Malerei im Gebirge. Hindernisse und Tipps

Gebirge stellen in der Landschaftsmalerei ein bedeutendes Genre dar – und dies zu Recht. Der Reiz dieser besonderen Landschaftsform inspiriert viele Menschen. Es ist jedoch nicht leicht, die Größe und Atmosphäre einer imposanten Gebirgskette oder einer stimmungsvollen Kombination aus Felsen und Vegetation in die passenden Farben zu kleiden. Im Folgenden erhaltet ihr von Klaus Euler nützliche Tipps – und auch Hinweise auf Hindernisse beim Malen im Gebirge.

Das Wetter
Es ist euch gewiss bewusst, wie schnell sich das Wetter im Gebirge ändern kann. Falls ihr also bislang eure Landschaftsmalerei gern unmittelbar in der Landschaft durchgeführt habt, die ihr auf die Leinwand bringen möchtet, so könnt ihr in den Bergen eine Überraschung erleben. Gerade habt ihr euch den perfekten Ort für ein Panoramagemälde ausgesucht und eure Ausrüstung aufgebaut – da schlägt das bisher gute Wetter um und ein Regenguss kommt vom Himmel.
Um dieses Risiko so weit wie möglich auszuschalten, haltet euch an Wetterhinweise von Einheimischen. Sie kennen ihre Heimat und sind häufig in der Lage, einen Wettersturz vorherzusagen. Außerdem empfiehlt es sich, die Ausrüstung wetter- und wasserfest zu verpacken. Sollte dies nicht möglich sein: Überlegt, ob ihr zunächst nur Skizzen oder Fotos anfertigt und euer Bild anhand dieser Vorlage im Trockenen malt.

Die klassische Methode: von hinten nach vorn
Bei Gebirgslandschaften gilt dasselbe Prinzip wie bei anderen Landschaften auch: Beginnt euer Bild von hinten nach vorn, also vom Hintergrund zum Vordergrund. Eine sachte Skizze mit Bleistift gibt euch eine Orientierung und ihr gewinnt bereits eine Vorstellung von eurem späteren Werk.
Die letzten blassen Berge und der Himmel darüber sind also die ersten Dinge, die ihr auf eure Leinwand bringt. Davor staffelt ihr schrittweise die näher gelegenen Berge – bis zu jenem Punkt, an dem der Vordergrund beginnt und konkret wird.

Dunst, Nebel und Wolken
Diese Aspekte gehören zu beinahe jedem Gebirgsgemälde und helfen euch außerdem, sanfte Übergänge von hinten nach vorn zu kreieren. Zwei hintereinander liegende Bergketten lassen sich durch einen fernen, zarten Dunstschleier in Weißgrau gut voneinander trennen und geben dem Bild Tiefe. Auch Nebel und Wolken, die scheinbar um die Berghänge tanzen, beleben euer Bild und vermitteln Atmosphäre.

Der Vordergrund
Fragt euch zunächst: Was soll den Vordergrund ausmachen – eine farbenfrohe Blumenwiese, einige Felsen im Gras, Tiere oder Hütten? Diese Elemente bilden den scharf gezeichneten Vordergrund und bilden einen stimmungsvollen Kontrast zum bergigen Hintergrund. Euer Gemälde erhält wiederum Tiefe und Lebendigkeit. Beschränkt euch aber auf eine Sache, denn weniger ist mehr.

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Do-It-Yourself-Malerei für Zuhause – Wände selber gestalten

Mit meinen 38 Jahren habe ich schon einige Erfahrungen als Malermeister machen können und möchte nun mein Wissen an möglichst viele von euch weitergeben. Ich selber habe von diy noch nicht viel gehört, bin jedoch sehr angetan von dem Thema. Denn ob nur neue Farbe oder der Einsatz einer alten Waldmaltechnik: Beim Gestalten der Wände sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Schon allein ein Anstrich in einer anderen Farbe kann einen Raum vollkommen verändern und eine völlig neue Stimmung schaffen. Je nach Farbton, Farbverlauf oder Technik, mit der die Wände bearbeitet werden, kann das Zimmer anschließend sogar größer, höher oder heller wirken.

