Die Friendenstaube von Picasso

Picassos Friedenstaube als Symbol der Hoffnung

Im Jahr 1949 schuf Pablo Picasso für den Pariser Weltfriedenskongress seine Friedenstaube: eine Lithografie. Picassos Tochter, die am Tage des Kongresses geboren wurde, erhielt den Namen Paloma, was im Spanischen Frieden bedeutet. Sechs Jahre später sollte Picasso für seine Darstellung der Taube den Weltfriedenspreis erhalten. Die Taube besteht lediglich aus vier schwungvollen Linien und einem Punkt, der das Auge darstellt. In ihrem Schnabel trägt sie einen Ölzweig. Nach alttestamentarischer Überlieferung, hieran habe sich Picasso orientiert, zeugt der Ölzweig von Hoffnung und vom Ende der Entbehrungen.
Ein Land, dessen Bewohner ein solches Ende lange herbeisehnten, ist Israel. Sieben Wochen dauerten die jüngsten Gefechte zwischen Palästinensern und Israel an.
Das Ende des Konfliktes im Gazastreifen?

In der internationalen Presse wurde wieder einmal Bilanz gezogen. Ende Juli seien bereits mehr als 50 Israelis ums Leben gekommen und mindesten 1300 Palästinenser, hauptsächlich Zivilbevölkerung, so berichtete die BBC. Es existieren erschütternde Fotografien der zerstörten Stadt Shejaiy. Die New York Times bilanziert, der letzte Konflikt habe die Infrastruktur im Gazastreifen stärker zerstört als die vorangegangenen beiden Kriege im Gazastreifen. Der Gazastreifen habe ein Viertel seiner Bevölkerung verloren.
Nun, seit dem 26.8.2014, herrscht Waffenruhe. Diese sei unbefristet, so heißt es. Tatsächlich zeigten sich bei den Feierlichkeiten erstmals bedeutende Hamasvertreter und Vertreter des islamischen Dschihad gemeinsam. Die Blockade des Küstengebietes sei teilweise aufgehoben, so lauten die Erfolgsmeldungen. Es existieren aber bereits auf beiden Seiten Forderungen. Ein Hafen solle gebaut werden, so verlangen die Palästinenser. Israel fordert die Entmilitarisierung des Gebietes.
Ursachen des Konfliktes

Ein weiteres Zeugnis des Pazifismus Pablo Picassos ist „Guernica“. Das Gemälde stellt einen Luftangriff der deutschen Legion auf die gleichnamige Ortschaft dar. Auf die Frage der Gestapo, ob dies sein Werk sei, soll Picasso geantwortet haben: „Nein, das ist ihr Werk.“ Wessen Werk aber ist der Gazakonflikt, fragt sich nicht nur Klaus Euler?
Der Staat Israel will die Hoheit über den Gazastreifen. Die Palästinenser gehören nicht dem Volk Israels an. Es handelt sich demnach um einen Krieg um das Staatsrecht im wohl bekanntesten Küstengebiet des Mittelmeers. Gegen die Staatsmacht Israels haben palästinensische Politiker wenig aufzubieten, dennoch wird auf dem eigenen Interesse bestanden. Das Ungleichgewicht militärischer Macht führt zu den hohen Verlusten unter der palästinensischen Zivilbevölkerung. Solange diese geringe Gegengewalt den politischen Vertretern aufseiten der Palästinenser als Demonstration deren Willens gilt, ist eine endgültige Lösung nicht abzusehen. Es sei denn, eine andere Macht gewährleistet eine friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern.

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Henri Matisse

Der Fauvismus und seine „wilden Tiere“

Das Wort Fauvismus kommt vom französischen „fauves“ und wird mit „wilde Tiere“ oder „wilde Bestien“ übersetzt. Diesen spöttischen Namen erhielt die Stilrichtung der französischen Malerei durch den Pariser Kunstkritiker Louis Vauxcelles, der 1905 die ausgestellten Werke der Fauvisten im Saal VII des Salon d’Automne besichtigte und sich von „wilden Bestien“ umgeben fühlte. Obwohl die Fauvisten selber den Namen ablehnten, blieb er dennoch an ihnen hängen.

