Schnee und Eis – Malerei im Winter

Der Winter ist wirklich nicht für seine Farbenpracht bekannt, er hat aber einen Reiz, dem man sich kaum entziehen kann. Gerade die Reduzierung der Farben macht eine Winterlandschaft zu einem sehr reizvollen Motiv, denn eine verschneite Landschaft ist ja alles andere als „einfach nur weiß“.
Schnee und Eis glitzern in vielen verschiedenen Schattierungen, der Schattenwurf an kurzen Wintertagen verlockt dazu, interessante Effekte auszuarbeiten und niemals wirkt der Himmel so intensiv blau wie an kalten Wintertagen.
Es lohnt sich also durchaus, im Winter auf Motivsuche zu gehen, allerdings solltet ihr dazu erst einmal mit der Kamera losziehen und die Motive dann später nach Foto in euren Ateliers malen – denn mit kalten Füßen und dicken Handschuhen lässt es sich einfach schlecht malen.
Hinzu kommt, das viele Malmedien wie Acrylfarben oder Ölfarben bei extremer Kälte ihre Konsistenz verändern, was zu unschönen Ergebnissen führen kann. Es spricht aber nichts dagegen, auch einen Skizzenblock mit auf die Motivjagd zu nehmen und das Spiel von Licht und Schatten in Zeichnungen festzuhalten, die später beim Malen als Gedächtnisstütze dienen können.
Ist das Motiv gefunden, wird es spannend: Welche Malmedien eignen sich am besten für Winterbilder? Im Prinzip alle, denn die vorherrschende Farbe des Winters ist und bleibt – bei allen Schattierungen – Weiß. Wer gern Aquarelle malt, der sollte natürlich für Winterbilder ein wirklich hochwertiges Aquarellpapier auswählen, das von sich aus eine große Leuchtkraft hat. Für Leinwandbilder eignen sich sowohl Öl- als auch Acrylfarben, denn beide verfügen eine geschmeidige Konsistenz für Farbverläufe. Auch Pastellkreiden sind ein gutes Material für winterliche Landschaften, denn damit könnt ihr zarte Farbtöne mit sanften Übergängen zaubern, zum Beispiel für Sonnenaufgänge über verschneiten Wiesen.
Die Basis eines stimmungsvollen Winterbildes ist natürlich die Komposition. Es ist gar nicht so einfach, mit der reduzierten Farbauswahl Tiefe in das Bild zu bekommen. Wenn ihr gut perspektivisch zeichnen könnt, seid ihr hier klar im Vorteil, aber auch durch die Farben lässt sich vieles erreichen. Denn selbst ein strahlend blauer und wolkenloser Winterhimmel ist am oberen Bildrand intensiv, zum Horizont hin wird er heller.
Wichtig ist auch die Ausarbeitung von kleinen Details wie verschneiten Büschen und Findlingen mit dem passenden Schattenwurf. Selbst Eis glitzert nicht reinweiß, sondern spielt immer mit den Lichtverhältnissen. Warme Töne und spiegelnde Wasserflächen lassen den Betrachter eines Winterbild

es an Tauwetter denken, klare Blautöne suggerieren klirrende

von Christina Hausmann - Artgalerie Deutschland

von Christina Hausmann – Artgalerie Deutschland

Kälte. Habt ihr euch erst für die Stimmung eures Bildes entschieden, kommen diese Details aber beim Malen fast wie von selbst.

von Christina Hausmann - Artgallerie Deutschland

von Christina Hausmann – Artgallerie Deutschland