Ölmalerei – die traditionelle Malerei

Der amerikanische Maler Casey Baugh, der als Shootingstar der Szene gilt und dessen Ölportraits mittlerweile für fünfstellige Beträge verkauft werden, sagte einmal in einem Interview, bei der Malerei ginge es nicht um technische Perfektion, und es ginge auch nicht darum, ein Foto haarklein zu reproduzieren, vielmehr sei es die Aufgabe eines Malers, den Betrachter eines Gemäldes zum Denken anzuregen, er solle ein Bild angucken und dabei etwas fühlen, was das Leben verändern würde – dies und nichts anderes sei Sinn und Zweck der Malerei.

Die Faszination des Öls
Bereits seit dem 13. Jahrhundert gilt die Ölmalerei für viele, wie auch für Klaus Euler, als Königsdisziplin, doch während man heutzutage einfach in ein Künstlerfachgeschäft gehen kann, wo man zwischen unzähligen Hersteller seine Auswahl treffen darf, mussten sich die Maler noch vor gut 200 Jahren ihre Farben selber anmischen. Sie verwendeten dazu die unterschiedlichsten Pigmente, die in teils mühevoller Arbeit aus der Natur gewonnen und sorgsam mit dem damals teuren Bindemittel Öl vermengt wurden. Die Vorteile von Ölfarben gegenüber Acrylfarbe sind vielfältig, denn neben einer längeren Trocknungszeit, die natürlichere Farbverläufe ermöglicht, behält die getrocknete Ölfarbe eine gewisse Struktur, was dem Gemälde mehr Spannung verleiht, und zudem besitzen Ölfarben einen höheren, natürlicheren Glanz als Acrylfarben. Wo Vorteile sind, finden sich natürlich auch Nachteile, denn aufgrund der längeren Trocknungszeit muss der Maler möglicherweise mehrere Tage oder gar Wochen warten, bis er eine neue Farbschicht auf das Gemälde auftragen kann, und zudem muss bei der Verarbeitung der Ölfarben darauf geachtet werden, dass die oberen Farbschichten einen geringeren Ölanteil haben als die unteren, um Rissbildungen zu vermeiden. Des Weiteren ist es nötig, bei der traditionellen Ölmalerei die Pinsel nach dem Gebrauch mit Terpentin zu reinigen, da die Farbereste sich ansonsten nicht aus den Borsten lösen lassen – für viele Menschen stellt dies ein Problem dar, da das Lösungsmittel einen unangenehmen Geruch besitzt, der oftmals zu Kopfschmerzen führt.

Was braucht man für den Anfang?
Wer mit der Ölmalerei beginnen will, benötigt keine breite Palette unterschiedlicher Farben, vielmehr reichen die Grundfarben vollkommen aus, die um Schwarz und um Weiß ergänzt werden müssen. Neben den Ölfarben wird ein Malmittel wie beispielsweise Terpentin benötigt, damit die Farben bei Bedarf verdünnt und die Pinsel nach Gebrauch gereinigt werden können. Wem der Geruch von Terpentin Probleme bereitet, der kann versuchen, ob geruchsneutrales Terpentin möglicherweise als Alternative genutzt werden kann – des Weiteren lassen sich im Handel mittlerweile Ölfarben finden, welche wasserlöslich sind, weswegen die Pinsel nach dem Malen einfach mit Wasser ausgewaschen werden können. Nachteil dieser speziellen Ölfarben ist, dass sie nach dem Trocknen nicht ganz die Wirkung traditioneller Ölfarben besitzen, weswegen sie nur selten genutzt werden. Um die Farben auftragen zu können, bieten sich bei der Ölmalerei Borstenpinsel an, da mit ihnen die pastosen Farben ideal verteilt werden können. Breitere Pinsel werden genutzt, um große Flächen zu gestalten, während dünne Pinsel für die Detailarbeiten verwendet werden. Als Malunterlage sollten Anfänger auf grundierte Leinwände zurückgreifen, die in unterschiedlichen Größen und Qualitäten im Fachgeschäft erhältlich sind, jedoch kann für den Anfang auch Pappe oder dickes Papier zum Probieren verwendet werden.