Die Stilrichtung des Fauvismus – Farbe und Form als Ausdrucksmittel

Der Fauvismus stellte für die meisten Künstler eine experimentelle Phase dar. Die Gruppe verstand sich als eine freundschaftliche. Es gab kein Manifest – jeder entwickelte seinen eigenen Stil. Was sie jedoch verband war, dass sie mit den zarten Farben des Impressionismus, aber auch mit dem Realismus brechen wollten. Die wichtigsten beiden Ausdrucksmittel waren die leuchtenden, ungebrochenen Farben, die auch in Komplementärkontrasten nebeneinander angeordnet wurden, um die Leuchtkraft noch weiter zu betonen, sowie die unrealistische, auch nicht proportionale Malweise. Bezeichnend für den Fauvismus ist ebenso die sehr flächige Darstellungsweise, oft mit fehlender perspektivischer Tiefe. Es herrscht eine heitere Grundstimmung in den Bildern. Die Motive selber waren meist unverändert und oft dieselben wie die der Impressionisten, jedoch verzerrt, flächig, oft mit Umrisslinien versehen, um kräftigere Konturen zu erlangen, und voll von leuchtendem Farbspiel.

Vertreter des Fauvismus

Unter den Künstlern des Fauvismus kann eine Aufteilung in die drei folgenden großen Gruppen vorgenommen werden

1. Die erste Gruppe umfasst Gustave Moreau und seine Schüler Henri Matisse, Charles Camoin, Jean Puy, Henri Manguin und Albert Marquet.
2. Zur Gruppe aus Chatou zählen André Derain und Marice de Vlaminck.
3. Zur dritten Gruppe zählt das Trio aus Le Havre: Georges Braque, Othon Friesz und Raoul Dufy.

Henri Émile Benoit Matisse – ein lebenslanger Anhänger

Der als führender Vertreter des Fauvismus betitelte Maler Henri Matisse. Er wurde am 31.12.1869 in Frankreich geboren. Nach Abbruch seines Studiums der Rechtswissenschaften begann er 1890 zu malen. Im Jahr 1895 wurde er an der École des Beaux-Arts als Schüler von Gustave Moreau aufgenommen. Nach dessen Tod 1898 verließ er diese wieder, da es Differenzen mit dessen Nachfolger gab. Damit begann sein Werdegang, der die Entstehung und den Stil des Fauvismus entscheidend beeinflusste.

Nachdem er 1902 seine ersten Bilder verkauft hatte und 1904 seine erste Einzelausstellung bekommen hatte, arbeitete er mit André Derain, dem zweiten führenden Vertreter des Fauvismus, zusammen. Mit ihm gemeinsam entwickelte er einen neuen Stil in der Kunstgeschichte, die später als Fauvismus bezeichnet werden sollte.

Nach dem durch die Bewegung des Kubismus ausgelösten Auflösens der Gemeinschaft der Fauvisten im Jahr 1907 – Matisse allein blieb sein Leben lang ein „Wilder“ – gründete er 1908 seine eigene Privatschule, die Académie Matisse, an der er bis 1911 etwa 100 Schüler unterrichtete. Matisse erhielt nach dem Auflösen der Bewegung große nationale und internationale Aufmerksamkeit. Er starb am 03.11.1954 in einem Vorort von Nizza an einem Herzanfall.

Kunst als Ware – das Geschäft von Auktionshäusern

Wenn Kunstwerke geschaffen werden, geschieht das meist für einen Auftraggeber. Wer also ein Bild malt oder eine Skulptur herstellt, muss immer auch im Blick haben, wer dieses Werk später kaufen wird. Kunst war, auch für Klaus Euler, immer schon ein Prestigeobjekt, mit dem man einerseits zeigen wollte, dass man dem Geschmack der jeweiligen Epoche folgt, aber auch, dass man sich große Kunst leisten kann. Heute ist das nicht anders. Große Auktionshäuser wie etwa Christie´s und Sotheby´s verkaufen Kunstwerke, die zum Teil mehrere Millionen einbringen.

Ablauf einer Kunstauktion

Während sich in früheren Zeiten potentielle Käufer immer persönlich am Auktionsort einfinden mussten, ermöglicht heute die moderne Technologie, dass auch per Telefon oder Internet mitgeboten werden kann. Dies führt dazu, das ein größerer Kreis von Bietern an der Auktion teilnehmen kann.
Vor der Auktion werden die Kunstwerke vom Verkäufer an das Auktionshaus gegeben. Sie können aus einem Nachlass oder einer privaten Kunstsammlung stammen. Die Werke werden anschließend von Fachleuten gesichtet und auf ihren Zustand hin überprüft. So kann ein erster Schätzpreis für das Werk festgelegt werden. Jedes Kunstwerk bekommt daraufhin ein Los, besonders wertvollen Stücken wird noch eine Expertise beigelegt. Dann wird das jeweilige Kunstwerk den potentiellen Käufern präsentiert. Der Auktionator setzt einen bestimmten Preis fest, der nun von allen Bietern überboten werden kann. Wer das höchste Gebot abgibt, bekommt den Zuschlag und schließt einen Kaufvertrag über das ersteigerte Werk mit dem Auktionshaus ab.

