Über Klaus Euler

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Malerei im Gebirge. Hindernisse und Tipps

Gebirge stellen in der Landschaftsmalerei ein bedeutendes Genre dar – und dies zu Recht. Der Reiz dieser besonderen Landschaftsform inspiriert viele Menschen. Es ist jedoch nicht leicht, die Größe und Atmosphäre einer imposanten Gebirgskette oder einer stimmungsvollen Kombination aus Felsen und Vegetation in die passenden Farben zu kleiden. Im Folgenden erhaltet ihr von Klaus Euler nützliche Tipps – und auch Hinweise auf Hindernisse beim Malen im Gebirge.

Das Wetter
Es ist euch gewiss bewusst, wie schnell sich das Wetter im Gebirge ändern kann. Falls ihr also bislang eure Landschaftsmalerei gern unmittelbar in der Landschaft durchgeführt habt, die ihr auf die Leinwand bringen möchtet, so könnt ihr in den Bergen eine Überraschung erleben. Gerade habt ihr euch den perfekten Ort für ein Panoramagemälde ausgesucht und eure Ausrüstung aufgebaut – da schlägt das bisher gute Wetter um und ein Regenguss kommt vom Himmel.
Um dieses Risiko so weit wie möglich auszuschalten, haltet euch an Wetterhinweise von Einheimischen. Sie kennen ihre Heimat und sind häufig in der Lage, einen Wettersturz vorherzusagen. Außerdem empfiehlt es sich, die Ausrüstung wetter- und wasserfest zu verpacken. Sollte dies nicht möglich sein: Überlegt, ob ihr zunächst nur Skizzen oder Fotos anfertigt und euer Bild anhand dieser Vorlage im Trockenen malt.

Die klassische Methode: von hinten nach vorn
Bei Gebirgslandschaften gilt dasselbe Prinzip wie bei anderen Landschaften auch: Beginnt euer Bild von hinten nach vorn, also vom Hintergrund zum Vordergrund. Eine sachte Skizze mit Bleistift gibt euch eine Orientierung und ihr gewinnt bereits eine Vorstellung von eurem späteren Werk.
Die letzten blassen Berge und der Himmel darüber sind also die ersten Dinge, die ihr auf eure Leinwand bringt. Davor staffelt ihr schrittweise die näher gelegenen Berge – bis zu jenem Punkt, an dem der Vordergrund beginnt und konkret wird.

Dunst, Nebel und Wolken
Diese Aspekte gehören zu beinahe jedem Gebirgsgemälde und helfen euch außerdem, sanfte Übergänge von hinten nach vorn zu kreieren. Zwei hintereinander liegende Bergketten lassen sich durch einen fernen, zarten Dunstschleier in Weißgrau gut voneinander trennen und geben dem Bild Tiefe. Auch Nebel und Wolken, die scheinbar um die Berghänge tanzen, beleben euer Bild und vermitteln Atmosphäre.

Der Vordergrund
Fragt euch zunächst: Was soll den Vordergrund ausmachen – eine farbenfrohe Blumenwiese, einige Felsen im Gras, Tiere oder Hütten? Diese Elemente bilden den scharf gezeichneten Vordergrund und bilden einen stimmungsvollen Kontrast zum bergigen Hintergrund. Euer Gemälde erhält wiederum Tiefe und Lebendigkeit. Beschränkt euch aber auf eine Sache, denn weniger ist mehr.

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Die Friendenstaube von Picasso

Picassos Friedenstaube als Symbol der Hoffnung

Im Jahr 1949 schuf Pablo Picasso für den Pariser Weltfriedenskongress seine Friedenstaube: eine Lithografie. Picassos Tochter, die am Tage des Kongresses geboren wurde, erhielt den Namen Paloma, was im Spanischen Frieden bedeutet. Sechs Jahre später sollte Picasso für seine Darstellung der Taube den Weltfriedenspreis erhalten. Die Taube besteht lediglich aus vier schwungvollen Linien und einem Punkt, der das Auge darstellt. In ihrem Schnabel trägt sie einen Ölzweig. Nach alttestamentarischer Überlieferung, hieran habe sich Picasso orientiert, zeugt der Ölzweig von Hoffnung und vom Ende der Entbehrungen.
Ein Land, dessen Bewohner ein solches Ende lange herbeisehnten, ist Israel. Sieben Wochen dauerten die jüngsten Gefechte zwischen Palästinensern und Israel an.
Das Ende des Konfliktes im Gazastreifen?

