Malerei im Gebirge. Hindernisse und Tipps

Gebirge stellen in der Landschaftsmalerei ein bedeutendes Genre dar – und dies zu Recht. Der Reiz dieser besonderen Landschaftsform inspiriert viele Menschen. Es ist jedoch nicht leicht, die Größe und Atmosphäre einer imposanten Gebirgskette oder einer stimmungsvollen Kombination aus Felsen und Vegetation in die passenden Farben zu kleiden. Im Folgenden erhaltet ihr von Klaus Euler nützliche Tipps – und auch Hinweise auf Hindernisse beim Malen im Gebirge.

Das Wetter
Es ist euch gewiss bewusst, wie schnell sich das Wetter im Gebirge ändern kann. Falls ihr also bislang eure Landschaftsmalerei gern unmittelbar in der Landschaft durchgeführt habt, die ihr auf die Leinwand bringen möchtet, so könnt ihr in den Bergen eine Überraschung erleben. Gerade habt ihr euch den perfekten Ort für ein Panoramagemälde ausgesucht und eure Ausrüstung aufgebaut – da schlägt das bisher gute Wetter um und ein Regenguss kommt vom Himmel.
Um dieses Risiko so weit wie möglich auszuschalten, haltet euch an Wetterhinweise von Einheimischen. Sie kennen ihre Heimat und sind häufig in der Lage, einen Wettersturz vorherzusagen. Außerdem empfiehlt es sich, die Ausrüstung wetter- und wasserfest zu verpacken. Sollte dies nicht möglich sein: Überlegt, ob ihr zunächst nur Skizzen oder Fotos anfertigt und euer Bild anhand dieser Vorlage im Trockenen malt.

Die klassische Methode: von hinten nach vorn
Bei Gebirgslandschaften gilt dasselbe Prinzip wie bei anderen Landschaften auch: Beginnt euer Bild von hinten nach vorn, also vom Hintergrund zum Vordergrund. Eine sachte Skizze mit Bleistift gibt euch eine Orientierung und ihr gewinnt bereits eine Vorstellung von eurem späteren Werk.
Die letzten blassen Berge und der Himmel darüber sind also die ersten Dinge, die ihr auf eure Leinwand bringt. Davor staffelt ihr schrittweise die näher gelegenen Berge – bis zu jenem Punkt, an dem der Vordergrund beginnt und konkret wird.

Dunst, Nebel und Wolken
Diese Aspekte gehören zu beinahe jedem Gebirgsgemälde und helfen euch außerdem, sanfte Übergänge von hinten nach vorn zu kreieren. Zwei hintereinander liegende Bergketten lassen sich durch einen fernen, zarten Dunstschleier in Weißgrau gut voneinander trennen und geben dem Bild Tiefe. Auch Nebel und Wolken, die scheinbar um die Berghänge tanzen, beleben euer Bild und vermitteln Atmosphäre.

Der Vordergrund
Fragt euch zunächst: Was soll den Vordergrund ausmachen – eine farbenfrohe Blumenwiese, einige Felsen im Gras, Tiere oder Hütten? Diese Elemente bilden den scharf gezeichneten Vordergrund und bilden einen stimmungsvollen Kontrast zum bergigen Hintergrund. Euer Gemälde erhält wiederum Tiefe und Lebendigkeit. Beschränkt euch aber auf eine Sache, denn weniger ist mehr.

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Sonnenschutz und Co – Malereitipps für den Sommer

Auch wenn der Sommer schon fast vorbei ist, hoffe ich doch noch auf einen heißen Tag dieses Jahr und habe euch ein paar Malereitipps für warme Tage zusammengestellt.

Natürlich verlockt der Sommer mit seinen wundervollen Motiven, den lebendigen Farben und Lichterspielen dazu, das Atelier zu verlassen und draußen zu malen. Immerhin kann man das perspektivische Zeichnen und Malen nirgendwo so gut üben wie mitten in der Landschaft, denn als Maler, wie Klaus Euler, wird man im Freien ein Teil des Raumes, den man wiedergeben möchte, und gewinnt dadurch ein völlig neues Gefühl für Tiefe. Der Sommer hat allerdings immer auch einige Überraschungen zu bieten, auf die man sich gut vorbereiten sollte!