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Pop-Art: Den Klassiker der Moderne neu entdecken

Die Kunstrichtung Pop Art entwickelte sich in den 1950er Jahren unabhängig voneinander in den USA und in England und zeigte sich vor allem in der Malerei und Skulpturen. Von der vielseitigen Ausdrucksform fühlten sich Künstler auf der ganzen Welt angezogen. Ihre Blütephase erlebte die Kunstrichtung Pop-Art in den 1960er Jahren. Man kann sie sowohl als „populäre“ als auch „knallige“ Kunst definieren: Das englische Wort „Pop“ kann beide Bedeutungen haben.

Typisch für Pop-Art sind triviale Bildmotive, denn die neue Kunstrichtung, die man anfangs nicht sehr ernst nahm, wollte massentaugliche Kunst schaffen, die den Konsumenten direkt ansprach. Populäre Themen sind daher Supermarkt, Comics und die ewige Jugend der Hollywoodstars. Pop-Art hat auch unsere europäische Vorstellung von Design, Ästhetik und dem „American Way of Life“ geprägt. In den sechziger Jahren beschäftigten sich außerordentlich viele Künstler mit dieser Stilrichtung. Bei uns ist vor allem Andy Warhol bekannt, doch daneben gibt es etliche wichtige Vertreter wie Roy Liechtenstein, Eduardo Paolozzi und Takashi Murakami.

Marylin Monroe und Andy Warhol
Der wohl berühmteste Vertreter der Pop-Art schuf ein buntes Potpourri an kreativen Arbeiten, unter denen seine farbenfrohen Siebdrucke von Marylin bis heute im Gedächtnis geblieben sind. Immer noch zieren sie als Kunstdrucke Wohnungen weltweit und Warhols Stil wird in allen Facetten nachgeahmt.

Dein eigenes Pop-Art-Kunstwerk drucken lassen
Heute erlebt die Pop-Art eine nie geahnte Renaissance und ist als stylishe Dekoration für jeden Raum geeignet. Pop-Art Kunstwerke passen ins Büro genauso wie ins Wohnzimmer und verleihen Räumen eine ungeahnte Ausdruckskraft. Du kannst dir auch individuelle Pop-Art Kunstdrucke vom eigenen Foto erstellen lassen. So entstehen prächtige, farbenfrohe Bilder auf Leinwand – in allen Größen und ganz nach Wunsch.

Selbst malen wie Roy Liechtenstein
Wenn du selbst Bilder im Stil Roy Liechtensteins malen möchtest, brauchst du keine besonderen Vorkenntnisse. Zunächst zeichnest du die Konturen deines vergrößerten Motives mit einem harten Bleistift auf Leinwand vor. Liechtenstein vergrößerte seine Vorlagen mit einem Bildprojektor. Im Anschluss kannst du alle Flächen farbig ausmalen. Du solltest deckende und kräftige Farben verwenden. Am besten eignen sich Acrylfarben, da sie eine hohe Leuchtkraft haben. Die für Liechtenstein typischen Rasterpunkte kannst du mit einer Rasterschablone aufsprühen oder aber mit einer vorgestanzten Folie aufbringen. Hierfür verwendest du Lackspray aus dem Baumarkt. Du musst sauber arbeiten, denn Acrylfarbe lässt sich nicht mehr übermalen. Zum Abschluss ziehst du die vorgezeichneten Bleistiftlinien mit flüssiger Acrylfarbe und Pinsel nach. Fertig ist dein eigenes Kunstwerk à la Roy Liechtenstein.

Die Kunst der Tusche

Der Hang zur Hobbymalerei beginnt für viele wie auch für Klaus Euler bereits in Kindesalter. Kindermalschulen fördern den Nachwuchs heute gezielt, während man früher nur im Kunstunterricht an der Schule den Tuschkasten herausholen durfte.

Einige der Tuschezeichnungen, die zu Malwettbewerben eingereicht werden, werden von übereifrigen Müttern gemacht. Dabei ist es wichtig, Kindern ihren eigenen Ausdruck zu lassen. Es gibt in der Kunst kein Richtig und kein Falsch. Wenn ein Kind eine Banane rot malt und ein Gesicht blau, entspricht das seinem ureigenen Empfinden. Hat man Kenntnis von der großen Kunst, weiß man, dass mancher berühmte Maler es ähnlich sah. Manche malten Dinge über Kopf. Paul Klee malte am Küchentisch statt ein Atelier zu nutzen.