In der internationalen Presse wurde wieder einmal Bilanz gezogen. Ende Juli seien bereits mehr als 50 Israelis ums Leben gekommen und mindesten 1300 Palästinenser, hauptsächlich Zivilbevölkerung, so berichtete die BBC. Es existieren erschütternde Fotografien der zerstörten Stadt Shejaiy. Die New York Times bilanziert, der letzte Konflikt habe die Infrastruktur im Gazastreifen stärker zerstört als die vorangegangenen beiden Kriege im Gazastreifen. Der Gazastreifen habe ein Viertel seiner Bevölkerung verloren.
Nun, seit dem 26.8.2014, herrscht Waffenruhe. Diese sei unbefristet, so heißt es. Tatsächlich zeigten sich bei den Feierlichkeiten erstmals bedeutende Hamasvertreter und Vertreter des islamischen Dschihad gemeinsam. Die Blockade des Küstengebietes sei teilweise aufgehoben, so lauten die Erfolgsmeldungen. Es existieren aber bereits auf beiden Seiten Forderungen. Ein Hafen solle gebaut werden, so verlangen die Palästinenser. Israel fordert die Entmilitarisierung des Gebietes.
Ursachen des Konfliktes

Ein weiteres Zeugnis des Pazifismus Pablo Picassos ist „Guernica“. Das Gemälde stellt einen Luftangriff der deutschen Legion auf die gleichnamige Ortschaft dar. Auf die Frage der Gestapo, ob dies sein Werk sei, soll Picasso geantwortet haben: „Nein, das ist ihr Werk.“ Wessen Werk aber ist der Gazakonflikt, fragt sich nicht nur Klaus Euler?
Der Staat Israel will die Hoheit über den Gazastreifen. Die Palästinenser gehören nicht dem Volk Israels an. Es handelt sich demnach um einen Krieg um das Staatsrecht im wohl bekanntesten Küstengebiet des Mittelmeers. Gegen die Staatsmacht Israels haben palästinensische Politiker wenig aufzubieten, dennoch wird auf dem eigenen Interesse bestanden. Das Ungleichgewicht militärischer Macht führt zu den hohen Verlusten unter der palästinensischen Zivilbevölkerung. Solange diese geringe Gegengewalt den politischen Vertretern aufseiten der Palästinenser als Demonstration deren Willens gilt, ist eine endgültige Lösung nicht abzusehen. Es sei denn, eine andere Macht gewährleistet eine friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern.

Henri Matisse

Der Fauvismus und seine „wilden Tiere“

Das Wort Fauvismus kommt vom französischen „fauves“ und wird mit „wilde Tiere“ oder „wilde Bestien“ übersetzt. Diesen spöttischen Namen erhielt die Stilrichtung der französischen Malerei durch den Pariser Kunstkritiker Louis Vauxcelles, der 1905 die ausgestellten Werke der Fauvisten im Saal VII des Salon d’Automne besichtigte und sich von „wilden Bestien“ umgeben fühlte. Obwohl die Fauvisten selber den Namen ablehnten, blieb er dennoch an ihnen hängen.

Die Stilrichtung des Fauvismus – Farbe und Form als Ausdrucksmittel

Der Fauvismus stellte für die meisten Künstler eine experimentelle Phase dar. Die Gruppe verstand sich als eine freundschaftliche. Es gab kein Manifest – jeder entwickelte seinen eigenen Stil. Was sie jedoch verband war, dass sie mit den zarten Farben des Impressionismus, aber auch mit dem Realismus brechen wollten. Die wichtigsten beiden Ausdrucksmittel waren die leuchtenden, ungebrochenen Farben, die auch in Komplementärkontrasten nebeneinander angeordnet wurden, um die Leuchtkraft noch weiter zu betonen, sowie die unrealistische, auch nicht proportionale Malweise. Bezeichnend für den Fauvismus ist ebenso die sehr flächige Darstellungsweise, oft mit fehlender perspektivischer Tiefe. Es herrscht eine heitere Grundstimmung in den Bildern. Die Motive selber waren meist unverändert und oft dieselben wie die der Impressionisten, jedoch verzerrt, flächig, oft mit Umrisslinien versehen, um kräftigere Konturen zu erlangen, und voll von leuchtendem Farbspiel.

Vertreter des Fauvismus

Unter den Künstlern des Fauvismus kann eine Aufteilung in die drei folgenden großen Gruppen vorgenommen werden

1. Die erste Gruppe umfasst Gustave Moreau und seine Schüler Henri Matisse, Charles Camoin, Jean Puy, Henri Manguin und Albert Marquet.
2. Zur Gruppe aus Chatou zählen André Derain und Marice de Vlaminck.
3. Zur dritten Gruppe zählt das Trio aus Le Havre: Georges Braque, Othon Friesz und Raoul Dufy.

