überstreichbar. Man sollte sie dennoch – wie auch alle übrigen Farben – keiner direkten Sonnenstrahlung aussetzen. Der Schattenplatz tut nicht nur dem Maler gut, sondern auch dem Bild. Außerdem sollte mit Lösungsmitteln für die Pinselreinigung im Sommer besonders vorsichtig und sparsam umgegangen werden. Es ist sinnvoll, auf reizende und brennbare Mittel so weit wie möglich zu verzichten.

Neben diesen Problemen vor Ort kann man planen, welche Arbeiten zu Hause möglich sind. Versiegelungen etwa können hier aufgetragen werden. Auch Farbkorrekturen und Kontraste lassen sich besser im Schatten nacharbeiten, da sehr helles Licht die Einschätzung vor Ort erschwert.

Der Sommer kann also anstrengend sein. Alles in allem ist er dennoch eine wunderbare Jahreszeit für den Maler. Das Wetter lässt große Freiheit in der Wahl des Ortes und künstlerischen Objektes zu. Klare Sicht und kräftige Farbtöne laden zur Motivsuche ein. Mit den richtigen Farben, einer schnellen Arbeitsweise und Planung kann man die vielen Sonnenstunden nutzen und sich den Herausforderungen anpassen.