Die Kunst der Tuschemalerei hat viele Facetten. Vom Tuschkasten zur Kalligrafie zu kommen, ist nur ein kleiner Schritt. Wem das Malen von asiatischen Buchstaben nicht liegt, erlernt auch nie die Fertigkeit, Tuschezeichnungen in wenigen Strichen anzulegen. Hier geht es nicht darum, einen Umriss mit einer Tuschfarbe auszumalen, sondern mit möglichst wenigen Strichen und einer fließenden Bewegung die Essenz einer Blume oder eines Vogels zu erfassen. Diese Kunst bedarf genauen Hinsehens und hoher Konzentration. Die Kunst der Schwarz-Weiß-Malerei mit Tusche heißt übrigens Sumi-e.

Im Gegensatz dazu stehen Tuschezeichnungen, die als Aquarell zu bezeichnen sind. Man kann mit Stiften vorzeichnen und dann aquarellieren oder umgekehrt: zuerst Farbflächen anlegen und dann nachzeichnen. Volkshochschulkurse sind Experimentierküchen, wo man gut von anderen lernen kann. In manchen Orten gibt es auch Malschulen. Viele gestandene Maler unterrichten Schüler privat. Heutzutage kann man sogar die Grundlagen der Farbfeldmalerei in einem Onlinekurs erlernen. Hunderte von Büchern stehen als Praxiseinführungen zu jedem Thema der Malerei zur Verfügung.

Mit dem Pinsel und Tusche kann man Pinselzeichnungen ausführen oder Farbflächen gestalten. Man kann deckende Flächen setzen oder durchscheinende Lasuren anlegen. Ob man dazu Pinsel und Tuschsteine, Federn mit Ausziehtusche oder einen 24-Farb-Tuschkasten und kleine Schwämmchen zur Gestaltung seiner Ideen einsetzt, ist einem selbst überlassen. Federkiele, Pinsel, Kalligrafiefedern, Sprühdosen oder Pappstücke können Oberflächen gestalten. Fragen muss man sich, ob man wasserunlösliche oder wasserlösliche Tuschfarben verwendet, bei denen man nach dem Trocknen noch etwas ändern könnte. Nicht Gefallendes übermalen kann man allerdings immer.

Prinzipiell kann man mit Tusche jede Art von Malerei ausführen. Auf Dauer wird aber die mindere Farbbrillanz von Tuschfarben augenfällig. Oft wechselt man dann zu höher pigmentierten Öl- oder Acrylfarben. So oder so sind Gesundheitsgefahren zu beachten, denn auch Tuschfarben können Lösungsmittel und ähnliches enthalten. Wenn Kunst krank macht, hat sie ihren Reiz verloren.

Frühlingserwachen – frische Farben in der Malerei

Der Frühling zieht an niemandem spurlos vorüber, schon gar nicht am ohnehin schon wachen Geist eines Künstlers wie Klaus Euler. Er nimmt die Farben, die Düfte und die unsichtbare Stimmung umso deutlicher wahr und will sie einfangen, auch wenn das jedes Jahr schon zahlreiche Maler vor ihm getan haben. Fürs malerische Frühlingserwachen sind frische Farben wichtig, die betonen, wie schön es sein kann, wenn nach und nach neues Leben aufkeimt.

Frühlingsfarben – eine Geschmacksfrage?
Wir alle verbinden mit dem Frühling helle, fröhliche Pastell-Töne, die freundlich und offen wirken und uns daran erinnern, dass das schlafende Leben endlich unter der geschmolzenen Schneedecke hervorkommt. Insbesondere verbinden wir damit sanfte Pastelltöne, denn auch die ersten Frühblüher sind zart und wollen beschützt werden. Typische Frühlingslandschaften sind ohnehin auf die Frühlingsfarben der Natur angewiesen, und auch die warten erst im Sommer mit starken Kontrasten und knalligen Effekten auf. Vorher sind sie zart, weich und unterstreichen, dass die Natur gerade wieder zum Leben erwacht ist.