Henri Émile Benoit Matisse – ein lebenslanger Anhänger

Der als führender Vertreter des Fauvismus betitelte Maler Henri Matisse. Er wurde am 31.12.1869 in Frankreich geboren. Nach Abbruch seines Studiums der Rechtswissenschaften begann er 1890 zu malen. Im Jahr 1895 wurde er an der École des Beaux-Arts als Schüler von Gustave Moreau aufgenommen. Nach dessen Tod 1898 verließ er diese wieder, da es Differenzen mit dessen Nachfolger gab. Damit begann sein Werdegang, der die Entstehung und den Stil des Fauvismus entscheidend beeinflusste.

Nachdem er 1902 seine ersten Bilder verkauft hatte und 1904 seine erste Einzelausstellung bekommen hatte, arbeitete er mit André Derain, dem zweiten führenden Vertreter des Fauvismus, zusammen. Mit ihm gemeinsam entwickelte er einen neuen Stil in der Kunstgeschichte, die später als Fauvismus bezeichnet werden sollte.

Nach dem durch die Bewegung des Kubismus ausgelösten Auflösens der Gemeinschaft der Fauvisten im Jahr 1907 – Matisse allein blieb sein Leben lang ein „Wilder“ – gründete er 1908 seine eigene Privatschule, die Académie Matisse, an der er bis 1911 etwa 100 Schüler unterrichtete. Matisse erhielt nach dem Auflösen der Bewegung große nationale und internationale Aufmerksamkeit. Er starb am 03.11.1954 in einem Vorort von Nizza an einem Herzanfall.

Ölmalerei – die traditionelle Malerei

Der amerikanische Maler Casey Baugh, der als Shootingstar der Szene gilt und dessen Ölportraits mittlerweile für fünfstellige Beträge verkauft werden, sagte einmal in einem Interview, bei der Malerei ginge es nicht um technische Perfektion, und es ginge auch nicht darum, ein Foto haarklein zu reproduzieren, vielmehr sei es die Aufgabe eines Malers, den Betrachter eines Gemäldes zum Denken anzuregen, er solle ein Bild angucken und dabei etwas fühlen, was das Leben verändern würde – dies und nichts anderes sei Sinn und Zweck der Malerei.

Die Faszination des Öls
Bereits seit dem 13. Jahrhundert gilt die Ölmalerei für viele, wie auch für Klaus Euler, als Königsdisziplin, doch während man heutzutage einfach in ein Künstlerfachgeschäft gehen kann, wo man zwischen unzähligen Hersteller seine Auswahl treffen darf, mussten sich die Maler noch vor gut 200 Jahren ihre Farben selber anmischen. Sie verwendeten dazu die unterschiedlichsten Pigmente, die in teils mühevoller Arbeit aus der Natur gewonnen und sorgsam mit dem damals teuren Bindemittel Öl vermengt wurden. Die Vorteile von Ölfarben gegenüber Acrylfarbe sind vielfältig, denn neben einer längeren Trocknungszeit, die natürlichere Farbverläufe ermöglicht, behält die getrocknete Ölfarbe eine gewisse Struktur, was dem Gemälde mehr Spannung verleiht, und zudem besitzen Ölfarben einen höheren, natürlicheren Glanz als Acrylfarben. Wo Vorteile sind, finden sich natürlich auch Nachteile, denn aufgrund der längeren Trocknungszeit muss der Maler möglicherweise mehrere Tage oder gar Wochen warten, bis er eine neue Farbschicht auf das Gemälde auftragen kann, und zudem muss bei der Verarbeitung der Ölfarben darauf geachtet werden, dass die oberen Farbschichten einen geringeren Ölanteil haben als die unteren, um Rissbildungen zu vermeiden. Des Weiteren ist es nötig, bei der traditionellen Ölmalerei die Pinsel nach dem Gebrauch mit Terpentin zu reinigen, da die Farbereste sich ansonsten nicht aus den Borsten lösen lassen – für viele Menschen stellt dies ein Problem dar, da das Lösungsmittel einen unangenehmen Geruch besitzt, der oftmals zu Kopfschmerzen führt.