Künstlerischer Wert und Marktwert eines Kunstwerkes

Wer sich wie Klaus Euler näher mit dem Thema Kunst als Ware beschäftigt, dem fällt auf, dass der Marktwert und der künstlerische Wert von Kunst oft weit auseinandergehen. Ob ein Bild viel oder wenig wert ist, hängt also nicht zwangsläufig von der künsterlischen Qualität oder der inhaltlichen Aussage ab. Da heute auf Kunst auch spekuliert wird, ist es schwer herauszufinden, aus welchem Grund ein Bild nun genau diesen Marktwert besitzt. In den meisten Fällen sind es Museen, Galerien oder private Sammler, die in etwa vorgeben, was Kunst ist und was nicht. Wenn Bild oder eine Skulptur in einem Museum oder einer Galerie ausgestellt ist, kann es also einen hohen Preis erzielen. Der künstlerische Wert eines Bildes kann aber auch höher oder niedriger eingeschätzt werden als dessen Marktwert, da dieser Wert immer im Auge des Betrachters liegt und keinen wirtschaftlichen Interessen unterworfen ist. Kunst ist also eine andere Art von Ware wie etwa Getreide, da es neben dem Marktwert auch einen vom Preis unabhängigen ideellen und kulturellen Wert besitzt.

Pop-Art: Den Klassiker der Moderne neu entdecken

Die Kunstrichtung Pop Art entwickelte sich in den 1950er Jahren unabhängig voneinander in den USA und in England und zeigte sich vor allem in der Malerei und Skulpturen. Von der vielseitigen Ausdrucksform fühlten sich Künstler auf der ganzen Welt angezogen. Ihre Blütephase erlebte die Kunstrichtung Pop-Art in den 1960er Jahren. Man kann sie sowohl als „populäre“ als auch „knallige“ Kunst definieren: Das englische Wort „Pop“ kann beide Bedeutungen haben.

Typisch für Pop-Art sind triviale Bildmotive, denn die neue Kunstrichtung, die man anfangs nicht sehr ernst nahm, wollte massentaugliche Kunst schaffen, die den Konsumenten direkt ansprach. Populäre Themen sind daher Supermarkt, Comics und die ewige Jugend der Hollywoodstars. Pop-Art hat auch unsere europäische Vorstellung von Design, Ästhetik und dem „American Way of Life“ geprägt. In den sechziger Jahren beschäftigten sich außerordentlich viele Künstler mit dieser Stilrichtung. Bei uns ist vor allem Andy Warhol bekannt, doch daneben gibt es etliche wichtige Vertreter wie Roy Liechtenstein, Eduardo Paolozzi und Takashi Murakami.

Marylin Monroe und Andy Warhol
Der wohl berühmteste Vertreter der Pop-Art schuf ein buntes Potpourri an kreativen Arbeiten, unter denen seine farbenfrohen Siebdrucke von Marylin bis heute im Gedächtnis geblieben sind. Immer noch zieren sie als Kunstdrucke Wohnungen weltweit und Warhols Stil wird in allen Facetten nachgeahmt.

Dein eigenes Pop-Art-Kunstwerk drucken lassen
Heute erlebt die Pop-Art eine nie geahnte Renaissance und ist als stylishe Dekoration für jeden Raum geeignet. Pop-Art Kunstwerke passen ins Büro genauso wie ins Wohnzimmer und verleihen Räumen eine ungeahnte Ausdruckskraft. Du kannst dir auch individuelle Pop-Art Kunstdrucke vom eigenen Foto erstellen lassen. So entstehen prächtige, farbenfrohe Bilder auf Leinwand – in allen Größen und ganz nach Wunsch.