Lasieren schafft Gemütlichkeit

Um bei der Wandgestaltung interessante Effekte zu erzielen, gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Eine beliebte Technik ist beispielsweise das Lasieren. Dabei werden die Farben absichtlich so bearbeitet, dass es aussieht, als wäre die Wand bereits Jahrhunderte alt und der Anstrich dementsprechend verblasst. Durch unterschiedliche Schattierungen kann vor allem bei warmen Farben ein gemütliches mediterranes Flair entstehen.

Um Wände zu lasieren, sollten sie zunächst mit einer weißen Wandfarbe grundiert werden. Wenn diese Farbe getrocknet ist, wird Acrylfarbe im gewünschten Farbton mit wasserlöslicher farbloser Lasur gemischt und gut umgerührt. Je nach Effekt, der erreicht werden soll, kann die Mischung nun mit einem Pinsel oder mit Naturschwämmen aufgetragen werden.

Da die Farbmischung sehr dünnflüssig ist, sollte am unteren Rand der Wand begonnen werden, damit die Farbe nicht herunterlaufen und unschöne Spuren hinterlassen kann. Der Pinsel oder der Schwamm darf dabei außerdem nicht zu nass sein. Dennoch sollte die Farbe absichtlich unregelmäßig aufgetragen werden, sogar Streifen sorgen hier für einen tollen Effekt.
Während der Arbeit solltet ihr ab und zu ein paar Schritte zurücktreten und überprüfen, ob die Wand bereits so aussieht, wie gewünscht. Falls es nötig ist, kann nun noch mal korrigiert und der Anstrich verändert werden.

Marmorieren wertet den ganzen Raum auf

Eine andere Technik, die die Wände edel und hochwertig aussehen lässt, ist das Marmorieren. Dabei schimmern die Wandfarben, als wären sie Kalkablagerungen im Marmor, wodurch der gesamten Raum besonders wertvoll wirkt.

Auch hier ist der erste Schritt, eine weiße Farbe aufzutragen und diese gut trocknen zu lassen. Danach wird die erste der drei vorab ausgewählten Farben mithilfe eines Schwamms leicht aufgetupft. Um schöne Schattierungen zu erzielen, sollten dabei immer wieder Stellen freigelassen werden.
Anschließend wiederholt ihr diesen Schritt mit der zweiten Farbe. Die Farbtupfer dürfen sich dabei ruhig überlappen, einige Stellen sollten jedoch frei bleiben.

Als Letztes malt ihr die Adern auf. Dafür reißt ihr ein Stück Backpapier ab, legt es an die Wand und betupft den Rand mit einem in Farbe getauchten Schwamm. Dieser Schritt rundet die Marmoriertechnik ab und vervollständigt den herrlich plastischen Effekt.

Maltechniken: Expressionismus vs. Impressionismus

Wenn es um Maltechniken geht, kann der Laie die Kunstrichtungen Expressionismus und Impressionismus nicht so leicht auseinanderhalten. Deshalb stelle ich, Klaus Euler, hier die zwei Kunstrichtungen und ihre wesentlichen Merkmale in kürze vor. Beide sind Stilrichtungen der modernen Malerei, haben ihren Ursprung Ende des 19./Anfang des 20. Jh. Aus beiden Epochen gibt es viele berühmte Bilder. Wie kann der Laie die beiden Richtungen unterscheiden?

Impressionismus

Die Stilrichtung „Impressionismus“ kam ca. 1872 auf durch ein Bild des Malers Claude Monet mit dem Namen „Impression, soleil levant“. Kunstkritiker gebrauchten zu dieser Zeit erstmals den Begriff „Impressionismus“, obwohl Maler schon seit Jahrzehnte impressionistische Bilder malten. Aber erst Monets Bild prägte den Begriff Impressionismus, wenn auch zuerst negativ, weil sich die Malerei bis dahin durch Detailtreue auszeichnete. Später wurde der Impressionismus wichtiger Wegbereiter für die moderne Malerei.