Was braucht man für den Anfang?
Wer mit der Ölmalerei beginnen will, benötigt keine breite Palette unterschiedlicher Farben, vielmehr reichen die Grundfarben vollkommen aus, die um Schwarz und um Weiß ergänzt werden müssen. Neben den Ölfarben wird ein Malmittel wie beispielsweise Terpentin benötigt, damit die Farben bei Bedarf verdünnt und die Pinsel nach Gebrauch gereinigt werden können. Wem der Geruch von Terpentin Probleme bereitet, der kann versuchen, ob geruchsneutrales Terpentin möglicherweise als Alternative genutzt werden kann – des Weiteren lassen sich im Handel mittlerweile Ölfarben finden, welche wasserlöslich sind, weswegen die Pinsel nach dem Malen einfach mit Wasser ausgewaschen werden können. Nachteil dieser speziellen Ölfarben ist, dass sie nach dem Trocknen nicht ganz die Wirkung traditioneller Ölfarben besitzen, weswegen sie nur selten genutzt werden. Um die Farben auftragen zu können, bieten sich bei der Ölmalerei Borstenpinsel an, da mit ihnen die pastosen Farben ideal verteilt werden können. Breitere Pinsel werden genutzt, um große Flächen zu gestalten, während dünne Pinsel für die Detailarbeiten verwendet werden. Als Malunterlage sollten Anfänger auf grundierte Leinwände zurückgreifen, die in unterschiedlichen Größen und Qualitäten im Fachgeschäft erhältlich sind, jedoch kann für den Anfang auch Pappe oder dickes Papier zum Probieren verwendet werden.

Surrealismus oder die revolutionäre Weltansicht

Revolutionäre Weltsicht
Im Surrealismus werden Landschaften, Dinge und Lebewesen nicht so dargestellt, wie sie von beispielsweise Klaus Euler mit den Augen wahrgenommen werden, sondern wie sie als Bilder in der Fantasie, in Träumen oder im Unbewussten erscheinen. Dadurch soll der durch den Verstand begrenzte Erfahrungsbereich erweitert werden, was zu einer revolutionären Weltauffassung führen kann.
Vorläufer dieser Kunstrichtung war neben der deutschen Romantik der 1916 in Zürich gegründete Dadaismus. Er lehnte die bisherige Kunst ab und machte den Zufall, das Spielerische und das Absurde zu schöpferischen Prinzipien.

Gefühle und Traumwelt als Inspirationsquellen
Der Begriff Surrealismus, zusammengesetzt aus den Wörtern „sur“ und „réalisme“, heißt übersetzt „über der Wirklichkeit“. Diese Kunstrichtung umfasste nicht nur die Malerei, sondern auch die Literatur, den Film und die Fotografie. Sie entstand in Paris um das Jahr 1920 um den Maler Max Ernst und den Schriftsteller André Breton und ersetzte die negativ-destruktive Sichtweise des Dadaismus’ durch eine konstruktive, indem sie die reale Welt mit der nichtrationalen, gefühlsbetonten Traumwelt zu vereinigen suchte. Das Unsichtbare wurde zum Inhalt mit dem Ziel einer übergeordneten Wirklichkeit. Spontane Stimmungen und Gefühle, auch durch Rauschmittel, waren dabei die Inspirationsquellen.
Neue Techniken entstanden, etwa spontanes Malen und Schreiben, die Frottage, das Übertragen strukturierter Oberflächen auf das darüberliegende Papier, und die Grattage, das Auftragen mehrerer Farbschichten mit anschließendem Abkratzen. Aufgegriffen wurde ebenfalls die Collage, die Kombination verschiedener Materialien.

Einflüsse auf die zeitgenössische Kunst
Es gab zwei Arten, der veristische Ansatz wie bei Salvador Dalí, der nicht zusammengehörende Dinge vereinte und Perspektiven verdrehte, und der abstrakte Stil, bei dem jeder Realitätsbezug fehlte, etwa bei Joan Miró.
Nach 1930 zerfiel die Bewegung wegen politischer Streitigkeiten, da Breton eine eindeutige Stellungnahme der Mitglieder gegen den aufkommenden Faschismus wollte. Ab 1940 kam es zu einer Wiederbelebung, die später besonders in Spanien, Amerika und Deutschland durch Salvador Dalí und Max Ernst weiter wirkte und Bekanntheit erlangten. In der Literatur wurde nun die Psychoanalyse mit einbezogen. In der zeitgenössischen Malerei findet sich der Surrealismus wieder und auch in den Massenmedien sind traumhafte und mystische Elemente heute gängig. Beispielsweise gibt es in dem Film „Spellbound – Ich kämpfe um dich“ von Alfred Hitchcock eine Traumsequenz, die von Salvador Dalí stammt.

