Tipps für die Outdoor-Malerei im Sommer

Der Sommer lockt in puncto Malerei mit seinen ganz eigenen Reizen. Wer wie Klaus Euler die Gunst der Stunde nutzen und seine Kunstwerke endlich im Freien erstellen möchte, der hat nunmehr zahlreiche Gelegenheiten.

In Bezug auf die Tageszeiten sollte man die heiße Mittagszeit meiden. Optimale Lichtverhältnisse findet man vor allem in den frühen Morgen-und Abendstunden, da die Natur hier in allen Schattierungen in Erscheinung tritt. Vorteilhaft ist natürlich ein eigener Garten beziehungsweise Balkon, da man so ganz spontan auf die unterschiedlichen Witterungsbedingungen reagieren kann und eventuell fehlende Ausrüstungsgegenstände schnell zur Hand hat. Als Grundausstattung empfiehlt sich ein angemessener Sonnenschutz, ein Sitzkissen oder Klappstuhl, je nachdem, wie mobil und flexibel man ist, eine Staffelei, Papier und Farben. Verfügt man nur über ein begrenztes Zeitbudget, so genügen auch elementare Gegenstände wie Bleistift und Zeichenblock zum Anfertigen erster Skizzen. Bei der Fülle an Impressionen ist es besonders wichtig, sich auf eine Detailansicht zu konzentrieren. Als nützliches Hilfsmittel hat sich dabei ein einfacher Rahmen aus Pappe bewährt, mit dem man die umliegende Natur rein optisch in verschiedene Ausschnitte aufteilen kann und einen ersten Eindruck davon gewinnt, welches das geeignete Bild für das eigene Kunstwerk darstellt.

Natürlich ist Outdoor-Malerei nicht zwangsläufig mit Landschafts-Malerei gleichzusetzen. Auch im Freien erstellte Porträts können aufgrund der facettenreichen Lichtverhältnisse eine interessante Variante darstellen. Abgesehen davon bieten Detailansichten wie Bäume, Blumen und Häuser gerade für den Anfang malerisch leichter zu realisierbare Themen als umfangreiche Landschaften. Natürlich sollte es sich dabei nicht um sich bewegende Objekte wie beispielsweise Menschen, Tiere und Insekten handeln, denn diese erfordern bereits eine gewisse Versiertheit in der Malkunst. Wer jedoch in der Lage ist, auf die Schnelle einen Schmetterling oder Vogel zu skizzieren und dabei Notizen zu den verschiedenen Farbschattierungen zu machen, sollte seinem Schaffensdrang freien Lauf lassen. Für AnfängerInnen mag die authentische Darstellung eines Gänseblümchens bereits eine gebührende Herausforderung sowie ein optimales Lernfeld darstellen. Wie bei allen Formen der Malerei beginnt die künstlerische Darstellung eines Objekts mit einer einfachen Bleistiftskizze. Wer vor allem die unterschiedlichen Farben eines atemberaubend schönen Sonnenuntergangs einfangen möchte, der kann in wenigen Sekunden die Grundlinien skizzieren und dann versuchen, mit seinen Farben ähnliche Nuancen zu mischen.

Da Outdoor-Malerei vor allem von den Tageszeiten und Witterungsbedingungen bestimmt wird und es oftmals zeitlich unmöglich ist, einen gewissen Moment auch malerisch einzufangen, sollte man sich die Vorteile der Fotografie zunutze machen. Gerade, wenn man ein eindrucksvolles Gemälde aufgrund von Regen oder zeitlichen Engpässen unvollendet lassen muss, kann ein Foto von dem jeweiligen Objekt oder Landschaftsausschnitt als Gedächtnisstütze für die spätere Fertigstellung hilfreich sein.

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