Malzubehör – die richtige Staffelei

Tischstaffelei, Feldstaffelei, Atelierstaffelei – was ist der Unterschied? Und welche Staffelei wird wofür benötigt? Was passiert, wenn man die „falsche“ Staffelei benutzt – gibt es das überhaupt, eine falsche Staffelei? Für Anfänger ist das alles nicht so einfach. Die einschlägigen Läden für Künstlerbedarf haben eine Menge verschiedener Modelle auf Lager. Klaus Euler erklärt im Folgenden, welche Unterschiede es gibt und worauf man beim Kauf achten sollte.

Tischstaffelei – für den Tisch

Die Bezeichnung sagt es schon: Die Tischstaffelei wird auf den Tisch gestellt. Die kleinen, meist recht breiten Staffeleien ohne Beine sind für die Nutzung am Tisch gedacht, wenn Leinwand oder Malkarton aufrecht stehen sollen. Verwendet werden tatsächlich eher kleine Formate – Großformate erfordern große Staffeleien, und die haben auf einem Tisch in der Regel keinen Platz. Wer gerne am Küchentisch, auf der Terrasse, dem Balkon oder im Wohnzimmer malt und eine kleine Staffelei sucht, die kleinformatige Arbeiten gut hält, der ist mit einer Tischstaffelei gut beraten. Die kleinen Staffeleien sind auch nett, wenn man Arbeiten in entsprechendem Rahmen ausstellen will. Anstelle eines Glasträgers oder einer Hängung können Werke so auf einem Regal, einer Kommode oder einem Tisch präsentiert werden.

Feldstaffelei – nur auf dem Feld?

Nein, natürlich nicht. Man kann die zusammenklappbaren, leichten Dreifüße auch im Wald, im Garten und in der Flussaue benutzen. Die Feldstaffelei ist für die Freiluftmalerei gedacht, wenn eine Tischstaffelei unzureichend ist und eine Atelierstaffelei schlicht unpraktisch erscheint. Die Staffeleien lassen sich in alle Richtungen klappen und verstellen, eignen sich sogar zum flachen Malen wie auf einem Tisch und können in jedem Gelände eingesetzt werden. Sie stehen allerdings nicht sehr stabil. Und obwohl sie im Vergleich zur Atelierstaffelei so leicht und kompakt erscheinen, sollten Gewicht und Größe nicht unterschätzt werden – zumal der echte Freiluftmaler einen Koffer mit Farben, Pinseln, Paletten, Pinselreiniger, Malstock und anderen Utensilien nebst passender Leinwand dabei haben sollte. Für längere Wanderungen ist die Feldstaffelei also eher ungeeignet, für den flexiblen Einsatz im Garten, auf dem Balkon oder wahlweise im Schlafzimmer dagegen schon. Die Freiluftmalerei unterscheidet sich nur in einem Punkt von der Ateliermalerei: Das Sujet ist zum Zeitpunkt des Malens direkt vor der Staffelei vorhanden.

Atelierstaffelei – für den Hausgebrauch

Die Atelierstaffelei ist für das Arbeiten im Atelier gedacht. Die großen, recht schweren Staffeleien lassen sich zwar unter Umständen auf die Größe von Leinwand oder Malkarton einstellen, sind aber nicht sehr flexibel und schon gar nicht mobil. Sie sind für großformatige Arbeiten geeignet, der Neigungswinkel kann normalerweise nicht angepasst werden, und sie haben oft Halterungen für Pinsel, Mallappen, Malstock oder andere Utensilien. Praktisch sind sie, wenn man ein Atelier oder einen anderen festen Ort hat, an dem man malt und das große Stück immer stehen lassen kann. Für Ausstellungsstücke im Wohnzimmer ist eine Atelierstaffelei gut geeignet – sie macht allemal mehr her als eine einfache Hängung. Die Holzsorte ist übrigens Geschmackssache – sie hat in erster Linie Einfluss auf den Preis.

Advertisements