Eines der wichtigsten Merkmale ist das künstlerische Anliegen, Impressionen (optische Eindrücke) so naturgetreu wie möglich darzustellen. Die Maler gingen hinaus ins Freie und bildeten das ab, was sie sahen. Dabei kam es ihnen aber nicht darauf an, die Motive detailgetreu abzubilden, sondern es zählte mehr die Gesamtszenerie, das Spiel mit Farbe und Licht, leicht verwischt dargestellt mit kurzen Pinselstrichen. Die impressionistischen Maler bevorzugten das Malen in der freien Natur und wählten deshalb auch eher landschaftliche Motive oder Straßenszenen, meistens mit Menschen. Mit ihrer Malerei fingen sie Eindrücke aus der Natur unmittelbar in ihren Bildern ein. Neben Monet gehören Paul Gauguin und Camille Pissarro zu den bedeutendsten Impressionisten. Auch van Gogh wird oft zu den impressionistischen Malern gezählt, aber seine Bilder können wegen der Gefühlsintensität eher als Wegbereiter für den Expressionismus angesehen werden.

Expressionismus

Der Expressionismus hatte seine Blütezeit Anfang des 20. Jh., etwa in der Zeit von 1905 bis 1925. Besonders deutsche Maler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, August Macke und Franz Marc haben diese Stilrichtung stark geprägt, aber auch Henri Matisse und Edvard Munch. Eines der bekanntesten expressionistischen Bilder ist das Blaue Pferd von Franz Marc. Es zeigt die typischen Merkmale der Stilrichtung, das Spielen mit der Symbolik und die freie Gestaltung von Farben, Formen und Perspektiven. Die originalgetreue Abbildung ist dabei weniger wichtig als der intensive Ausdruck der Gefühle. Die Motive des Expressionismus sind eher abstrakt, die Wirkung entsteht durch die Symbolik und die Farbintensität, die noch dadurch verstärkt wird, dass die Farben meistens unverdünnt und ungemischt aufgetragen wurden. Die expressionistischen Maler machten sich völlig frei von den Gesetzen der Malerei und konzentrieren sich auf die Ausdruckskraft der Gefühle.

Viele Millionen für Portraits – verspäteter Geldsegen für Picasso und Co

Sie hängen in den berühmtesten Museen von Paris, Rom, Madrid oder Wien. Bei Auktionen in London oder New York brechen sie regelmäßig Verkaufsrekorde und Sammler in Moskau und Tokio sind bereit Millionen von Dollar für sie zu bezahlen. Die Rede ist von den Gemälden von Rubens, Rembrandt, Monet, Picasso oder Klimt. Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass nicht alle Werke weltbekannter Künstler schon ihren Besitzer gefunden haben. Doch in fast regelmäßigen Abständen werden wertvolle Kunstwerke am Speicher, im Keller oder in Lagerhallen entdeckt. Die Ursache für deren lange Verschollenheit ist vielfältig. Viele Bilder wurden im Lauf der Zeit ihren rechtmäßigen Besitzern gestohlen. Einer der spektakulärsten Fälle ereignete sich im Herbst 2013 als in München über 1000 Meisterwerke in einer Wohnung gefunden wurden. Bis die Rechtslage in diesem Fall geklärt ist, wird einige Zeit vergehen und die jeweiligen Eigentümer müssen auf einen erhofften Geldsegen wohl noch länger warten.

Trotz der oft schwierig feststellbaren Eigentumsverhältnisse erweist sich der unerhoffte Fund von Picasso und Co für viele als echter Glücksfall. Neben versteckten Diebesgut und vergessenen Exemplaren kann es noch einen Grund dafür geben, dass man seinen alten Meister noch nicht zu Geld gemacht hat. Es hat bis dato einfach noch niemand festgestellt, welcher Schöpfer für das Stillleben, für die Landschaftsszene oder das Porträt verantwortlich ist. Dies kann besonders bei den flämischen Malern der Fall sein. Bruegel und seine Kollegen arbeiteten nämlich oft mit zahlreichen anderen Künstler zusammen, deren Art zu malen sich sehr ähnlich war. Daher sind sich auch Experten oft nicht einig, welchen Wert ein Gemälde tatsächlich hat. Berühmtestes Beispiel wie sich die Kunstwelt irren kann, ist der „Mann mit dem Goldhelm“. Lange wurde das Bild Rembrandt zugeschrieben. Heute geht man davon aus, dass jemand anderer den Pinsel geschwungen hat.