Je nach Maltechnik müsst ihr natürlich eure Grundausstattung dabei haben. Farben, flache und spitze Pinsel in verschiedenen Größen, eventuell einen Fächerpinsel, eine Palette und natürlich den Malgrund, Leinwand auf Keilrahmen, Acrylmalkarton oder Aquarellpapier, möglichst auf einem geleimten Block. Ihr könnt auch auf einem Malbrett arbeiten, dann solltet ihr allerdings das Kreppklebeband nicht vergessen, mit dem ihr das Papier auf dem Brett fixieren könnt. Bleistifte in verschiedenen Härtegraden und ein Skizzenblock erleichtern den Entwurf des Motivs. Größere Arbeiten lassen sich ohne Staffelei kaum bewerkstelligen, ein Klapptisch für das Material ist ebenfalls hilfreich. Frischhaltefolie gehört zur Basisausstattung, denn ohne sie können Farben auf der Palette in der Sonne schnell eintrocknen. Natürlich könnt ihr nicht alles einpacken, was euch bei der Arbeit im Atelier an Material zur Verfügung steht, aber es lohnt sich auf jeden Fall, vor der Fahrt ins Grüne noch einmal zu überprüfen, ob alles da ist. Es wäre zu schade, eine Möglichkeit zum Malen zu verpassen, weil die Mappe mit den Pinseln noch zu Hause liegt.
Wenn an die Kunst gedacht ist, solltet ihr an euch selbst denken. Im Freien zu malen ist besonders im Hochsommer eine Herausforderung, denn die Natur ist nicht immer so freundlich, wie es auf euren späteren Bildern scheinen wird. Eine Kopfbedeckung ist extrem wichtig, denn wer bei der konzentrierten Arbeit die Sonne vergisst, kann mit einem Hitzschlag bezahlen. Ein Strohhut, finde ich, sieht nicht nur malerisch aus, er hat auch eine breite Krempe, die die Augen vor der Sonne schützt. Eine sportliche Schirmmütze hat allerdings den gleichen Effekt. Eine Sonnenbrille dagegen könnte die Wahrnehmung der Farben beeinträchtigen und das Bild verfälschen. Natürlich solltet ihr immer genug zu trinken dabei haben, achtet aber genau darauf, dass Trinkwasser und Malwasser oder Terpentin gekennzeichnet sind und auch niemals nebeneinanderstehen! Sonnencreme ist natürlich wichtig, habt ihr noch Platz im Auto, solltet ihr auch einen Sonnenschirm mitnehmen. Gegen lästige Mücken, Bremsen und Zecken gibt es Lotionen, die die Schädlinge von euch fernhalten.

Frühlingserwachen – frische Farben in der Malerei

Der Frühling zieht an niemandem spurlos vorüber, schon gar nicht am ohnehin schon wachen Geist eines Künstlers wie Klaus Euler. Er nimmt die Farben, die Düfte und die unsichtbare Stimmung umso deutlicher wahr und will sie einfangen, auch wenn das jedes Jahr schon zahlreiche Maler vor ihm getan haben. Fürs malerische Frühlingserwachen sind frische Farben wichtig, die betonen, wie schön es sein kann, wenn nach und nach neues Leben aufkeimt.

Frühlingsfarben – eine Geschmacksfrage?
Wir alle verbinden mit dem Frühling helle, fröhliche Pastell-Töne, die freundlich und offen wirken und uns daran erinnern, dass das schlafende Leben endlich unter der geschmolzenen Schneedecke hervorkommt. Insbesondere verbinden wir damit sanfte Pastelltöne, denn auch die ersten Frühblüher sind zart und wollen beschützt werden. Typische Frühlingslandschaften sind ohnehin auf die Frühlingsfarben der Natur angewiesen, und auch die warten erst im Sommer mit starken Kontrasten und knalligen Effekten auf. Vorher sind sie zart, weich und unterstreichen, dass die Natur gerade wieder zum Leben erwacht ist.

Frühlingsmalerei – es muss nicht immer Natur pur sein
Malerei im Frühling muss nicht immer die klassische Naturszene sei. Oft genug fühlen wir uns durch den warmen Frühlingswind und die ersten Sonnenstrahlen auch zu ganz anderen Szenen inspiriert. Genau darin liegt das Stichwort. Im Frühling geht es um aufblühendes Leben in jeder Hinsicht, denn nicht nur die Natur erwacht wieder zu frischem Leben. Selbst in einer pulsierenden Großstadt erwacht wieder alles nach dem Winterschlaf und wir gehen wieder gerne in knappen Klamotten auf die Straßen. Durch die längere Tageslichtdauer spielt das (Sonnen-)Licht im Frühling eine ebenso bedeutende Rolle. Doch woran ist in der Malerei erkennbar, dass wir den Frühling thematisieren wollten? An den frischen Farben!