Selbst malen wie Roy Liechtenstein
Wenn du selbst Bilder im Stil Roy Liechtensteins malen möchtest, brauchst du keine besonderen Vorkenntnisse. Zunächst zeichnest du die Konturen deines vergrößerten Motives mit einem harten Bleistift auf Leinwand vor. Liechtenstein vergrößerte seine Vorlagen mit einem Bildprojektor. Im Anschluss kannst du alle Flächen farbig ausmalen. Du solltest deckende und kräftige Farben verwenden. Am besten eignen sich Acrylfarben, da sie eine hohe Leuchtkraft haben. Die für Liechtenstein typischen Rasterpunkte kannst du mit einer Rasterschablone aufsprühen oder aber mit einer vorgestanzten Folie aufbringen. Hierfür verwendest du Lackspray aus dem Baumarkt. Du musst sauber arbeiten, denn Acrylfarbe lässt sich nicht mehr übermalen. Zum Abschluss ziehst du die vorgezeichneten Bleistiftlinien mit flüssiger Acrylfarbe und Pinsel nach. Fertig ist dein eigenes Kunstwerk à la Roy Liechtenstein.

Von der Idee zur Skizze bis zum Gemälde – ein Ablaufplan

Malen ist nicht nur für Klaus Euler eine der schönsten Formen, Ideen anschaulich auszudrücken, sondern auch für viele Kreative und Künstler. Dabei hilft es oft, trotz Schaffensdrang den Weg zum Gemälde in groben Zügen zu planen. Im Folgenden hab ich einen kleinen Ablaufsplan skizziert, der dabei helfen kann.

Vorbereitung

Gerade ist da diese Idee in eurem Kopf entstanden und nun will sie auch schon hinaus und auf Papier oder Leinwand gebannt werden. Haltet sie vor eurem geistigen Auge noch einen Moment gedanklich fest, um zu entscheiden, womit ihr sie malen wollt. Habt ihr einen geeigneten Maluntergrund und Farbmaterial gewählt, skizziert ihr zunächst eure Idee. Bedenkt dabei auch, ob und wie die Skizze später sichtbar sein wird. Sucht danach euren Skizzierstift aus. Legt zunächst das Bildformat fest und darauf dann die Größe und Position eurer Idee.

Skizze

Umreißt mögliche markante Punkte Freihand und teilt vorgesehene Bereiche ein. Zieht nach Bedarf Linien, messt gegebenenfalls Fluchtpunkte aus oder bedient euch wenn nötig auch der Hilfe von Schablonen. Ob ihr zarte feine Striche setzt oder euer Blatt unkonventionell durch Knicken in Bereiche teilt, ist ganz euch überlassen. Perspektiven, Proportionen und geometrische Körper sind meistens aufwendiger zu skizzieren. Je nach Idee und angestrebtem Ausdruck (beispielsweise abstrakt, impressionistisch oder detailgetreu) wird eure Skizze eher grob oder detailreich ausfallen. Wenn ihr meint, ihr haben alles erfasst, betrachtet sie aus der Entfernung. Prüft, ob ihr eure Idee in Grundzügen in der Skizze wiederfindet. Ist dies der Fall, habt ihr den ersten Schritt schon geschafft.

Das Malen

Nun geht es an das eigentliche Malen. Mit euren Farben verfeinert und füllt ihr die Skizze in weiteren Schritten so lange, bis eure Idee als Gemälde fertig vor euch liegt. Je nach gewähltem Material und bevorzugter Technik sind dabei die Eigenheiten der jeweiligen Malerei zu beachten.

Schritte festlegen

Es kann je nach Material beispielsweise sinnvoll sein, sich während des Malprozesses zunächst einem Objekt im Detail zu widmen und später dem Hintergrund. Einige Ideen nehmen besser Gestalt an, wenn ihr mit den hellen Farbpartien beginnt und euch durch die verschiedenen Nuancen zu den dunklen Farben vorarbeitet. Auch Trocknungsprozesse und die Möglichkeit des Ausblendens durch Verschmieren und Verwischen von Farben solltet ihr in eurer Planung zum weiteren Vorgehen bedenken. Wenn ihr perspektivisch oder räumlich malt, ergeben sich einzelne Malschritte durch das Vorhandensein von Objekten, Lichteinfall und deren Schatten.

Der letzte Schliff

Betrachtet euer Werk zwischendurch aus einiger Entfernung, um die Gesamtwirkung und die Tonwerte besser einschätzen zu können. Ihr könnt euch auch einen weiteren Betrachter hinzuholen und euch beraten. Manchmal empfiehlt es sich nach einer ausführlichen Bildbesprechung, hier oder dort noch Akzente zu setzen, bevor ihr euer Gemälde für vollendet erklären möchtet.