Für den Privaten ist natürlich ein anderer Fall interessanter. Das von der Oma vererbte Ölgemälde oder die vom Onkel geschenkte Radierung ist nicht von einem unbekannten Künstler, sondern von einem der ganz Großen erschaffen worden. Dann kommt es oft zu einem unverhofften Millionensegen. 2013 entdeckte etwa ein Familienvater in Österreich auf seinem Dachboden eine Mappe mit bisher unbekannten Schiele Gemälden. Bei einem Verkauf werden die Bilder wohl ein kleines Vermögen einbringen.

Von der Idee zur Skizze bis zum Gemälde – ein Ablaufplan

Malen ist nicht nur für Klaus Euler eine der schönsten Formen, Ideen anschaulich auszudrücken, sondern auch für viele Kreative und Künstler. Dabei hilft es oft, trotz Schaffensdrang den Weg zum Gemälde in groben Zügen zu planen. Im Folgenden hab ich einen kleinen Ablaufsplan skizziert, der dabei helfen kann.

Vorbereitung

Gerade ist da diese Idee in eurem Kopf entstanden und nun will sie auch schon hinaus und auf Papier oder Leinwand gebannt werden. Haltet sie vor eurem geistigen Auge noch einen Moment gedanklich fest, um zu entscheiden, womit ihr sie malen wollt. Habt ihr einen geeigneten Maluntergrund und Farbmaterial gewählt, skizziert ihr zunächst eure Idee. Bedenkt dabei auch, ob und wie die Skizze später sichtbar sein wird. Sucht danach euren Skizzierstift aus. Legt zunächst das Bildformat fest und darauf dann die Größe und Position eurer Idee.

Skizze

Umreißt mögliche markante Punkte Freihand und teilt vorgesehene Bereiche ein. Zieht nach Bedarf Linien, messt gegebenenfalls Fluchtpunkte aus oder bedient euch wenn nötig auch der Hilfe von Schablonen. Ob ihr zarte feine Striche setzt oder euer Blatt unkonventionell durch Knicken in Bereiche teilt, ist ganz euch überlassen. Perspektiven, Proportionen und geometrische Körper sind meistens aufwendiger zu skizzieren. Je nach Idee und angestrebtem Ausdruck (beispielsweise abstrakt, impressionistisch oder detailgetreu) wird eure Skizze eher grob oder detailreich ausfallen. Wenn ihr meint, ihr haben alles erfasst, betrachtet sie aus der Entfernung. Prüft, ob ihr eure Idee in Grundzügen in der Skizze wiederfindet. Ist dies der Fall, habt ihr den ersten Schritt schon geschafft.

Das Malen

Nun geht es an das eigentliche Malen. Mit euren Farben verfeinert und füllt ihr die Skizze in weiteren Schritten so lange, bis eure Idee als Gemälde fertig vor euch liegt. Je nach gewähltem Material und bevorzugter Technik sind dabei die Eigenheiten der jeweiligen Malerei zu beachten.

Schritte festlegen

Es kann je nach Material beispielsweise sinnvoll sein, sich während des Malprozesses zunächst einem Objekt im Detail zu widmen und später dem Hintergrund. Einige Ideen nehmen besser Gestalt an, wenn ihr mit den hellen Farbpartien beginnt und euch durch die verschiedenen Nuancen zu den dunklen Farben vorarbeitet. Auch Trocknungsprozesse und die Möglichkeit des Ausblendens durch Verschmieren und Verwischen von Farben solltet ihr in eurer Planung zum weiteren Vorgehen bedenken. Wenn ihr perspektivisch oder räumlich malt, ergeben sich einzelne Malschritte durch das Vorhandensein von Objekten, Lichteinfall und deren Schatten.

Der letzte Schliff

Betrachtet euer Werk zwischendurch aus einiger Entfernung, um die Gesamtwirkung und die Tonwerte besser einschätzen zu können. Ihr könnt euch auch einen weiteren Betrachter hinzuholen und euch beraten. Manchmal empfiehlt es sich nach einer ausführlichen Bildbesprechung, hier oder dort noch Akzente zu setzen, bevor ihr euer Gemälde für vollendet erklären möchtet.

Der Evangelist Lukas – Schutzpatron der Kunstmaler

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und doch gibt es bereits einen neuen Blogartikel von Klaus Euler. Dieses Mal befasse ich mich mit der Verbindung von Kunst und Kirche, denn nicht nur Seefahrer und Feuerwehrmänner haben Schutzpatrone, sondern auch Künstler.

