Kunst als Ware – das Geschäft von Auktionshäusern

Wenn Kunstwerke geschaffen werden, geschieht das meist für einen Auftraggeber. Wer also ein Bild malt oder eine Skulptur herstellt, muss immer auch im Blick haben, wer dieses Werk später kaufen wird. Kunst war, auch für Klaus Euler, immer schon ein Prestigeobjekt, mit dem man einerseits zeigen wollte, dass man dem Geschmack der jeweiligen Epoche folgt, aber auch, dass man sich große Kunst leisten kann. Heute ist das nicht anders. Große Auktionshäuser wie etwa Christie´s und Sotheby´s verkaufen Kunstwerke, die zum Teil mehrere Millionen einbringen.

Ablauf einer Kunstauktion

Während sich in früheren Zeiten potentielle Käufer immer persönlich am Auktionsort einfinden mussten, ermöglicht heute die moderne Technologie, dass auch per Telefon oder Internet mitgeboten werden kann. Dies führt dazu, das ein größerer Kreis von Bietern an der Auktion teilnehmen kann.
Vor der Auktion werden die Kunstwerke vom Verkäufer an das Auktionshaus gegeben. Sie können aus einem Nachlass oder einer privaten Kunstsammlung stammen. Die Werke werden anschließend von Fachleuten gesichtet und auf ihren Zustand hin überprüft. So kann ein erster Schätzpreis für das Werk festgelegt werden. Jedes Kunstwerk bekommt daraufhin ein Los, besonders wertvollen Stücken wird noch eine Expertise beigelegt. Dann wird das jeweilige Kunstwerk den potentiellen Käufern präsentiert. Der Auktionator setzt einen bestimmten Preis fest, der nun von allen Bietern überboten werden kann. Wer das höchste Gebot abgibt, bekommt den Zuschlag und schließt einen Kaufvertrag über das ersteigerte Werk mit dem Auktionshaus ab.

Künstlerischer Wert und Marktwert eines Kunstwerkes

Wer sich wie Klaus Euler näher mit dem Thema Kunst als Ware beschäftigt, dem fällt auf, dass der Marktwert und der künstlerische Wert von Kunst oft weit auseinandergehen. Ob ein Bild viel oder wenig wert ist, hängt also nicht zwangsläufig von der künsterlischen Qualität oder der inhaltlichen Aussage ab. Da heute auf Kunst auch spekuliert wird, ist es schwer herauszufinden, aus welchem Grund ein Bild nun genau diesen Marktwert besitzt. In den meisten Fällen sind es Museen, Galerien oder private Sammler, die in etwa vorgeben, was Kunst ist und was nicht. Wenn Bild oder eine Skulptur in einem Museum oder einer Galerie ausgestellt ist, kann es also einen hohen Preis erzielen. Der künstlerische Wert eines Bildes kann aber auch höher oder niedriger eingeschätzt werden als dessen Marktwert, da dieser Wert immer im Auge des Betrachters liegt und keinen wirtschaftlichen Interessen unterworfen ist. Kunst ist also eine andere Art von Ware wie etwa Getreide, da es neben dem Marktwert auch einen vom Preis unabhängigen ideellen und kulturellen Wert besitzt.

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Pop-Art: Den Klassiker der Moderne neu entdecken

Die Kunstrichtung Pop Art entwickelte sich in den 1950er Jahren unabhängig voneinander in den USA und in England und zeigte sich vor allem in der Malerei und Skulpturen. Von der vielseitigen Ausdrucksform fühlten sich Künstler auf der ganzen Welt angezogen. Ihre Blütephase erlebte die Kunstrichtung Pop-Art in den 1960er Jahren. Man kann sie sowohl als „populäre“ als auch „knallige“ Kunst definieren: Das englische Wort „Pop“ kann beide Bedeutungen haben.

Typisch für Pop-Art sind triviale Bildmotive, denn die neue Kunstrichtung, die man anfangs nicht sehr ernst nahm, wollte massentaugliche Kunst schaffen, die den Konsumenten direkt ansprach. Populäre Themen sind daher Supermarkt, Comics und die ewige Jugend der Hollywoodstars. Pop-Art hat auch unsere europäische Vorstellung von Design, Ästhetik und dem „American Way of Life“ geprägt. In den sechziger Jahren beschäftigten sich außerordentlich viele Künstler mit dieser Stilrichtung. Bei uns ist vor allem Andy Warhol bekannt, doch daneben gibt es etliche wichtige Vertreter wie Roy Liechtenstein, Eduardo Paolozzi und Takashi Murakami.

Marylin Monroe und Andy Warhol
Der wohl berühmteste Vertreter der Pop-Art schuf ein buntes Potpourri an kreativen Arbeiten, unter denen seine farbenfrohen Siebdrucke von Marylin bis heute im Gedächtnis geblieben sind. Immer noch zieren sie als Kunstdrucke Wohnungen weltweit und Warhols Stil wird in allen Facetten nachgeahmt.

Dein eigenes Pop-Art-Kunstwerk drucken lassen
Heute erlebt die Pop-Art eine nie geahnte Renaissance und ist als stylishe Dekoration für jeden Raum geeignet. Pop-Art Kunstwerke passen ins Büro genauso wie ins Wohnzimmer und verleihen Räumen eine ungeahnte Ausdruckskraft. Du kannst dir auch individuelle Pop-Art Kunstdrucke vom eigenen Foto erstellen lassen. So entstehen prächtige, farbenfrohe Bilder auf Leinwand – in allen Größen und ganz nach Wunsch.

Selbst malen wie Roy Liechtenstein
Wenn du selbst Bilder im Stil Roy Liechtensteins malen möchtest, brauchst du keine besonderen Vorkenntnisse. Zunächst zeichnest du die Konturen deines vergrößerten Motives mit einem harten Bleistift auf Leinwand vor. Liechtenstein vergrößerte seine Vorlagen mit einem Bildprojektor. Im Anschluss kannst du alle Flächen farbig ausmalen. Du solltest deckende und kräftige Farben verwenden. Am besten eignen sich Acrylfarben, da sie eine hohe Leuchtkraft haben. Die für Liechtenstein typischen Rasterpunkte kannst du mit einer Rasterschablone aufsprühen oder aber mit einer vorgestanzten Folie aufbringen. Hierfür verwendest du Lackspray aus dem Baumarkt. Du musst sauber arbeiten, denn Acrylfarbe lässt sich nicht mehr übermalen. Zum Abschluss ziehst du die vorgezeichneten Bleistiftlinien mit flüssiger Acrylfarbe und Pinsel nach. Fertig ist dein eigenes Kunstwerk à la Roy Liechtenstein.