Farben und Frische
Eine Farbe kann frisch sein, weil sie hell und sanft ausfällt. Sie kann aber auch in jeder Schattierung ganz grundsätzlich als frisch wahrgenommen werden. Im Frühling spielen optimistische, helle Farben wie gelb und orange eine Rolle, aber sie dürfen auch wieder nicht zu intensiv ausfallen – andernfalls werden sie eher mit dem Sommer assoziiert. Grün als Farbe der überall sprießenden Knospen darf natürlich auch nicht fehlen. Dann wieder spielen die typischen Blütentöne eine Rolle, allen voran rosa, lila, hellblau, weiß… einfach mal einen Blick aus dem Fenster werfen und für sich selbst sehen, welche Farben die Natur vorgibt. Pastelltöne und helle Schattierungen signalisieren, dass trotz der warmen Sonnenstrahlen noch kein Sommer herrscht – denn das Leben braucht noch eine Weile, um sich voll zu entfalten.

Der Bodensee – Balsam für jeden Maler

Manchmal braucht man einfach eine kreative Auszeit. Zu Hause will die Kreativität nicht richtig ins Rollen kommen und die üblichen Tricks zur Anregung der kreativen Kräfte funktionieren auch nicht mehr so wie früher. Das sind klare Anzeichen, eine kreative Auszeit muss her! Der Bodensee ist für Maler aller Richtungen Dreh- und Angelpunkt schlechthin und bietet genug Ansatzpunkte zur (Wieder-)Entdeckung des eigenen kreativen Potenzials.

Der Bodensee – nicht nur für Naturalisten
Maler wie Klaus Euler, die sich in natürliche Szenen, Landschaften und die inspirierende Kraft der Natur immer wieder aufs Neue verlieben können, finden am Bodensee natürlich immer wieder neue Ansatzpunkte für ihre Kreativität und ihnen wird nie langweilig. Doch was soll beispielsweise ein Maler am Bodensee, der sich normalerweise nur in der Großstadt aufhält und sich ganz andere Themen vornimmt? Manchmal braucht jeder die Auszeit von dem, was er normalerweise immer tut. Der Bodensee versetzt Maler unterschiedlicher Stile in ein ganz anderes, neues Ambiente und sorgt dafür, dass sie auch einmal etwas anderes zu sehen bekommen. Ebendiese Kreativität kann dazu verhelfen, wieder den Draht zu dem zu finden, was man früher immer gemalt hat. Oder einen neuen Stil für sich zu entdecken und neue kreative Kräfte freizulassen.

Unbedingt mitnehmen: Kunst-Werkzeug
Der Bodensee ist als Urlaubsregion nicht nur unter Malern sehr beliebt. Maler und auch alle anderen Künstler sollten im Urlaub am Bodensee allerdings keinesfalls das Handwerkszeug für ihre Kunst zu Hause liegen lassen. Ein Szenenwechsel wie am Bodensee kann die perfekte Lösung für Maler sein, die mal was anderes sehen wollen oder denen zu Hause im wahrsten Sinne des Wortes die Luft zum Atmen ausgegangen ist. Unabhängig davon, dass am Bodensee die Natur noch so ist, wie sie sein sollte – er inspiriert zu ganz neuen künstlerischen Taten. Vor diesem Hintergrund wäre es schade, wenn dann das Handwerkszeug für die Kunst zu Hause geblieben wäre. Und wenn es sich nur um die kleine Digitalkamera handelt, um die malerische Szene festzuhalten, bis man den Freiraum hat, sie künstlerisch zu verarbeiten.

Abwechslung von der Malerei
Was, wenn es mal keine Malerei mehr sein darf für den fleißigen Maler? Ab und zu tut auch die völlige Auszeit von der Kunst gut und man freut sich über jede Gelegenheit, den Pinsel mal liegen zu lassen. Der Bodensee bietet auch dafür mehr als genug Ideen. Wanderungen, Sport, neue Aktivitäten bieten sich an und schaffen die notwendige Abwechslung, die es braucht, um wieder zur eigenen Kreativität zurückzufinden.