Der Evangelist Lukas hat nicht nur das Lukas-Evangelium verfasst, sondern war gleichfalls Arzt und – so die Legende – ein begnadeter Maler. Mehr als 7000 Bildnisse der Muttergottes und des Christuskindes werden ihm zugeschrieben. Seit dem 14. Jahrhundert gilt Lukas als Schutzpatron der Malergilden, die sich daher auch als Lukas-Gilden oder Lukas-Bruderschaften bezeichnen.

Lukas als Maler: Historische Überlieferungen
Der Mythos, dass Lukas Maria und Christus gemalt hat, kam im 6. Jahrhundert auf. Was den Tatsachen entspricht, weiß man nicht. So ist nicht eindeutig nachweisbar, dass Lukas zum engsten Kreis der Apostel gehörte. Doch wenn die Vermutung stimmt, konnte er den Lebensweg Christi begleiten und aus nächster Nähe dokumentieren.
Die ältesten Schriftquellen, die Lukas als Maler hervorheben, sind aus dem 8. Jahrhundert aus Byzanz überliefert. Im westeuropäischen Raum setzte sich die Legende erst im Mittelalter durch. Um 1180 berichtete Nicolaus Maniacoria von Lukas’ Malerei, im 13. Jahrhundert fügte der Chronist Jacobus de Voragine die Malerlegende in die Biografie des Evangelisten ein. Seit damals haben sich Szenen, die Lukas beim Zeichnen oder Malen der Gottesmutter und des Christuskindes zeigen, zu Standardmotiven der Kunstgeschichte entwickelt. Maler verliehen ihrer Verehrung Ausdruck, wiesen damit selbstbewusst auf ihren Berufsstand hin und setzten immer auch ihre gesellschaftliche Identität in Szene.

Lukas als Patron der Maler: Kunsthistorische Zeugnisse
Die Liste der Künstler, die Lukas an der Staffelei abbildeten, ist lang. Rogier van der Weyden stellte 1440 das wohl berühmteste Werk mit dem Titel „Der Heilige Lukas porträtiert die Madonna“ fertig. Hier sind nicht allein Lukas und sein Motiv, sondern gleichfalls Maria und Christus zu sehen. Sie symbolisieren die Religion, erweitern also den durch Lukas gegebenen allegorischen Hinweis auf die Malerei. Auch auf den Renaissance-Gemälden von Colijn de Coter (um 1490/93), Jan Gossaert (um 1520) und Bartholomäus Spranger (1582) oder auf den barocken Bildnissen Luca Giordanos (um 1650/55) und Pierre Mignards (1695) kommen sowohl Lukas als auch die beiden wichtigsten Figuren des Christentums zur Geltung.
Dagegen stellte Andrea Mantegna zu Beginn des 16. Jahrhunderts in seinen Fresken in der Basilika Sant’ Andrea in Mantua allein den malenden Evangelisten dar. Schon bei Mantegna rückt Lukas’ Bedeutung für die Malerzunft ins Zentrum, und im 19. Jahrhundert hoben Friedrich Overbeck und Franz Pforr mit der Gründung ihres „Lukasbundes“ Vergleichbares hervor. Ihre 1809 ins Leben gerufene Gruppe ist auch unter dem Namen „Nazarener“ bekannt: Mit dem Mittelalter und der Renaissance idealisierten die beteiligten Künstler die Blütezeit der Lukas-Verehrung.

Malen mit weihnachtlichen Motiven

Wer wie Klaus Euler das kurzweilige und kreative Hobby Malen ausübt, sucht ständig nach neuen und passenden Motiven. Im Winter sind es die speziellen Ideen für die kalte Jahreszeit, die besonders weihnachtlich sein sollten. Mit ein wenig Fantasie fällt dem Künstler immer mehr zu diesem Thema ein. Oft sind es die kleinen Dinge des Lebens, die ein lohnenswertes Motiv darstellen. Ich habe euch heute im Stile von Klaus Euler ein paar Ideen für schöne Weihnachtsbilder zusammengefasst.