Surrealistische Kunstschaffende
Bekannte Persönlichkeiten des Surrealismus’ waren aus der Gruppe um Breton die Maler Salvador Dalí, René Magritte, Joan Miró, die Malerin Frida Kahlo und der Regisseur Luis Buñuel. Aber auch die Maler Paul Klee und Pablo Picasso waren bei der ersten Kunstausstellung 1925 vertreten.

Kunst als Ware – das Geschäft von Auktionshäusern

Wenn Kunstwerke geschaffen werden, geschieht das meist für einen Auftraggeber. Wer also ein Bild malt oder eine Skulptur herstellt, muss immer auch im Blick haben, wer dieses Werk später kaufen wird. Kunst war, auch für Klaus Euler, immer schon ein Prestigeobjekt, mit dem man einerseits zeigen wollte, dass man dem Geschmack der jeweiligen Epoche folgt, aber auch, dass man sich große Kunst leisten kann. Heute ist das nicht anders. Große Auktionshäuser wie etwa Christie´s und Sotheby´s verkaufen Kunstwerke, die zum Teil mehrere Millionen einbringen.

Ablauf einer Kunstauktion

Während sich in früheren Zeiten potentielle Käufer immer persönlich am Auktionsort einfinden mussten, ermöglicht heute die moderne Technologie, dass auch per Telefon oder Internet mitgeboten werden kann. Dies führt dazu, das ein größerer Kreis von Bietern an der Auktion teilnehmen kann.
Vor der Auktion werden die Kunstwerke vom Verkäufer an das Auktionshaus gegeben. Sie können aus einem Nachlass oder einer privaten Kunstsammlung stammen. Die Werke werden anschließend von Fachleuten gesichtet und auf ihren Zustand hin überprüft. So kann ein erster Schätzpreis für das Werk festgelegt werden. Jedes Kunstwerk bekommt daraufhin ein Los, besonders wertvollen Stücken wird noch eine Expertise beigelegt. Dann wird das jeweilige Kunstwerk den potentiellen Käufern präsentiert. Der Auktionator setzt einen bestimmten Preis fest, der nun von allen Bietern überboten werden kann. Wer das höchste Gebot abgibt, bekommt den Zuschlag und schließt einen Kaufvertrag über das ersteigerte Werk mit dem Auktionshaus ab.

Künstlerischer Wert und Marktwert eines Kunstwerkes

Wer sich wie Klaus Euler näher mit dem Thema Kunst als Ware beschäftigt, dem fällt auf, dass der Marktwert und der künstlerische Wert von Kunst oft weit auseinandergehen. Ob ein Bild viel oder wenig wert ist, hängt also nicht zwangsläufig von der künsterlischen Qualität oder der inhaltlichen Aussage ab. Da heute auf Kunst auch spekuliert wird, ist es schwer herauszufinden, aus welchem Grund ein Bild nun genau diesen Marktwert besitzt. In den meisten Fällen sind es Museen, Galerien oder private Sammler, die in etwa vorgeben, was Kunst ist und was nicht. Wenn Bild oder eine Skulptur in einem Museum oder einer Galerie ausgestellt ist, kann es also einen hohen Preis erzielen. Der künstlerische Wert eines Bildes kann aber auch höher oder niedriger eingeschätzt werden als dessen Marktwert, da dieser Wert immer im Auge des Betrachters liegt und keinen wirtschaftlichen Interessen unterworfen ist. Kunst ist also eine andere Art von Ware wie etwa Getreide, da es neben dem Marktwert auch einen vom Preis unabhängigen ideellen und kulturellen Wert besitzt.

Pop-Art: Den Klassiker der Moderne neu entdecken

Die Kunstrichtung Pop Art entwickelte sich in den 1950er Jahren unabhängig voneinander in den USA und in England und zeigte sich vor allem in der Malerei und Skulpturen. Von der vielseitigen Ausdrucksform fühlten sich Künstler auf der ganzen Welt angezogen. Ihre Blütephase erlebte die Kunstrichtung Pop-Art in den 1960er Jahren. Man kann sie sowohl als „populäre“ als auch „knallige“ Kunst definieren: Das englische Wort „Pop“ kann beide Bedeutungen haben.

Typisch für Pop-Art sind triviale Bildmotive, denn die neue Kunstrichtung, die man anfangs nicht sehr ernst nahm, wollte massentaugliche Kunst schaffen, die den Konsumenten direkt ansprach. Populäre Themen sind daher Supermarkt, Comics und die ewige Jugend der Hollywoodstars. Pop-Art hat auch unsere europäische Vorstellung von Design, Ästhetik und dem „American Way of Life“ geprägt. In den sechziger Jahren beschäftigten sich außerordentlich viele Künstler mit dieser Stilrichtung. Bei uns ist vor allem Andy Warhol bekannt, doch daneben gibt es etliche wichtige Vertreter wie Roy Liechtenstein, Eduardo Paolozzi und Takashi Murakami.