Frühlingsmalerei – es muss nicht immer Natur pur sein
Malerei im Frühling muss nicht immer die klassische Naturszene sei. Oft genug fühlen wir uns durch den warmen Frühlingswind und die ersten Sonnenstrahlen auch zu ganz anderen Szenen inspiriert. Genau darin liegt das Stichwort. Im Frühling geht es um aufblühendes Leben in jeder Hinsicht, denn nicht nur die Natur erwacht wieder zu frischem Leben. Selbst in einer pulsierenden Großstadt erwacht wieder alles nach dem Winterschlaf und wir gehen wieder gerne in knappen Klamotten auf die Straßen. Durch die längere Tageslichtdauer spielt das (Sonnen-)Licht im Frühling eine ebenso bedeutende Rolle. Doch woran ist in der Malerei erkennbar, dass wir den Frühling thematisieren wollten? An den frischen Farben!

Farben und Frische
Eine Farbe kann frisch sein, weil sie hell und sanft ausfällt. Sie kann aber auch in jeder Schattierung ganz grundsätzlich als frisch wahrgenommen werden. Im Frühling spielen optimistische, helle Farben wie gelb und orange eine Rolle, aber sie dürfen auch wieder nicht zu intensiv ausfallen – andernfalls werden sie eher mit dem Sommer assoziiert. Grün als Farbe der überall sprießenden Knospen darf natürlich auch nicht fehlen. Dann wieder spielen die typischen Blütentöne eine Rolle, allen voran rosa, lila, hellblau, weiß… einfach mal einen Blick aus dem Fenster werfen und für sich selbst sehen, welche Farben die Natur vorgibt. Pastelltöne und helle Schattierungen signalisieren, dass trotz der warmen Sonnenstrahlen noch kein Sommer herrscht – denn das Leben braucht noch eine Weile, um sich voll zu entfalten.

Warme Farben gegen graue Tage

Wer kennt das nicht? Die Tage werden grauer und mit ihnen sinkt unsere Stimmung bis auf den Nullpunkt, so als ob mit Sonne und Licht auch jegliche Lebensfreude verschwinden würden.

Die gute Nachricht lautet jedoch, dass es Mittel gibt, diesem unaufhaltsamen und zweifellos wiederkehrenden Wechsel der Jahreszeiten, mit etwas Kreativität die Stirn zu bieten und, was das Wichtigste ist, sich dabei nicht die gute Laune verderben zu lassen.
Wer sich, wie Klaus Euler mit Kunst und Malerei beschäftigt, weiß, welchen großen Einfluss Farben auf unsere jeweilige Gemütsverfassung haben. Man denke beispielsweise nur einmal an seinen letzten Urlaub in südlichen Gefilden. Dabei werden nicht nur Erinnerungen an Sonne, Strand und Meer wach, sondern vor dem geistigen Auge tauchen auch die Farben des Sommers in Form von bunt blühenden Pflanzen, ästhetisch zusammengestellten kulinarischen Köstlichkeiten und farbenfrohen mediterranen Landhäusern welche die Farben des azurblauen Meeres oder der sonnenverbrannten Erde widerspiegeln, auf.
Möchte man sich also Wärme und Gemütlichkeit des Südens ins herbstliche oder winterliche Nordeuropa holen, so kann man sich entweder für eine radikale Umgestaltung seines Zuhauses entscheiden oder kleine bewusste Akzente mit großer Wirkung setzen.
Ein entscheidendes Element ist natürlich Licht. So sollte man in seinen Räumlichkeiten für eine angemessene und dauerhafte Beleuchtung sorgen. Bewährt haben sich aufgrund ihres warmen Lichts unter anderem weiße Lampions im asiatischen Stil, aber auch Kerzen und Teelichter, möglichst in einem kräftigen Farbton und mit anregender Duftnote werden dem Bedürfnis nach Geborgenheit und Gemütlichkeit gerecht.
Da es zudem nur in den seltensten Fällen möglich ist, sich gleich ein ganzes Haus im mediterranen Stil zu leisten, sollte man sich auf das Realisierbare konzentrieren. Einen großen Effekt hat beispielsweise eine Wand in Ocker- oder Gelbtönen. Ein Terrakotta-Look lässt sich leicht durch die klassische Schwammwischtechnik erstellen. Auf diese Weise verleiht allein die Wandgestaltung dem jeweiligen Raum bereits ein südländisches Ambiente, welches sich noch durch üppige grüne Pflanzen sowie ein Bild in kräftigen Farben, beispielsweise im Stil von Gauguin, ergänzen lässt.
Eine warme und natürliche Atmosphäre verströmen auch Möbel aus Holz. Diese lassen sich farblich beispielsweise durch weinrote Kissen, orangefarbene Decken oder gelbe Vorhänge geschickt auflockern.
Der eigenen Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und in Puncto Farben sollte sich jeder auf eine kleine Reise begeben und testen, welche besondere Wohlgefühle auslösen. Schließlich ist es inzwischen erwiesen, dass es hier individuelle Abweichungen gibt und sich, je nach persönlichen Präferenzen, einige Menschen beispielsweise in einem gänzlich weißen Raum kreativ besonders ausleben können, während andere diese Farbe als kalt und deprimierend empfinden.
Mit einer individuell abgestimmten Farbpalette aus warmen Tönen lässt sich das berühmt-berüchtigte Wintertief also problemlos meistern.

