Über das Leben des Pablo Picasso

Klaus Euler ist, wie viele bereits bemerkt haben, ein großer Picasso Fan und schätzt sowohl dessen Kunst und als auch Worte. Hier nun ein kleiner Einblick in sein Leben.

Pablo Picasso wurde 1881 im spanischen Málaga geboren. Durch seinen Vater, der ebenfalls Maler war, kam er schon in früher Kindheit mit Kunst in Berührung. Im Alter von zehn Jahren begann er eine erste künstlerische Ausbildung, mit 14 bestand er die Aufnahmeprüfung der Kunstakademie in Barcelona. Sein Studium führte ihn unter anderem nach Madrid, wo er erstmals mit anderen bedeutenden Künstlern seiner Zeit zusammentraf. In den folgenden Jahren pendelte er zwischen Madrid und Paris und kam zu seinen ersten größeren Ausstellungen. Mit dem Namen „Picasso“ signierte er erstmals im Alter von 20 Jahren, nachdem er zuvor verschiedene Pseudonyme benutzt hatte.

Nachdem Picasso bereits mehrere Jahre in Künstlerkreisen verkehrt hatte, wurde 1905 Gertrude Stein auf ihn aufmerksam, deren Unterstützung ihm zum kommerziellen Durchbruch verhalf. Über Stein lernte er auch Henri Matisse kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Künstlerisch arbeitete er in dieser Zeit eng mit Georges Braque zusammen, mit dem er schließlich den Stil des Kubismus begründete, der beiden Malern zu Weltruhm verhalf. Während des Ersten Weltkriegs lebte Picasso in Frankreich; die Kriegsjahre waren für ihn selbst durch mehrere persönliche Tragödien geprägt. 1918 heiratete er schließlich seine erste Frau Olga Chochlowa, die im gleichen Jahr einen Sohn zur Welt brachte.

Selbstportait von Pablo Picasso – Quelle: http://www.internet-shop-pfalz.de/KU_078.jpg

Zu Beginn der zwanziger Jahre distanzierte sich Picasso zunehmend von den Kubisten, das folgende Jahrzehnt war für ihn künstlerisch vom Einfluss des Surrealismus geprägt. Eine starke Wirkung übte in den Folgejahren auch die Fotografin Dora Maar auf ihn aus, die ihm über lange Jahre als Muse diente. Ein einschneidendes Erlebnis stellte für Picasso der Spanische Bürgerkrieg dar, in dem er die Republikaner unterstützte und sich vergeblich darum bemühte, die französische Regierung zum Einschreiten zu bewegen. Aus dieser Epoche stammt Guernica, eines seiner berühmtesten Gemälde, das 1937 entstand. Im Zweiten Weltkrieg war Picasso in Paris Repressionen seitens der deutschen Besatzer und der französischen Kollaborateure ausgesetzt; in der Folge wurde er Mitglied der kommunistischen Partei.

Die letzten dreißig Jahre seines Lebens verbrachte Picasso größtenteils an der französischen Mittelmeerküste. 1961 heiratete er dort seine zweite Ehefrau Jacqueline Roque – eine Ehe, aus der keine Kinder hervorgehen sollten. Sein Weltruhm führte dazu, dass Picasso in seinem Atelier von zahlreichen Anhängern und Bewunderern aufgesucht wurde. Die Aufmerksamkeit, die ihn von der Arbeit abhielt, schätzte er allerdings nicht. 1971 fand eine erste Picasso-Retrospektive im Pariser Louvre statt, eine Ehre, die zuvor keinem anderen lebenden Künstler zuteil geworden war. Picasso starb 1973 in seinem Haus in Mougins an einem Herzinfarkt.

Advertisements