Ideen für ein schönes Bild

Schon ein einziges erleuchtetes Fenster, eine entzündete Kerze, ein hübscher Tannenzweig oder ein neckischer Schneemann können mit dem perfekten Einsatz von Licht und Schatten zu einem Kunstwerk gestaltet werden. Ebenso gerne werden als Themen für die Weihnachtszeit verwendet:

Der goldene Engel
Ein Engel mit prächtigen weißen Federn als Flügel und einem Heiligenschein auf dem Kopf sowie mit einer Laute, wobei einige Noten aus dem Mund den Gesang andeuten.

Bezaubernde Schneelandschaft
Im Vordergrund eine weiß verschneite Wiese, im Hintergrund der Wald mit schneebedeckten Tannenbäumen.

Traditioneller Tannenbaum
Ein prachtvoll geschmückter Weihnachtsbaum mit glänzenden Kugeln und strahlenden Lichtern.

Dekorative Baumkugeln
Zwei glänzende Christbaumkugeln, in denen sich Lichter spiegeln, wobei der Spiegel auch andere Dinge zeigen kann, wie zum Beispiel einen kleinen Engel oder ein Rentier im Schnee.

Festliche Glocken
Läutende Kirchenglocken im Kirchturm. Einige Noten deuten den Glockenklang an.

Der Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann ist immer ein nettes weihnachtliches Motiv. Je dicker, desto besser und traditionell mit einem roten Kapuzenmantel, der mit weißem Fell abgesetzt ist, dabei huckepack mit einem Sack voller Geschenke.

Rentier-Schlitten
Der Schlitten wird von Rentieren aus den Wolken auf die weihnachtliche Erde gezogen. Gerne können der Weihnachtsmann und die Geschenke sich darauf befinden.

Krippe im Stall
Ein offener Stall im Dunkeln mit den einfach gekleideten Maria und Josef sowie dem Kind in der Krippe sind schon ausreichend. Es darf aber noch der leuchtende Stern über den Stall gesetzt werden, und Schäfer mit seinen Tieren sowie ein Esel können ebenso hinzukommen. Auch können schon die Heiligen drei Könige mit ihren Gaben vor den Stall platziert werden.

Ein Weihnachtsmarkt
Auch er ist ein beliebtes Motiv mit zahlreichen interessanten Details, wobei gerne der nostalgische Marktstand mit traditioneller Kerzenbeleuchtung und mit alten Gewändern der Marktleute gewählt wird.

Landschaftsfotografie

Das Ablichten von Landschaften ist für Klaus Euler der Bereich der Fotografie, in dem Ihr Eure fotografischen Kenntnisse besonders gut erweitern könnt. Hier könnt Ihr experimentieren, verwerfen und immer nach neuen Motiven suchen. Ihr lernt die Besonderheiten Eurer Kamera kennen und seid unabhängig vom menschlichen Motiv. Gerade jetzt wenn die letzten Blätter fallen, lassen sich besonders schöne Momente einfangen!

Die Technik

Wenn Ihr Landschaften fotografiert, genügt für alltägliche Aufnahmen bereits Eure einfache Digicam. Einschränkungen bestehen erst, wenn Ihr für weit entfernte Objekte den Kamerazoom benutzen müsst. Diese Bilder werden meist unscharf. Bei hohen Bäumen etc. fehlt Euch ein Weitwinkelobjektiv und die Größenverhältnisse wirken etwas verzerrt.
Legt Ihr jedoch später zwei Bilder mit dem gleichen Motiv nebeneinander, die mit einer Digicam bzw. einer digitalen Spiegelreflexkamera aufgenommen wurden, werdet Ihr den qualitativen Unterschied in der Tiefenschärfe etc. erkennen. Die Technik ist deshalb lediglich eine Frage des qualitativen Anspruchs und der finanziellen Möglichkeiten.

Arbeitet nie gegen das Sonnenlicht

Die wichtigste Grundregel der Landschaftsfotografie besteht darin, nie gegen die Sonne zu fotografieren. Diese Bilder sind immer grell, überbelichtet und wirken oft dunstig. Die Entscheidung zu einer gelungenen Aufnahme führt sogar soweit, dass Ihr dieses Motiv zu einer anderen Tageszeit nochmals aufsuchen müsst, wenn Ihr das Sonnenlicht im Rücken habt. Entscheidet Ihr Euch für Licht von der Seite, werden Eure Fotos von störenden Schatten und schwarze Flecken beeinträchtigt.