Der Evangelist Lukas – Schutzpatron der Kunstmaler

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und doch gibt es bereits einen neuen Blogartikel von Klaus Euler. Dieses Mal befasse ich mich mit der Verbindung von Kunst und Kirche, denn nicht nur Seefahrer und Feuerwehrmänner haben Schutzpatrone, sondern auch Künstler.

Der Evangelist Lukas hat nicht nur das Lukas-Evangelium verfasst, sondern war gleichfalls Arzt und – so die Legende – ein begnadeter Maler. Mehr als 7000 Bildnisse der Muttergottes und des Christuskindes werden ihm zugeschrieben. Seit dem 14. Jahrhundert gilt Lukas als Schutzpatron der Malergilden, die sich daher auch als Lukas-Gilden oder Lukas-Bruderschaften bezeichnen.

Lukas als Maler: Historische Überlieferungen
Der Mythos, dass Lukas Maria und Christus gemalt hat, kam im 6. Jahrhundert auf. Was den Tatsachen entspricht, weiß man nicht. So ist nicht eindeutig nachweisbar, dass Lukas zum engsten Kreis der Apostel gehörte. Doch wenn die Vermutung stimmt, konnte er den Lebensweg Christi begleiten und aus nächster Nähe dokumentieren.
Die ältesten Schriftquellen, die Lukas als Maler hervorheben, sind aus dem 8. Jahrhundert aus Byzanz überliefert. Im westeuropäischen Raum setzte sich die Legende erst im Mittelalter durch. Um 1180 berichtete Nicolaus Maniacoria von Lukas’ Malerei, im 13. Jahrhundert fügte der Chronist Jacobus de Voragine die Malerlegende in die Biografie des Evangelisten ein. Seit damals haben sich Szenen, die Lukas beim Zeichnen oder Malen der Gottesmutter und des Christuskindes zeigen, zu Standardmotiven der Kunstgeschichte entwickelt. Maler verliehen ihrer Verehrung Ausdruck, wiesen damit selbstbewusst auf ihren Berufsstand hin und setzten immer auch ihre gesellschaftliche Identität in Szene.

Lukas als Patron der Maler: Kunsthistorische Zeugnisse
Die Liste der Künstler, die Lukas an der Staffelei abbildeten, ist lang. Rogier van der Weyden stellte 1440 das wohl berühmteste Werk mit dem Titel „Der Heilige Lukas porträtiert die Madonna“ fertig. Hier sind nicht allein Lukas und sein Motiv, sondern gleichfalls Maria und Christus zu sehen. Sie symbolisieren die Religion, erweitern also den durch Lukas gegebenen allegorischen Hinweis auf die Malerei. Auch auf den Renaissance-Gemälden von Colijn de Coter (um 1490/93), Jan Gossaert (um 1520) und Bartholomäus Spranger (1582) oder auf den barocken Bildnissen Luca Giordanos (um 1650/55) und Pierre Mignards (1695) kommen sowohl Lukas als auch die beiden wichtigsten Figuren des Christentums zur Geltung.
Dagegen stellte Andrea Mantegna zu Beginn des 16. Jahrhunderts in seinen Fresken in der Basilika Sant’ Andrea in Mantua allein den malenden Evangelisten dar. Schon bei Mantegna rückt Lukas’ Bedeutung für die Malerzunft ins Zentrum, und im 19. Jahrhundert hoben Friedrich Overbeck und Franz Pforr mit der Gründung ihres „Lukasbundes“ Vergleichbares hervor. Ihre 1809 ins Leben gerufene Gruppe ist auch unter dem Namen „Nazarener“ bekannt: Mit dem Mittelalter und der Renaissance idealisierten die beteiligten Künstler die Blütezeit der Lukas-Verehrung.

Malen mit weihnachtlichen Motiven

Wer wie Klaus Euler das kurzweilige und kreative Hobby Malen ausübt, sucht ständig nach neuen und passenden Motiven. Im Winter sind es die speziellen Ideen für die kalte Jahreszeit, die besonders weihnachtlich sein sollten. Mit ein wenig Fantasie fällt dem Künstler immer mehr zu diesem Thema ein. Oft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die ein lohnenswertes Motiv darstellen. Ich habe euch heute im Stile von Klaus Euler ein paar Ideen für schöne Weihnachtsbilder zusammengefasst.