Schnee und Eis – Malerei im Winter

Der Winter ist wirklich nicht für seine Farbenpracht bekannt, er hat aber einen Reiz, dem man sich kaum entziehen kann. Gerade die Reduzierung der Farben macht eine Winterlandschaft zu einem sehr reizvollen Motiv, denn eine verschneite Landschaft ist ja alles andere als „einfach nur weiß“.
Schnee und Eis glitzern in vielen verschiedenen Schattierungen, der Schattenwurf an kurzen Wintertagen verlockt dazu, interessante Effekte auszuarbeiten und niemals wirkt der Himmel so intensiv blau wie an kalten Wintertagen.
Es lohnt sich also durchaus, im Winter auf Motivsuche zu gehen, allerdings solltet ihr dazu erst einmal mit der Kamera losziehen und die Motive dann später nach Foto in euren Ateliers malen – denn mit kalten Füßen und dicken Handschuhen lässt es sich einfach schlecht malen.
Hinzu kommt, das viele Malmedien wie Acrylfarben oder Ölfarben bei extremer Kälte ihre Konsistenz verändern, was zu unschönen Ergebnissen führen kann. Es spricht aber nichts dagegen, auch einen Skizzenblock mit auf die Motivjagd zu nehmen und das Spiel von Licht und Schatten in Zeichnungen festzuhalten, die später beim Malen als Gedächtnisstütze dienen können.
Ist das Motiv gefunden, wird es spannend: Welche Malmedien eignen sich am besten für Winterbilder? Im Prinzip alle, denn die vorherrschende Farbe des Winters ist und bleibt – bei allen Schattierungen – Weiß. Wer gern Aquarelle malt, der sollte natürlich für Winterbilder ein wirklich hochwertiges Aquarellpapier auswählen, das von sich aus eine große Leuchtkraft hat. Für Leinwandbilder eignen sich sowohl Öl- als auch Acrylfarben, denn beide verfügen eine geschmeidige Konsistenz für Farbverläufe. Auch Pastellkreiden sind ein gutes Material für winterliche Landschaften, denn damit könnt ihr zarte Farbtöne mit sanften Übergängen zaubern, zum Beispiel für Sonnenaufgänge über verschneiten Wiesen.
Die Basis eines stimmungsvollen Winterbildes ist natürlich die Komposition. Es ist gar nicht so einfach, mit der reduzierten Farbauswahl Tiefe in das Bild zu bekommen. Wenn ihr gut perspektivisch zeichnen könnt, seid ihr hier klar im Vorteil, aber auch durch die Farben lässt sich vieles erreichen. Denn selbst ein strahlend blauer und wolkenloser Winterhimmel ist am oberen Bildrand intensiv, zum Horizont hin wird er heller.
Wichtig ist auch die Ausarbeitung von kleinen Details wie verschneiten Büschen und Findlingen mit dem passenden Schattenwurf. Selbst Eis glitzert nicht reinweiß, sondern spielt immer mit den Lichtverhältnissen. Warme Töne und spiegelnde Wasserflächen lassen den Betrachter eines Winterbild

es an Tauwetter denken, klare Blautöne suggerieren klirrende

von Christina Hausmann - Artgalerie Deutschland

von Christina Hausmann – Artgalerie Deutschland

Kälte. Habt ihr euch erst für die Stimmung eures Bildes entschieden, kommen diese Details aber beim Malen fast wie von selbst.

von Christina Hausmann - Artgallerie Deutschland

von Christina Hausmann – Artgallerie Deutschland

Klaus Euler im Sommerloch

Hallo liebe Leser,

wie ihr euch vorstellen könnt, versuche ich besonders im Sommer so viel wie möglich draußen zusein…..von meiner neuen Leidenschaft, der Landschaftsmalerei, habe ich ja bereits berichtet. Nun ist zwar der Somemr bisher nicht der umwerfenste, aber ich versuche trotzdem, dass beste daraus zu machen.

Die größte Befriedigung erhielt ich dabei bisher am Morgen. Sehr frühen morgen…..Morgendämmerung ist und bleibt einfach eine sehr faszinierende, ansprechende Zeit. Für jeden Maler und Fotografen ein absoluter Traum, denn zu keiner anderen Tageszeit ist das Licht so mystisch, ergreifend und faszinierend wie bei Sonnenaufgang. Ich weiß, frühes aufstehen ist auch nicht unbedingt mein Hobby, aber es lohnt sich wirklich. Ich spaziere dann ganz für mich alleine zu einem kleinen Hügel bei mir in der Nähe, mein Equipment unterm Arm, und suche mir eine gute Aussicht auf die Walränder, Felder und Wiesen um mich herum. Und dann beginne ich zu experimentieren. Da um diese Zeit alles gerade erwacht und man so nicht durch Menschen, Autos oder andere Zivilisationsstörungen abgelenkt wird, entdecke ich eine ganz andere Kreativität in mir.