Motiv und innere Stimmung

Ihr steht auf einer Bergkuppe und Euer Blick wandert im Flirren der Sommerhitze über den ausgedehnten Talkessel mit seinem dichten Baumbestand. Grillen zirpen zu Euren Füßen und der Duft des blühenden Oleanders steigt in Eurer Nase auf – ein Bild für die Ewigkeit!
Übrig von diesem atemberaubenden Flair bleibt auf dem Foto eine langweilig wirkende, grüne Fläche. Ihr habt Euch von Eurer Stimmung verleiten lassen. Eure Kamera indessen kann nur das Objekt erkennen. Findet bei Eurer Motivsuche wenigstens den knorrigen Baum mit seiner kahlen Krone, der das Bild belebt.

Inszeniert Eure Landschaft

Der hohe Baum mit seiner gewaltig ausladenden Krone ist ein Foto wert! Ihr richtet Eure Kamera so ein, dass er mittig auf dem Foto erscheint. Später ist er auf Eurem Foto lediglich ein Baum. Setzt ihn in Szene. Zeigt, dass er z. B. auf einer blühenden Sommerwiese steht, und schafft damit Atmosphäre. Teilt Euer Kameradisplay gedanklich in drei nebeneinander angeordnete Sektoren ein. Achtet darauf, dass Euer Hauptmotiv niemals, platt und dominierend, im mittleren Sektor auf dem Bild steht.

Viele Fotos helfen beim Lernen

Die digitale Fotografie ermöglicht viele Fotos, bis der Chip gefüllt ist. Nutzt diesen Vorteil zum Lernen und Üben. Vergleicht anschließend Eure Fotos und lernt daraus. Dann ist die Landschaftsfotografie eine Fotoschule mit Wohlfühleffekt.

Dadaismus – die Anti-Kunst-Bewegung

Was ist Dada? Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn Dada ist nicht, wie der Impressionismus, der Expressionismus oder dergleichen ein Stil, in dem Künstler und Künstlerinnen arbeiten. Dada ist mehr eine Art von Lebenseinstellung, die auf die Kunst übergriff und sich zum Ziel setzte, alle Arten der Kunst ad absurdum zu führen.

Synthese von Musik, Theater, Literatur und Bildender Kunst

Normalerweise lassen sich die Künste halbwegs klar separieren: Musik ist für die Ohren, Malerei und Skulptur für das Auge, Theater für Auge und Ohr zusammen, Literatur für das Gemüt. Was ist Dada? Dada ist alles. Die Künstler des Dada inszenierten in den 1910er Jahren Events und Happenings, die allesamt ein Gesamtkunstwerk waren. Räume wurden mithilfe von Licht, Farbe, Möbelstücken und Requisiten hergerichtet, Literatur wurde rezitiert, Kunstwerke wurden präsentiert. Alles war Performance, alles stand unter dem Gedanken von Dada. Auch die Musik, die die Inszenierung untermalte. Die Grenzen zwischen den einzelnen Kunstformen verschwammen, und der Grundstein des heutigen Kunst-Events war gelegt.

Warum?

Auf diese Frage antwortet Dada selbst: Warum nicht? Die Bewegung entstand in einer sehr schwierigen Zeit. Wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Errungenschaften überschlugen sich, der Fortschritt nahm ein nie gekanntes Tempo und Ausmaß an. Und plötzlich stand der Mensch im Mittelpunkt: Er war das Objekt medizinischer Untersuchungen, psychologischer Erkenntnisse, anthropologischer Vermessungen und kultureller Forschung. Die Künstler und Künstlerinnen des Dada waren weltoffen, sie reisten, bildeten sich beständig fort, waren politisch aktiv und in den klassischen Wissenschaften bewandert. Sie verfolgten das Tagesgeschehen. Und inmitten dieses immensen Fortschritts und Wissens fand ihr Kunstschaffen statt, das all die Einflüsse aufnahm und verarbeitete. So, wie andere Kunstrichtungen immer im Rahmen des Zeitgeschehens gesehen werden müssen, ist auch Dada Ausdruck einer Epoche. Allerdings war dies eine recht schnelllebige Epoche, denn der Weltkrieg war bei Aufflammen der Bewegung 1916 voll im Gang, der zweite folgte bald. Dazwischen wurde die Bewegung von Zürich aus nach Berlin, Paris, New York, Hannover und Köln getragen. Sie sollte die Antithese zur Kunst sein, sollte Kunst absurd erscheinen lassen in einer Welt, in der Menschen nicht mehr die Kunst zum Staunen brauchten, die dank der Wissenschaft alle Notwendigkeit von Glauben und individuellem Können verloren hatte.