Klaus Euler´s Tipp: Farben selber herstellen

Wer sich mit Kunstmalerei beschäftigt, kennt das Problem. Um sein Hobby gut ausführen zu können, benötigt man viele verschiedene Farben und Farbtöne. Zwar sollte man sich für die Malerei eine breite Farbpalette zulegen, doch sind Öl- und Acrylfarben recht teuer, wenn man auf gute Qualität Wert legt. Manchmal findet man auch die gesuchte Farbe oder den gesuchten Farbton gar nicht.

Klaus Euler hat als Malermeister natürlich weniger Probleme mit der Beschaffung von Farben, aber das ist ja nicht unbedingt die Regel….
Man kann sich zwar damit behelfen, die gewünschte Farbe durch das Mischen anderer Farben zu erzeugen. Jedoch ist das Ergebnis dieses Verfahrens ziemlich unsicher, denn das Resultat weicht häufig von der gewünschten oder bereits verwendeten Farbe leicht ab. Eine intelligente Lösung ist es, Farben selber herzustellen. Öl- und Acrylfarben können ohne großen Aufwand selbst erzeugt und gemischt werden. Dazu benötigt man lediglich einige Materialien wie Farbpigmente, Binder und Leerbehälter.

Ölfarben selbst herstellen
Zum Anreiben von Ölfarben benötigt man Farbpigmente, Öl und eine Anreibeplatte, zudem einen Läufer, ein Palettenmesser und Leertuben bzw. –behälter. Als erstes vermengt man das Pigment mit dem Öl, wobei es sich um Lein- oder Mohnöl handeln kann. Mit dem Palettenmesser mischt man beides bis sich ein körniger Farbbrei ergibt. Den Farbteig verreibt man schließlich mit dem Läufer unter leichtem Druck und kreisenden Bewegungen. Man kann dabei die gesamte Fläche nutzen. Mit dem Palettenmesser kratzt man den Läufer ab und schiebt die Farbmasse wieder zusammen. Durch das Reiben muss sich ein körniger Brei ergeben, der schließlich fein und cremig wird. Wird die Konsistenz der Ölfarbe zu trocken oder zu flüssig, gibt man mehr Öl bzw. Pigment hinzu. Hat man die gewünschte Konsistenz und Feinheit erreicht, kann man die Ölfarbe in Leerbehälter oder –tuben füllen. Vor jeder Erzeugung einer Farbe muss die Anriebplatte gründlich gereinigt werden. Es ist sinnvoll, beim Anreiben von hellen zu dunklen Farben überzugehen.

Acrylfarben selbst herstellen
Auch das Herstellen von Acrylfarben ist nicht schwierig. Man benötigt dafür Farbpigmente, Wasser und Binder. Diese drei Zutaten vermischt man nach den Angaben des Acrylbinderherstellers. Dabei geht man in zwei Schritten vor. Zuerst wird der Farbteig angesetzt, indem man die Farbpigmente mit Wasser vermischt. Der entstandene Farbteig muss sich 24 Stunden lang setzen. Diesen Vorgang nennt man Einsumpfen. Im zweiten Schritt wird der Acrylbinder hinzugefügt und mit dem Farbteig gut vermischt. Der Binder sorgt dafür, dass sich der Farbteig gut verbindet. Ist die richtige Konsistenz erreicht, kann man die selbst hergestellte Acrylfarbe in Leerbehälter oder –tuben abfüllen. Der Vorteil vom Selbermachen von Acrylfarben ist, dass man beim Mischen die Pigmentierung selbst beeinflussen kann und so feinere und nuanciertere Farbtöne erhält als im Handel.