Ideen für ein schönes Bild

Schon ein einziges erleuchtetes Fenster, eine entzündete Kerze, ein hübscher Tannenzweig oder ein neckischer Schneemann können mit dem perfekten Einsatz von Licht und Schatten zu einem Kunstwerk gestaltet werden. Ebenso gerne werden als Themen für die Weihnachtszeit verwendet:

Der goldene Engel
Ein Engel mit prächtigen weißen Federn als Flügel und einem Heiligenschein auf dem Kopf sowie mit einer Laute, wobei einige Noten aus dem Mund den Gesang andeuten.

Bezaubernde Schneelandschaft
Im Vordergrund eine weiß verschneite Wiese, im Hintergrund der Wald mit schneebedeckten Tannenbäumen.

Traditioneller Tannenbaum
Ein prachtvoll geschmückter Weihnachtsbaum mit glänzenden Kugeln und strahlenden Lichtern.

Dekorative Baumkugeln
Zwei glänzende Christbaumkugeln, in denen sich Lichter spiegeln, wobei der Spiegel auch andere Dinge zeigen kann, wie zum Beispiel einen kleinen Engel oder ein Rentier im Schnee.

Festliche Glocken
Läutende Kirchenglocken im Kirchturm. Einige Noten deuten den Glockenklang an.

Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann ist immer ein nettes weihnachtliches Motiv. Je dicker, desto besser und traditionell mit einem roten Kapuzenmantel, der mit weißem Fell abgesetzt ist, dabei huckepack mit einem Sack voller Geschenke.

Rentier-Schlitten
Der Schlitten wird von Rentieren aus den Wolken auf die weihnachtliche Erde gezogen. Gerne können der Weihnachtsmann und die Geschenke sich darauf befinden.

Krippe im Stall
Ein offener Stall im Dunkeln mit den einfach gekleideten Maria und Josef sowie dem Kind in der Krippe sind schon ausreichend. Es darf aber noch der leuchtende Stern über den Stall gesetzt werden, und Schäfer mit seinen Tieren sowie ein Esel können ebenso hinzukommen. Auch können schon die Heiligen drei Könige mit ihren Gaben vor den Stall platziert werden.

Ein Weihnachtsmarkt
Auch er ist ein beliebtes Motiv mit zahlreichen interessanten Details, wobei gerne der nostalgische Marktstand mit traditioneller Kerzenbeleuchtung und mit alten Gewändern der Marktleute gewählt wird.

Landschaftsfotografie

Das Ablichten von Landschaften ist für Klaus Euler der Bereich der Fotografie, in dem Ihr Eure fotografischen Kenntnisse besonders gut erweitern könnt. Hier könnt Ihr experimentieren, verwerfen und immer nach neuen Motiven suchen. Ihr lernt die Besonderheiten Eurer Kamera kennen und seid unabhängig vom menschlichen Motiv. Gerade jetzt wenn die letzten Blätter fallen, lassen sich besonders schöne Momente einfangen!

Die Technik

Wenn Ihr Landschaften fotografiert, genügt für alltägliche Aufnahmen bereits Eure einfache Digicam. Einschränkungen bestehen erst, wenn Ihr für weit entfernte Objekte den Kamerazoom benutzen müsst. Diese Bilder werden meist unscharf. Bei hohen Bäumen etc. fehlt Euch ein Weitwinkelobjektiv und die Größenverhältnisse wirken etwas verzerrt.
Legt Ihr jedoch später zwei Bilder mit dem gleichen Motiv nebeneinander, die mit einer Digicam bzw. einer digitalen Spiegelreflexkamera aufgenommen wurden, werdet Ihr den qualitativen Unterschied in der Tiefenschärfe etc. erkennen. Die Technik ist deshalb lediglich eine Frage des qualitativen Anspruchs und der finanziellen Möglichkeiten.

Arbeitet nie gegen das Sonnenlicht

Die wichtigste Grundregel der Landschaftsfotografie besteht darin, nie gegen die Sonne zu fotografieren. Diese Bilder sind immer grell, überbelichtet und wirken oft dunstig. Die Entscheidung zu einer gelungenen Aufnahme führt sogar soweit, dass Ihr dieses Motiv zu einer anderen Tageszeit nochmals aufsuchen müsst, wenn Ihr das Sonnenlicht im Rücken habt. Entscheidet Ihr Euch für Licht von der Seite, werden Eure Fotos von störenden Schatten und schwarze Flecken beeinträchtigt.