Marylin Monroe und Andy Warhol
Der wohl berühmteste Vertreter der Pop-Art schuf ein buntes Potpourri an kreativen Arbeiten, unter denen seine farbenfrohen Siebdrucke von Marylin bis heute im Gedächtnis geblieben sind. Immer noch zieren sie als Kunstdrucke Wohnungen weltweit und Warhols Stil wird in allen Facetten nachgeahmt.

Dein eigenes Pop-Art-Kunstwerk drucken lassen
Heute erlebt die Pop-Art eine nie geahnte Renaissance und ist als stylishe Dekoration für jeden Raum geeignet. Pop-Art Kunstwerke passen ins Büro genauso wie ins Wohnzimmer und verleihen Räumen eine ungeahnte Ausdruckskraft. Du kannst dir auch individuelle Pop-Art Kunstdrucke vom eigenen Foto erstellen lassen. So entstehen prächtige, farbenfrohe Bilder auf Leinwand – in allen Größen und ganz nach Wunsch.

Selbst malen wie Roy Liechtenstein
Wenn du selbst Bilder im Stil Roy Liechtensteins malen möchtest, brauchst du keine besonderen Vorkenntnisse. Zunächst zeichnest du die Konturen deines vergrößerten Motives mit einem harten Bleistift auf Leinwand vor. Liechtenstein vergrößerte seine Vorlagen mit einem Bildprojektor. Im Anschluss kannst du alle Flächen farbig ausmalen. Du solltest deckende und kräftige Farben verwenden. Am besten eignen sich Acrylfarben, da sie eine hohe Leuchtkraft haben. Die für Liechtenstein typischen Rasterpunkte kannst du mit einer Rasterschablone aufsprühen oder aber mit einer vorgestanzten Folie aufbringen. Hierfür verwendest du Lackspray aus dem Baumarkt. Du musst sauber arbeiten, denn Acrylfarbe lässt sich nicht mehr übermalen. Zum Abschluss ziehst du die vorgezeichneten Bleistiftlinien mit flüssiger Acrylfarbe und Pinsel nach. Fertig ist dein eigenes Kunstwerk à la Roy Liechtenstein.

Do-It-Yourself-Malerei für Zuhause – Wände selber gestalten

Mit meinen 38 Jahren habe ich schon einige Erfahrungen als Malermeister machen können und möchte nun mein Wissen an möglichst viele von euch weitergeben. Ich selber habe von diy noch nicht viel gehört, bin jedoch sehr angetan von dem Thema. Denn ob nur neue Farbe oder der Einsatz einer alten Waldmaltechnik: Beim Gestalten der Wände sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Schon allein ein Anstrich in einer anderen Farbe kann einen Raum vollkommen verändern und eine völlig neue Stimmung schaffen. Je nach Farbton, Farbverlauf oder Technik, mit der die Wände bearbeitet werden, kann das Zimmer anschließend sogar größer, höher oder heller wirken.

Lasieren schafft Gemütlichkeit

Um bei der Wandgestaltung interessante Effekte zu erzielen, gibt es zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Eine beliebte Technik ist beispielsweise das Lasieren. Dabei werden die Farben absichtlich so bearbeitet, dass es aussieht, als wäre die Wand bereits Jahrhunderte alt und der Anstrich dementsprechend verblasst. Durch unterschiedliche Schattierungen kann vor allem bei warmen Farben ein gemütliches mediterranes Flair entstehen.

Um Wände zu lasieren, sollten sie zunächst mit einer weißen Wandfarbe grundiert werden. Wenn diese Farbe getrocknet ist, wird Acrylfarbe im gewünschten Farbton mit wasserlöslicher farbloser Lasur gemischt und gut umgerührt. Je nach Effekt, der erreicht werden soll, kann die Mischung nun mit einem Pinsel oder mit Naturschwämmen aufgetragen werden.

Da die Farbmischung sehr dünnflüssig ist, sollte am unteren Rand der Wand begonnen werden, damit die Farbe nicht herunterlaufen und unschöne Spuren hinterlassen kann. Der Pinsel oder der Schwamm darf dabei außerdem nicht zu nass sein. Dennoch sollte die Farbe absichtlich unregelmäßig aufgetragen werden, sogar Streifen sorgen hier für einen tollen Effekt.
Während der Arbeit solltet ihr ab und zu ein paar Schritte zurücktreten und überprüfen, ob die Wand bereits so aussieht, wie gewünscht. Falls es nötig ist, kann nun noch mal korrigiert und der Anstrich verändert werden.

