Landschaftsmalerei – mein neues Outdoor-Hobby

Künstlerisch Interessierte und Begabte sind sicherlich schon über die Landschaftsmalerei in all ihren Facetten gestolpert. Von den alten Meistern bis hin zu den heutigen Vertretern der Kunst gibt es immer wieder schöne Landschaftsbilder, die als Inspiration dienen und dazu anregen, sich ebenfalls auf diesem Gebiet zu versuchen. Und ich, der doch sehr experimentierfreudige Klaus Euler, gehöre natürlich auch dazu. Als Hobby ist die Landschaftsmalerei gar keine schlechte Idee, denn man kommt an die frische Luft und entdeckt einen neuen Bereich der Malerei für sich – doch man sollte gleichzeitig wissen, worauf es bei diesem Hobby ankommt.

Die Zusammenarbeit mit der Natur
Ähnlich wie ein Landschaftsfotograf muss auch der Maler in der freien Natur darauf achten, dass die Lichtverhältnisse stimmen. Malt man beispielsweise ein Stilleben auf dem eigenen Küchentisch, kann man notfalls die Deckenleuchte einschalten und braucht sich keine Sorgen mehr um falsche Lichter und Schatten zu machen. Draußen ist man von der Tageszeit abhängig und muss sich in allem, was man tut, nach dieser richten. Man hat zwei Möglichkeiten: Entweder begibt man sich frühzeitig an einen Ort, den man gerne malen würde, oder man fotografiert ihn aus mehreren Perspektiven und benutzt anschließend die Fotos als Vorlagen. Wenn man sich zu dem Ort begeben und dort arbeiten will, kann man auch an mehreren Tagen nacheinander zur gleichen Zeit wiederkommen, wenn die Wetterverhältnisse gleich bleiben, um die Lichter und Schatten genau richtig einzufangen.

Unverzichtbar: Das Equipment
Drinnen findet man immer eine Möglichkeit, sich künstlerisch auszudrücken. In der Natur ist das etwas schwieriger, denn freie Flächen wird man dort eher nicht finden – deswegen muss man zwingend an das richtige Equipment denken, wenn man sich auf die Suche nach einer schönen Landschaft begibt. Besonders wichtig ist eine stabile Staffelei, auch wenn das Papierformat gar nicht groß sein soll. Bei der Arbeit sollte man die Landschaft und das Bild beide gleichzeitig auf Augenhöhe haben, was aber nicht möglich wäre, wenn die Malerei auf dem Schoß liegen müsste. Wenn man mit flüssigen Farben aus der Tube arbeitet, kann auch eine Palette sinnvoll sein, mit der man zu Hause üblicherweise auch arbeitet. Auch Wasser sollte man in größerer Menge mitnehmen, wenn man es grundsätzlich braucht, denn die Pinsel sollten nach Möglichkeit schon vor Ort gereinigt werden – es sei denn, man schafft es bis nach Hause, bevor die Farbe eintrocknet und sie beschädigt. Die Ausstattung transportiert man am besten in einer geeigneten Tasche, das Bild selbst kann man unter dem Arm tragen; wenn es auf dem Heimweg regnet, sollte es allerdings mit Plastik umwickelt werden, das man auch stets dabeihaben kann.

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Klaus Euler´s Tipp: Farben selber herstellen

Wer sich mit Kunstmalerei beschäftigt, kennt das Problem. Um sein Hobby gut ausführen zu können, benötigt man viele verschiedene Farben und Farbtöne. Zwar sollte man sich für die Malerei eine breite Farbpalette zulegen, doch sind Öl- und Acrylfarben recht teuer, wenn man auf gute Qualität Wert legt. Manchmal findet man auch die gesuchte Farbe oder den gesuchten Farbton gar nicht.

Klaus Euler hat als Malermeister natürlich weniger Probleme mit der Beschaffung von Farben, aber das ist ja nicht unbedingt die Regel….
Man kann sich zwar damit behelfen, die gewünschte Farbe durch das Mischen anderer Farben zu erzeugen. Jedoch ist das Ergebnis dieses Verfahrens ziemlich unsicher, denn das Resultat weicht häufig von der gewünschten oder bereits verwendeten Farbe leicht ab. Eine intelligente Lösung ist es, Farben selber herzustellen. Öl- und Acrylfarben können ohne großen Aufwand selbst erzeugt und gemischt werden. Dazu benötigt man lediglich einige Materialien wie Farbpigmente, Binder und Leerbehälter.

Ölfarben selbst herstellen
Zum Anreiben von Ölfarben benötigt man Farbpigmente, Öl und eine Anreibeplatte, zudem einen Läufer, ein Palettenmesser und Leertuben bzw. –behälter. Als erstes vermengt man das Pigment mit dem Öl, wobei es sich um Lein- oder Mohnöl handeln kann. Mit dem Palettenmesser mischt man beides bis sich ein körniger Farbbrei ergibt. Den Farbteig verreibt man schließlich mit dem Läufer unter leichtem Druck und kreisenden Bewegungen. Man kann dabei die gesamte Fläche nutzen. Mit dem Palettenmesser kratzt man den Läufer ab und schiebt die Farbmasse wieder zusammen. Durch das Reiben muss sich ein körniger Brei ergeben, der schließlich fein und cremig wird. Wird die Konsistenz der Ölfarbe zu trocken oder zu flüssig, gibt man mehr Öl bzw. Pigment hinzu. Hat man die gewünschte Konsistenz und Feinheit erreicht, kann man die Ölfarbe in Leerbehälter oder –tuben füllen. Vor jeder Erzeugung einer Farbe muss die Anriebplatte gründlich gereinigt werden. Es ist sinnvoll, beim Anreiben von hellen zu dunklen Farben überzugehen.

Acrylfarben selbst herstellen
Auch das Herstellen von Acrylfarben ist nicht schwierig. Man benötigt dafür Farbpigmente, Wasser und Binder. Diese drei Zutaten vermischt man nach den Angaben des Acrylbinderherstellers. Dabei geht man in zwei Schritten vor. Zuerst wird der Farbteig angesetzt, indem man die Farbpigmente mit Wasser vermischt. Der entstandene Farbteig muss sich 24 Stunden lang setzen. Diesen Vorgang nennt man Einsumpfen. Im zweiten Schritt wird der Acrylbinder hinzugefügt und mit dem Farbteig gut vermischt. Der Binder sorgt dafür, dass sich der Farbteig gut verbindet. Ist die richtige Konsistenz erreicht, kann man die selbst hergestellte Acrylfarbe in Leerbehälter oder –tuben abfüllen. Der Vorteil vom Selbermachen von Acrylfarben ist, dass man beim Mischen die Pigmentierung selbst beeinflussen kann und so feinere und nuanciertere Farbtöne erhält als im Handel.