Motiv und innere Stimmung

Ihr steht auf einer Bergkuppe und Euer Blick wandert im Flirren der Sommerhitze über den ausgedehnten Talkessel mit seinem dichten Baumbestand. Grillen zirpen zu Euren Füßen und der Duft des blühenden Oleanders steigt in Eurer Nase auf – ein Bild für die Ewigkeit!
Übrig von diesem atemberaubenden Flair bleibt auf dem Foto eine langweilig wirkende, grüne Fläche. Ihr habt Euch von Eurer Stimmung verleiten lassen. Eure Kamera indessen kann nur das Objekt erkennen. Findet bei Eurer Motivsuche wenigstens den knorrigen Baum mit seiner kahlen Krone, der das Bild belebt.

Inszeniert Eure Landschaft

Der hohe Baum mit seiner gewaltig ausladenden Krone ist ein Foto wert! Ihr richtet Eure Kamera so ein, dass er mittig auf dem Foto erscheint. Später ist er auf Eurem Foto lediglich ein Baum. Setzt ihn in Szene. Zeigt, dass er z. B. auf einer blühenden Sommerwiese steht, und schafft damit Atmosphäre. Teilt Euer Kameradisplay gedanklich in drei nebeneinander angeordnete Sektoren ein. Achtet darauf, dass Euer Hauptmotiv niemals, platt und dominierend, im mittleren Sektor auf dem Bild steht.

Viele Fotos helfen beim Lernen

Die digitale Fotografie ermöglicht viele Fotos, bis der Chip gefüllt ist. Nutzt diesen Vorteil zum Lernen und Üben. Vergleicht anschließend Eure Fotos und lernt daraus. Dann ist die Landschaftsfotografie eine Fotoschule mit Wohlfühleffekt.

Sonnenschutz und Co – Malereitipps für den Sommer

Auch wenn der Sommer schon fast vorbei ist, hoffe ich doch noch auf einen heißen Tag dieses Jahr und habe euch ein paar Malereitipps für warme Tage zusammengestellt.

Natürlich verlockt der Sommer mit seinen wundervollen Motiven, den lebendigen Farben und Lichterspielen dazu, das Atelier zu verlassen und draußen zu malen. Immerhin kann man das perspektivische Zeichnen und Malen nirgendwo so gut üben wie mitten in der Landschaft, denn als Maler, wie Klaus Euler, wird man im Freien ein Teil des Raumes, den man wiedergeben möchte, und gewinnt dadurch ein völlig neues Gefühl für Tiefe. Der Sommer hat allerdings immer auch einige Überraschungen zu bieten, auf die man sich gut vorbereiten sollte!

Je nach Maltechnik müsst ihr natürlich eure Grundausstattung dabei haben. Farben, flache und spitze Pinsel in verschiedenen Größen, eventuell einen Fächerpinsel, eine Palette und natürlich den Malgrund, Leinwand auf Keilrahmen, Acrylmalkarton oder Aquarellpapier, möglichst auf einem geleimten Block. Ihr könnt auch auf einem Malbrett arbeiten, dann solltet ihr allerdings das Kreppklebeband nicht vergessen, mit dem ihr das Papier auf dem Brett fixieren könnt. Bleistifte in verschiedenen Härtegraden und ein Skizzenblock erleichtern den Entwurf des Motivs. Größere Arbeiten lassen sich ohne Staffelei kaum bewerkstelligen, ein Klapptisch für das Material ist ebenfalls hilfreich. Frischhaltefolie gehört zur Basisausstattung, denn ohne sie können Farben auf der Palette in der Sonne schnell eintrocknen. Natürlich könnt ihr nicht alles einpacken, was euch bei der Arbeit im Atelier an Material zur Verfügung steht, aber es lohnt sich auf jeden Fall, vor der Fahrt ins Grüne noch einmal zu überprüfen, ob alles da ist. Es wäre zu schade, eine Möglichkeit zum Malen zu verpassen, weil die Mappe mit den Pinseln noch zu Hause liegt.
Wenn an die Kunst gedacht ist, solltet ihr an euch selbst denken. Im Freien zu malen ist besonders im Hochsommer eine Herausforderung, denn die Natur ist nicht immer so freundlich, wie es auf euren späteren Bildern scheinen wird. Eine Kopfbedeckung ist extrem wichtig, denn wer bei der konzentrierten Arbeit die Sonne vergisst, kann mit einem Hitzschlag bezahlen. Ein Strohhut, finde ich, sieht nicht nur malerisch aus, er hat auch eine breite Krempe, die die Augen vor der Sonne schützt. Eine sportliche Schirmmütze hat allerdings den gleichen Effekt. Eine Sonnenbrille dagegen könnte die Wahrnehmung der Farben beeinträchtigen und das Bild verfälschen. Natürlich solltet ihr immer genug zu trinken dabei haben, achtet aber genau darauf, dass Trinkwasser und Malwasser oder Terpentin gekennzeichnet sind und auch niemals nebeneinanderstehen! Sonnencreme ist natürlich wichtig, habt ihr noch Platz im Auto, solltet ihr auch einen Sonnenschirm mitnehmen. Gegen lästige Mücken, Bremsen und Zecken gibt es Lotionen, die die Schädlinge von euch fernhalten.