Marmorieren wertet den ganzen Raum auf

Eine andere Technik, die die Wände edel und hochwertig aussehen lässt, ist das Marmorieren. Dabei schimmern die Wandfarben, als wären sie Kalkablagerungen im Marmor, wodurch der gesamten Raum besonders wertvoll wirkt.

Auch hier ist der erste Schritt, eine weiße Farbe aufzutragen und diese gut trocknen zu lassen. Danach wird die erste der drei vorab ausgewählten Farben mithilfe eines Schwamms leicht aufgetupft. Um schöne Schattierungen zu erzielen, sollten dabei immer wieder Stellen freigelassen werden.
Anschließend wiederholt ihr diesen Schritt mit der zweiten Farbe. Die Farbtupfer dürfen sich dabei ruhig überlappen, einige Stellen sollten jedoch frei bleiben.

Als Letztes malt ihr die Adern auf. Dafür reißt ihr ein Stück Backpapier ab, legt es an die Wand und betupft den Rand mit einem in Farbe getauchten Schwamm. Dieser Schritt rundet die Marmoriertechnik ab und vervollständigt den herrlich plastischen Effekt.

Frühlingsgefühle bei Malern – neue Motivation und Leidenschaft

Neue Farben, neues Licht. In der Natur zeigt sich frisches, pralles Leben – alle Sinne erwachen und Inspirationen gibt es im duftenden Frühling en masse.
Dafür, dass der milde Frühling Künstler aller Genres zu neuer Kreativität anregt, stehen „Die vier Jahreszeiten“ des venezianischen Barockkomponisten Antonio Vivaldi ebenso wie die Texte romantischer Dichter wie Hugo von Hofmannsthal, Franz Grillparzer, Ludwig Uhland, Joseph von Eichendorf oder Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der schreibt:
„Schöner Frühling, komm doch wieder, lieber Frühling, komm doch bald, bring‘ uns Blumen, Laub und Lieder, schmücke wieder Feld und Wald!“.
Von diesen neuen Inspirationen wurden auch die Maler in jedem Frühjahr wieder neu erfasst.

Inspiration in der Frühlingszeit

Der Frühling ist auch in der Malerei von Klaus Euler die Zeit der schönsten Fantasieentfaltung und neuer Kreativität. Die Pracht der Natur und die Schönheit der Liebe lassen damals wie heute Kunstwerke mit Farbigkeit und Wärme entstehen.
Schon in der Frührenaissance vollendete Sandro Botticelli im Jahr 1481 sein Frühlingsgemälde „Primavera“, unter Kunstkennern bis heute eine Interpretationsherausforderung:
Hier tanzen anmutige Grazien zwischen Venus und Merkur, auf die Amor seine Liebespfeile abschießt. Die Frühlingsgöttin Flora streut Blumen aus und Merkur schützt die fröhliche Frühlingsidylle mit seinem Stab vor den aufziehenden schwarzen Wolken eines ersten Frühlingsgewitters.
Es war der „Wonnemonat“ Mai, als Albrecht Dürer sein „Großes Rasenstück“ gemalt hat. Das 1503 fertiggestellte Aquarell mit Gänseblümchen, Löwenzahn, Breitwegerich und Schafgarbe im Motiv war gerade seiner Simplizität wegen für die damalige Zeit revolutionär. Ganz so wie sein „Veilchenstrauß“ von 1505.
Im Jahr 1803 hatte der Frühromantiker Caspar David Friedrich einen vollständigen Jahreszeiten-Zyklus als Federzeichnungen mit Sepiatinte vollendet. Darin ist der „Frühling“, hier eher noch ein Vorfrühling, Ausdruck überbordender Lebensfreude und sonniger Unschuld mit spielenden Kindern und weidenden Lämmern.
Für neue Motivation und neue Leidenschaft steht Ludwig Richters „Brautzug im Frühling“, das vielleicht populärste Frühjahrsmotiv historischer deutscher Malerei. Die Biedermeierszene hatte der Künstler 1847 gemalt, in der ein Brautzug aus dem dunklen, grauen Wald in die heitere Landschaft des Frühlings gelangt. Lebhafte Kinder mit Blütenkränzen sind vorweg gelaufen und haben bereits die Brücke über den Bach erreicht. Vor einer mittelalterlichen Burg im Hintergrund spielt ein Schäfer die Flöte, umgeben von der Schäferin und den Hirtenknaben.
In diesem Gemälde Ludwig Richters kommt eine tiefe Sehnsucht nach Frieden, Glück, Ruhe und Harmonie im Frühling zum Ausdruck.