Diesen Sommer tragen die Elefanten Hüte

… mit diesem Satz machten die Künstler in Paris die Absurdität des Kunstbetriebs offensichtlich. Dada wurde selbst zur Kunstrichtung und lebt bis heute fort. Denn obwohl Dada offiziell für tot erklärt wurde, lassen sich Spuren davon noch in der zeitgenössischen Kunst finden, sind in allen Formen künstlerischen Schaffens zwischen 1916 und heute vorhanden. Denn Dada befreite die Kunst von ihrem Anspruch auf Ernsthaftigkeit.

Das bunte Laub malen

Wenn der Herbst wieder Einzug gehalten hat, verändern sich sehr schnell die Wälder. Bevor die Bäume ihre Blätter abwerfen, bekommen diese die verschiedensten Farben. Es ist hierbei ein wirklich großes Farbenspektrum geboten. Von hellgelb bis tiefrot sind die unterschiedlichsten Farbschattierungen vorhanden. Es macht sehr viel Spaß, zum Beispiel aus dem Auto oder einem öffentlichen Verkehrsmittel die bunten Wälder zu betrachten.
Eine noch größere Freude kann es aber sein, bei einem Waldspaziergang die Farben des Herbstes aus der Nähe zu betrachten. Dies ist natürlich vor allem dann schön, wenn nicht mit Niederschlägen gerechnet werden muss.Für den MAler bieten sich hier ganz aus der Nähe herrliche Motive und Anregungen.

Mit erhöhter Temperatur müsst Ihr Euch im Herbst jedenfalls nicht herumärgern. Die Farbenpracht der Laubblätter kann dazu anregen, Bilder verschiedener Art zu malen. Es ist für einen Hobbymaler sicher eine sehr schöne Erfahrung, wenn er die verschiedenen Farben des Laubs auf eine Leinwand oder ein Stück Papier bringt. Die Farben des Laubs können natürlich auch als Motive für andere Gemälde gewählt werden. Der Herbst ist sozusagen für jeden Maler ein guter Lehrmeister, weil er schöne und natürliche Farben hervorbringt. Die Blätter können natürlich auch getrocknet werden. So könnt Ihr sehr lange Freude an ihnen haben. Sie können immer wieder als natürliches Beispiel für die Farbverwendung gelten.

Das bunte Laub kann aber auch dazu verwendet werden, einen Blumenstrauß zu ergänzen oder zu verschönern. Wenn eine Vase oder ein sonstiges Gefäß passender Größe gefunden wird, ergeben die bunten Laubblätter einen farbenprächtigen Herbststrauß. Wenn die bunten Laubblätter auf Papier aufgeklebt werden, kommen die einzelnen Farben besonders gut zur Geltung. Die Wirkung jeder einzelnen Farbe wird umso deutlicher, wenn sie neben anderen Farben angebracht wird. Durch die Verwendung von Laub können Kinder auch sehr gut die Blätter einzelner Bäume unterscheiden. Daneben können sie an die Malerei herangeführt werden.

Ein Waldspaziergang im bunten Laub ist somit nicht nur für die Seele gut sondern gleichzeitig auch ein Stück Natur- und Malkunde. Spielerisch können die einzelnen Blattarten und FArben angesprochen werden.

Hieraus kann sogar ein kleines Quiz gemacht werden. Dazu sind kein großer Aufwand und auch keine finanziellen Mittel notwendig. Das farbenprächtige Laub ist also in vielerlei Hinsicht sinnvoll und nützlich. Im Herbst kann man sich damit prächtig die Zeit vertreiben. Die Berührung mit der Natur kommt hierbei auf jeden Fall nicht zu kurz. Es sind in diesem Bereich sehr viele Möglichkeiten gegeben. Diese sollten natürlich auch unbedingt ausprobiert werden. Es handelt sich ganz sicher um Beschäftigungen, die sich auf jeden Fall lohnen.