Ideenlosigkeit – Wege zu neuer Kreativität

Das Malen als kreatives Hobby ist nicht nur für Klaus Euler sehr anregend für Seele und Geist. Ideen, Gedanken oder auch äußere Eindrücke mit Farben und verschiedenen Techniken festzuhalten ist eine besondere Gabe, die ihr pflegen solltet. Jedoch kann es auch sehr fantasievollen und kreativen Künstlern passieren, dass sie in eine Phase der Ideenlosigkeit geraten. Wenn dies auftritt: Keine Panik, denn das ist normal und trifft auch große Künstler aus allen Metiers. Und es gibt mehrere Möglichkeiten für euch Wege zu neuer Kreativität zu finden.
An erster Stelle steht, dass diese Phase durchaus einmal zum kurzen Pausieren genutzt werden sollte. Es tut eurer Fantasie und der Seele nicht gut, wenn sie ständig neue Ideen entwickeln soll. Aus diesem Innehalten heraus entsteht dann der nächste Schritt: bewusst die Umwelt wahrnehmen. Ein Landschaftsmaler geht einfach in die Natur und lässt sie auf sich wirken, gegebenenfalls in Landschaftsformen, die bislang nicht zum Repertoire gehörten. So kann zum Beispiel ein Maler, der bisher hauptsächlich Gärten und Parks malte, einmal ans Meer oder in die Berge fahren und diese Landschaften bezüglich ihrer „Tauglichkeit“ für Motive betrachten.
Andersherum kann jemand, der bislang eher großformatige Landschaftspanoramen malte, sich nun an Detailansichten versuchen: einzelne Pflanzen oder Steine einer Gartenmauer, die mit Pflanzen berankt sind.
Diese Tipps zum Wechsel der Perspektive und der Ansichten gilt entsprechend für Künstler, die beispielsweise menschliche Portraits, Stillleben mit Obst und Blumen oder Gebäude gemalt haben: Schaut einfach, ob ein Wechsel der Kreativität euch zu neuen Impulsen verhilft.
Ebenfalls anregend wirkt eventuell eine andere Maltechnik. Statt Öl nun Aquarell, statt Kreide nun Kohle – die Möglichkeiten sind so wunderbar unbegrenzt und erlauben alles. Auch völlig neue Kombinationen verschiedener Techniken bieten sich an, um eure Fantasie anzuregen.
Viele Maler wie Klaus Euler nutzen zusätzlich die Option sich einer Künstler- oder Ausstellungsvereinigung anzuschließen. Unter Gleichgesinnten und in einem gemeinsamen Atelier lassen sich zahllose Anregungen für neue Werke finden – und es wird dort auch viel Erfahrungsaustausch betrieben, das Thema Ideenlosigkeit eingeschlossen.
Eine andere Möglichkeit ist es sich Bildbände über Maler und Malerei anzuschauen oder entsprechende Fernsehsendungen. Ein bekanntes Beispiel ist „The joy of painting“ von Bob Ross, der sich bei seiner atmosphärischen Landschaftsmalerei über die Schulter schauen lässt und viele, viele Tipps gibt, die sich auf andere Themen als Landschaften übertragen lassen.
Es gibt also verschiedene Wege für euch, um aus einer Phase der Ideenlosigkeit zur Kreativität zu finden – sobald neue Impulse kommen, entstehen auch wieder neue Ideen.