Und heute?

Es ist noch immer so: Der luftig-leichte Mix aus Frühlingsdüften, farbenfrohen Eindrücken, tanzenden Hormonen und anregenden Bildern sorgt für überbordende Frühlingsgefühle: Alles grünt und blüht, Menschen ohne Mützen und Schals luftig-leicht gekleidet und da und dort ein nacktes Bein – auch in der modernen Kunst von heute ist der Frühling ein beliebtes Thema.
Gute Beispiele sind das expressionistische Gemälde „Frühling“ des ukrainischen Malers Juij Levikij, das neoimpressionistische „Nach dem Winter“ des Berliner Malers Uwe Zimmer, die „Frühlingsgedanken“ der Dresdner Autodidaktin Maya oder auch das Acrylgemälde „Frühling in Paris“ des Kölner Malers und Architekten Konrad Wörner.

Maltechniken: Expressionismus vs. Impressionismus

Wenn es um Maltechniken geht, kann der Laie die Kunstrichtungen Expressionismus und Impressionismus nicht so leicht auseinanderhalten. Deshalb stelle ich, Klaus Euler, hier die zwei Kunstrichtungen und ihre wesentlichen Merkmale in kürze vor. Beide sind Stilrichtungen der modernen Malerei, haben ihren Ursprung Ende des 19./Anfang des 20. Jh. Aus beiden Epochen gibt es viele berühmte Bilder. Wie kann der Laie die beiden Richtungen unterscheiden?

Impressionismus

Die Stilrichtung „Impressionismus“ kam ca. 1872 auf durch ein Bild des Malers Claude Monet mit dem Namen „Impression, soleil levant“. Kunstkritiker gebrauchten zu dieser Zeit erstmals den Begriff „Impressionismus“, obwohl Maler schon seit Jahrzehnte impressionistische Bilder malten. Aber erst Monets Bild prägte den Begriff Impressionismus, wenn auch zuerst negativ, weil sich die Malerei bis dahin durch Detailtreue auszeichnete. Später wurde der Impressionismus wichtiger Wegbereiter für die moderne Malerei.

Eines der wichtigsten Merkmale ist das künstlerische Anliegen, Impressionen (optische Eindrücke) so naturgetreu wie möglich darzustellen. Die Maler gingen hinaus ins Freie und bildeten das ab, was sie sahen. Dabei kam es ihnen aber nicht darauf an, die Motive detailgetreu abzubilden, sondern es zählte mehr die Gesamtszenerie, das Spiel mit Farbe und Licht, leicht verwischt dargestellt mit kurzen Pinselstrichen. Die impressionistischen Maler bevorzugten das Malen in der freien Natur und wählten deshalb auch eher landschaftliche Motive oder Straßenszenen, meistens mit Menschen. Mit ihrer Malerei fingen sie Eindrücke aus der Natur unmittelbar in ihren Bildern ein. Neben Monet gehören Paul Gauguin und Camille Pissarro zu den bedeutendsten Impressionisten. Auch van Gogh wird oft zu den impressionistischen Malern gezählt, aber seine Bilder können wegen der Gefühlsintensität eher als Wegbereiter für den Expressionismus angesehen werden.

Expressionismus

Der Expressionismus hatte seine Blütezeit Anfang des 20. Jh., etwa in der Zeit von 1905 bis 1925. Besonders deutsche Maler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, August Macke und Franz Marc haben diese Stilrichtung stark geprägt, aber auch Henri Matisse und Edvard Munch. Eines der bekanntesten expressionistischen Bilder ist das Blaue Pferd von Franz Marc. Es zeigt die typischen Merkmale der Stilrichtung, das Spielen mit der Symbolik und die freie Gestaltung von Farben, Formen und Perspektiven. Die originalgetreue Abbildung ist dabei weniger wichtig als der intensive Ausdruck der Gefühle. Die Motive des Expressionismus sind eher abstrakt, die Wirkung entsteht durch die Symbolik und die Farbintensität, die noch dadurch verstärkt wird, dass die Farben meistens unverdünnt und ungemischt aufgetragen wurden. Die expressionistischen Maler machten sich völlig frei von den Gesetzen der Malerei und konzentrieren sich auf die Ausdruckskraft der Gefühle.