Klaus Eulers Farbenwelt

Farben beeinflussen den Menschen sehr stark. Sie können anregen oder beruhigen, positiv stimmen oder entspannen. Klaus Euler hat dies schon bei so manchem Kundentermin erleben müssen. Wer in seiner Wohnung bewusst Farben einsetzt, sorgt für ein besseres Wohlbefinden. Die Farbtheorien geben Aufschluss darüber, wie welcher Farbton wirkt.

Goethes Farbverständnis – Nicht das von Klaus Euler!
Wussten Sie, dass Goethe eine Farbenlehre erstellt hat? Neu an seiner Betrachtung ist der ganzheitliche Ansatz, der von Goethes Naturverständnis herrührt. Anders als für viele Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts stellen Farben für Goethe ein Zusammenspiel aus Licht und Dunkelheit dar. Für Klaus Euler tut es dies im übrigen auch!

Ein spezielles Kapitel widmet er der Farbwahrnehmung. Die psychologische Wirkung von Farben auf den Menschen interessiert ihn besonders. Seine Beobachtungen bilden die Grundlage für unser heutiges Farbverständnis.
Betrachten wir die Wirkung von Farben am Beispiel unserer Wohnung.

Farbwelten im Malerhandwerk
Wir unterscheiden kalte und warme Farben. Zu den kalten Farben zählen viele Blautöne, als warme Farben werden Gelb und Orange, aber auch Gelbgrün und bestimmte Rottöne bezeichnet. Warum nennt man manche Farben „kalt“ und andere „warm“? Es ist die Wirkung der Farben auf die menschliche Psyche, die die Farbtemperatur bestimmt.

Für den Maler bedeutet das, dass er für Schlafräume häufig einen Blau- oder Grünton empfiehlt. Diese Farben sind kühl und ruhig. Badezimmer hingegen sind häufig in Gelbtönen und Rottönen gehalten. Diese Farben regen an und versetzen den Bewohner in eine positive Stimmung. Für das Wohnzimmer empfiehlt der Maler in der Regel warme Naturtöne, die entspannen und beruhigen.

Die beliebtesten Farben für Außenfassaden
Außenfassaden werden häufig farbig gestaltet. Klaus Euler findet dies allerdings in den meisten Fällen weder schön noch zweckdienlich! Lange Zeit bevorzugte man schlichtes Weiß, heute sind warme Farbtöne wie Gelb, Ocker, Orange wieder gefragt. Sie wirken natürlich, warm und einladend. Hausbesitzer, die ihr Haus von anderen deutlich abheben möchten, wählen auch Blau oder Grün, Tiefrot und Grau.

Moderne Fassaden setzt man oft farblich ab. Auf diese Weise betont man Erker oder Vorsprünge, aber auch Anbauten oder besondere Bauteile wie Fenster und Türen, Sockel und Dachelemente. -> Klaus Euler rät hier dringend zu einer einheitlichen Farbe!

Außenfassaden waren schon immer farbig. Denken Sie nur an die schönen Altbauten, die Farbe einsetzen, um Stuckornamente deutlicher hervorzuheben. Zuviel Farbe jedoch bewirkt, dass die Fassaden sehr plastisch und fast künstlich wirken. Fragen Sie daher den Fachmann für Fassadengestaltung, bevor Sie sich für eine Farbe entscheiden.

Malerfachbetriebe für Außen- und Innenanstrich
Ein herkömmlicher Malerfachbetrieb führt den Außen- oder Innenanstrich in Ihrem Haus professionell durch. Klaus Euler benutzt dazu hochwertige Markenfarben und kann auch in puncto Qualität, Deckfähigkeit und Wetterbeständigkeit der Farbe beraten. Je nach Putzart setzt er unterschiedliche Farbqualitäten ein.

Die neuen Farben sind häufig selbstreinigend. Sie enthalten einen Lotuseffekt, der bewirkt, dass Wasser und Schmutz abperlen und nicht auf der Farbe haften bleiben.