Diese versuche ich dann so weit es geht zu nutzen und viel neues aus mir und meinen Farben herauszuholen.

Nach 1-2 Stunden geht es dann wieder zurück und der normale Alltag beginnt. Ich muss sagen, ich fühle mich viel ausgeglichener, seitdem meine morgendlichen Ausflüge zu einem regelmäßigen Habitus geworden sind. Man beginnt den Tag, in dem man etwas nur für sich selber tut. Und egal was der Tag einem bringt, diesen Luxus kann einem keiner mehr nehmen.

Probiert es unbedingt aus, es lohnt sich!

Rückblick: Winterlandschaften

Heutzutage betreiben weitaus mehr Menschen Hobbymalerei als früher. Einer der Gründe ist, dass wir mehr Freizeit haben. Ein anderer, dass es heute so viele Anleitungsbücher und Malkurse gibt wie nie zuvor. Qualifizierte Lehrer an Volkshochschulen – oft Künstler, die sich über einen regelmäßigen Verdienst freuen – bringen einem die Materie bei. Oder sie lassen einen vor sich hin malen und korrigieren Fehler im Gespräch. Da ich, Klaus Euler, mich auch ein wenig in der Kategorie sehe, will ich auch gerne mal ein wenig über ein paar bekannte Schwierigkeiten sprechen, denen man sich beim Hobby der Malerei das ein oder andere Mal gegenüber gestellt sieht. Ich blicke dabei einmal zurück in den Winter, der nun ja auch noch gar nicht so lange vorbei ist……..

Probleme von Winterlandschaften

Winterlandschaften haben ihre Schwierigkeiten, gleich, ob man sie in Aquarelltechnik, Acryl oder Öl anlegt. Eines der Hauptprobleme ist, dass es vielen Motiven an Kontrasten und farblichen Impulsen mangelt. Man sollte bei der Motivwahl darauf achten, dass man mindestens einen farblichen Kontrast im Bild hat. Rote Skier, die in einer Schneewehe stecken, oder ein braunes Haus mit roten Fensterläden verdeutlichen, was gemeint ist. Düstere Impressionen böte ein braunes Holzhaus unter schneebedeckten Tannen. Die Frage an den Malenden ist beispielsweise, ob das Haus oder die schwer am Schnee tragenden Tannen im Mittelpunkt stehen sollen – oder der Schnee an sich. Eine andere Frage ist welchen Bildausschnitt man wählen soll: Einen nahen oder einen, der den Blick des Betrachters in die Weite führt. Wer solche Probleme nicht haben möchte oder sie nicht lösen kann, kann seine Winterlandschaften im Verfahren „Malen nach Zahlen“ anfertigen. Das mag manchem lächerlich vorkommen, aber es trainiert den Blick. Schnee besteht nämlich beim Malen nicht aus einem Weiß-Ton, sondern aus vielen bläulichen und gelblichen Schattierungen von Weiß. Benutzt werden vor allem kalte Farben.

Im heimeligen Maler-Stübchen

Kaum je wird man erleben, dass ein Maler eine Winterlandschaft draußen malt. Sowohl Acrylfarben als auch Ölfarben mögen Kälte gar nicht. Ihre Maleigenschaften sind dann schlechter. Es bleibt einem nichts übrig, als entweder auf Aquarellfarben oder Malkreiden umzusteigen oder das Motiv zu Hause aus der Erinnerung zu malen. Die andere Alternative ist, auf Spaziergängen geeignete Motive zu fotografieren und sie dann als Vorlage für das Bild zu wählen. Oftmals sind aber Störfaktoren vorhanden, die in der Natur zwar real existieren, den Bildfluss einer gemalten Winterlandschaft aber stören. Beispielsweise parkt vor einem idyllischen Haus ein abgewrackter Lieferwagen. Den sollte man tunlichst weglassen, es sei denn, er soll das eigentliche Thema sein. Wie man die Komposition anlegt und was man thematisiert, ist also sehr variabel. In diesem Punkt stellt eine Winterlandschaft einen bezüglich Thema, Blicklenkung, Perspektive und Komposition vor die gleichen Probleme wie eine Sommerlandschaft. Wer aquarellieren kann, erzeugt übrigens durch nicht bemalte Stellen die Imagination von Schnee.